Klaus Weller (* 25. Dezember 1954 in Hamburg) ist ein deutscher Filmemacher, Kameramann, Dramaturg, Dozent und Filmkritiker.

Leben Klaus Weller ist Sohn eines Architekten und einer Schuhhändlerin. 1974 absolvierte er sein Abitur am Gymnasium Bismarckschule in Elmshorn, danach seinen Zivildienst in verschiedenen Einrichtungen des DPWV Hannover. Er begann eine Ausbildung zum Kameraassistenten beim NDR in Hannover und produzierte erste Kurzfilme auf Super 8 und 16-mm-Film.

Nach sechs Semestern des Studiums der Politologie und Germanistik an der Universität Hannover absolvierte er an der Gesamthochschule Kassel den Studiengang Visuelle Kommunikation, Abteilung Film und Trickfilm. Anschließend zog er nach Hamburg, wo er als Regisseur und Kameramann für Werbefilme arbeitete und weitere Kurzfilme herstellte. Nach einer dramaturgischen Zusatzausbildung arbeitete er jahrelang als freier Drehbuch-Lektor für die Hauptredaktion Fernsehspiel des Senders ZDF.

1997 gründete Klaus Weller die Drehbuchwerkstatt Hamburg e.V. zur Planung, Organisation und Betreuung von Dramaturgie- und Drehbuchseminaren. 2004 gründete er die Produktionsfirma films4you zur Herstellung von Kurz- und Werbefilmen. Ebenfalls 2004 gründete er den gemeinnützigen Verein Jugendfilm e.V., in dem Profis Kinder und Jugendliche anleiten, eigene Filme zu drehen.https://jugendfilm-ev.de Jugendfilm e.V. Filme drehen mit Kindern und Jugendlichen Mit Jugendfilm e.V. erstellte er über 300 Kurzfilme, die über 100 Preise und Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Festivals und Wettbewerben erhielten. Auf der Webseite Die-besten-Spielfilme analysiert Klaus Weller aus dramaturgischer Sicht herausragende Spielfilme der vergangenen Jahrzehnte und ordnet sie filmhistorisch ein. Das Projekt wird gefördert vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM).https://die-besten-spielfilme.de Die-besten-Spielfilme

Werke (Auswahl) Kurzfilme 1981: Der Mann, der dem Stadtdirektor die Zunge rausstreckte, 16 mm, Slapstick, 7 Min. 1982: Eiapopeia, Experimentalfilm, 16 mm, 1 Min., Verleih: SCOTIA + Inter Nationes 1985: … aufgeräumt, 16 mm, Dokumentation, 7 Min. 1986: ABC, 16 mm, Trickfilm, 4 Min., Hamburger Filmbüro 1987: Der Mensch wird abgeschafft (zusammen mit Achim Amme), 16 mm, Musikvideo, 3 Min., SBS TV 1987: Stand Aside (zusammen mit Kazimierz Bendkowski), 16 mm, Musikvideo, 3 Min., Nominierung zum Deutschen Kamerapreis 1988: Gold, 16 + 35 mm, Animationsfilm, 4 Min., Verleih: Tobis Filmkunst 1991: Capriccio, 16 mm, Animationsfilm, 3 Min., Verleih: SCOTIA 1992: Hojotoho, 35 mm, Animationsfilm, 3 Min., Produktion: Premiere Medien GmbH 1995: Die Geschichte von Ludwig, 16 mm, Dokumentation, 29 Min., 2005: Da pecuniam, HD, Spot, 1 Min., 8 Preise und Auszeichnungen 2006: Herzlich Willkommen in Santa Fu!, HD, Dokumentation, 29 Min., Ausschnitte auf N3, Preis Bündnis für Demokratie und Toleranz 2010: Kinder an die Macht, HD, Anarchokomödie, 5 Min., 1. Preis der Jury YOUKI 2010: Macht des Schicksals, HD, Melodrama, 10 Min., 1. Preis der Jury Dithmarscher Kurzfilmfest 2013: Bisschen komisch, HD, Actionkomödie, 3 Min., Best Movie 5th Festival Internacional PEQUENO CINEASTA, Rio de Janeiro 2013: Balancieren (Drehbuch + Produktionsleitung), 5K, Drama, 3 Min., Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein GmbH 2015: Bimbo, HD422, Social Spot, 11 Min., Förderprogramm der BASFI „Stadt mit Courage“ 2018: Meine peinliche Mutter, HD422, Komödie, 4 Min., „Goldfish“ FiSH Filmfestival im Stadthafen Rostock 2019: Einst und Jetzt, 8 mm, 2K + 5K, Musikvideo (Lyrik + Musik: Achim Amme), 5 Min.

Bücher 1992: Drehbuch Solange ich lebe (zusammen mit Achim Amme), Thrillerdrama, Kulturelle Filmförderung Niedersachsen, Autorenvertrag mit Rowohlt Verlag GmbH 1998: Drehbuch Tod macht erfinderisch (zusammen mit Frank Sauerland), Thrillerkomödie, Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein GmbH 2000: Drehbuch Dezemberküsse (zusammen mit Gabriel Bornstein), Thrillermelodrama, verfilmt von Full House Film, Weltvertrieb: LifeSize Ent. USA 2002: Drehbuch Der Teufelsbraten (zusammen mit Gabriel Bornstein), Komödie, Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein GmbH, Autorenvertrag mit Rowohlt Verlag GmbH 2003: Drehbuch Papierpiraten (zusammen mit Christina Schindler), Trickfilm, Kuratorium Junger Deutscher Film + BKM 2014: Drehbuch Hartz IV Gangster (zusammen mit Gabriel Bornstein), Gettodrama, Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein GmbH 2015: Sachbuch Film School, 230 Seiten, Herbert von Halem Verlag, Köln 2015

Auszeichnungen (Auswahl) 1982: Zuschauerpreis Filmothek der Jugend – Oberhausen, für den Slapstickfilm Der Mann, der dem Stadtdirektor die Zunge rausstreckte 1985: Zuschauerpreis Filmothek der Jugend – Oberhausen, für die Dokumentation Die Geschichte von Ludwig 1986: 1. Preis, Hamburger Kurzfilmfestival, für die Dokumentation … aufgeräumt 1989: Prädikat „besonders wertvoll“ für den Animationsfilm Gold 1990: Prädikat „besonders wertvoll“ für die Dokumentation … aufgeräumt 1999: Corporate Media Award (Kamera), für den Industriefilm Neulich in der Flensburger Brauerei 2001: Gewinner der Krimistoffbörse von „Tatort Eifel“ für das Exposé des Thrillermelodramas Schnee von heute 2004: Silver Remi Award, Worldfest Houston für das Thrillermelodrama Dezemberküsse (Drehbuch, Kamera, Produktionsleitung) 2005: Preis von Hamburg 1 + Publikumspreis bei der Hamburger Jugendmediale für den Spot Da pecuniam! 2006: Best Film 1 Minute, KIDS FOR KIDS – CIFEJ und Camera Zizanio – Olympiafestival, für den Spot Da pecuniam! 2007: Preis, Bündnis für Demokratie und Toleranz, für die Dokumentation Herzlich Willkommen in Santa Fu! 2011: 1. Preis der Jury, Dithmarscher Kurzfilmfest, für das Melodrama Macht des Schicksals 2011: YOUKI Österreich, 1. Preis der Jury für Kinder an die Machthttp://www.youki.at/archiv/index.php?m=44&l=de 2012: 2. Preis der Jury + Publikumspreis, Dithmarscher Kurzfilmfest, für das Dokuspiel Liebe – was ist das?https://kunstgriff.de/kunstgriff-rolle/filmpreistraeger/ 2015: Best Movie, 5th Festival Internacional Pequeno Cineasta, Rio de Janeiro für die Actionkomödie Bisschen komisch 2019: Goldfish, FiSH Filmfestival im Stadthafen Rostock für die Komödie Meine peinliche Mutterhttps://fish-festival.de/die-preistraeger-des-fish-2019/

Lehrtätigkeiten (Auswahl) 2000: UNI Hildesheim: Praxisseminare „Von der Idee zum Dreh“ (Sommersemester) 2003: Gesamthochschule Kassel, FB: Visuelle Kommunikation: Praxisseminar (Wintersemester) 2004: HTK Hamburger Technische Kunstschule, Gastdozent: „Dramaturgie von Werbespots“ (Sommersemester + Wintersemester 2008) 2005: die medienakademie Hamburg: Analyse und Produktion von Kurzfilmen (Wintersemester) 2007: LI – Lehrerinstitut Hamburg: Praxisworkshop für Kunsterzieher 2008: Drehbuchwerkstatt Hamburg e.V.: Praxisseminare „Von der Idee zum Dreh“ 2008: Fachhochschule Dornbirn: Praxisseminar „Klappe, die erste“ (Wintersemester) 2010: IN.D – Institute of Design: Praxisseminare „Produktion von Internetspots“ (Sommersemester 2008 – Wintersemester 2010) 2015: Texterschmiede: Seminar „Dramaturgie von Werbespots“

Weblinks

Mediennetz Hamburg e.V. über Klaus Weller Kurzfilme von Klaus Weller auf dem YouTube-Kanal films4youhamburg Zentrale Filmografie Politische Bildung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Kameramann Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann