Ben ‚Tukumazan‘ Molatzi (* 1954 in Alexandra (Südafrika); † 8. August 2016 in Tsumeb)RIP Ben Tukumazan Molatzi, 1954–2016. In: New Era. 12. August 2016. war ein namibischer Singer-Songwriter und Gitarrist.

Leben Molatzi stammte aus Tsumeb und wuchs in armen Verhältnissen auf. Er arbeitete als Lehrer und schrieb autodidaktisch Balladen, die auf den Melodien und Harmonien seines Damara- und Sotho-Erbes aufbauten. Molatzis Musik wurde im Feld und im Studio der South West African Broadcasting Corporation (SWABC) aufgezeichnet, und in dem von der Apartheidspolitik geprägten und von Südafrika kontrollierten Sender, auf der für seine Sprachgruppe vorgesehenen „Ethnic Stations“ ausgestrahlt.Ben Molatzi auf der Website der Bear Family Records Zu seinen bekanntesten Stücken zählen Mati matis Kai-khoesa, sige si ge mai e/gi… und O Dama !Haose.

Seine Musikaufnahmen wurden in den Archiven des namibischen Rundfunks archiviert. Weil die Botschaften seiner Lieder dem südafrikanischen Apartheid-Regime missfielen, wurden seine Aufnahmen zensiert und beschädigt. Im Rahmen der Forschungsarbeit der Stolen Moments Research Group aus Windhoek wurden Teile seiner Musik in Zusammenarbeit mit dem Iwalewahaus neu aufbereitet.Michael Weiser: Namibias vergessene Pop-Helden. In: Nordbayerischer Kurier. 4. November 2016. 2016 entstand die Ausstellung Stolen Moments,Jonathan Fischer: Ausstellung: Deutsche Trinklieder und Afrorock. In: Süddeutsche Zeitung. 18. Dezember 2016. und 2019 erschien Molatzis Album No Way To Go bei Bear Family Records mit bislang unveröffentlichten Songs.Stolen Moments – Namibian Music History Untold (1950-80s), SOAS University of London

Molatzi war zudem Abwehrspieler bei Chief Santos.

Diskografie 2019: No Way To Go (Bear Family Records), posthum veröffentlicht

Einzelnachweise

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