Richard Linde (* 21. Juli 1860 als Heinrich August Richard Linde in List bei Hannover; † 17. September 1926 in Stendal) war ein deutscher Heimatforscher.

Leben Linde studierte in Tübingen und Göttingen Latein, Griechisch und Deutsch. Er wurde Mitglied des Philologisch-Historischen Vereins Göttingen im Naumburger Kartellverband.M. Göbel, A. Kiock, Richard Eckert (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Herren und Ehrenmitglieder des Naumburger Kartell-Verbandes Klassisch-Philologischer Vereine an deutschen Hochschulen, A. Favorke, Breslau 1913, S. 13. In Göttingen promovierte er 1885 über die Argonautika von Apollonios von Rhodos, seine Dissertationsschrift verfasste er auf Lateinisch.Richard Linde: De diversis recensionibus Apollonii Rhodii Argonauticon : dissertatio philologica. Schrader, Hannover 1885. Danach war er zwei Jahre als Lehrer am Katharineum zu Lübeck tätig, von wo er 1887 an das Johanneum nach Hamburg wechselte, wo er fünf Jahre blieb. Von 1893 bis zu seinem Ruhestand 1925 lehrte er dann weiter in Hamburg als Oberlehrer am Wilhelm-Gymnasium. In dieser Funktion wurde ihm 1905 der Titel Professor verliehen.E. Rüther: Linde, R : Die Niederelbe : Berlin u.a., Velhagen und Klasing, 1908. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte, Band 14 (1909), S. 165–168. (Rezension) Seine Schriften über die Lüneburger Heide und die Niederelbe erschienen in vielfachen Auflagen. Linde starb bei einer Reise durch die altmärkische Heide an einem Herzinfarkt in Stendal, sein Wohnort war bis zu seinem Tod im Alter von 66 Jahren Hamburg. Linde war verheiratet mit Fanny Nowack, sie hatten vier Kinder.Hans Walden: Linde, Richard. In: Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Personenlexikon. Band 2. Wallstein, Göttingen 2003, ISBN 3-7672-1366-4, S. 255f. ().

Zu Lebzeiten wurde Linde vom Hamburger Senat 1908 mit der Großen goldenen Ehrendenkmünze ausgezeichnet. In Hamburg wurde 1949 der Richard-Linde-Weg in Lohbrügge nach ihm benannt, danach auch die Stadtteilschule Richard-Linde-Weg.

Schriften mini|hochkant|Ausschnitt aus „Die Lüneburger Heide“ von 1904 Aus dem Sachsenwalde. Meißner, Hamburg 1896. Die Lüneburger Heide. Velhagen & Klasing, Bielefeld & Leipzig 1904.

Die Elbinsel Krautsand. Augustin, Glückstadt 1910. Alte Kulturstätten : Bilder aus Ägypten, Syrien, Palästina und Griechenland. Velhagen & Klasing, Bielefeld & Leipzig 1911, . Der Alte vom Walde : ein Bismarck-Gedenkbuch. Velhagen & Klasing, Bielefeld & Leipzig 1927.

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Einzelnachweise

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