mini| mini|Plan des Tempels (s. Text) Der Nakayama-dera (), mit dem Bergnamen Shiun-san () ist ein Tempel des Nakayama-Zweigs der Shingon-Richtung des Buddhismus. Der Tempel befindet sich im gleichnamigen Ortsteil Nakayamadera der Stadt Takarazuka in der Präfektur Hyōgo, Japan. Er ist in der traditionellen Zählung der 24. Tempel des Saigoku-Pilgerwegs.

Geschichte Der Überlieferung nach wurde der Tempel von Prinz Shōtoku erbaut, und zwar in der Nähe des heutigen Oku-no-in (). Während der Jūei-Ära (1182–1184) erlitt der Tempel Kriegsschäden, während der Auseinandersetzungen mit dem Daimyō Araki Murashige (1578–1579)Araki Murashige (; 1535–1586) wurde von Akechi Mitsuhide bezichtigt, den Mōri-Klan zu unterstützen. Er zog sich daraufhin auf seine Burg Itami () zurück. Die Burg wurde belagert, er entkam aber bei der Eroberung, entsagte der Welt und wurde einer der „Zehn Schüler des Sen no Rikyu“. brannte er vollständig ab. Der gegenwärtige Tempel wurde auf Anweisung von Toyotomi Hideyoshi vom Feldherrn Katagiri Katsumoto (1556–1615) errichtet.

Die Anlage Man betritt die weitläufige Tempelanlage durch das „Große Tor“ () am Fuße der des Abhanges. Es ist 1646 als zweistöckiges Tor () errichtet und als Kulturgut der Präfektur registriert. Dann steigt man den Weg hoch zwischen den Untertempeln – links Sōji-in (), Hōzō-in (), Kannon-in (), rechts Kesō-in () und Seijū-in () – und gelangt über eine kurze Treppe zum eigentlichen Tempelbereich. Zur Linken steht der Glockenturm (; 1 im Plan), voraus gelangt man über eine lange Treppe, von der man links die „Goma-Halle“ (; 6) sieht, zur Haupthalle (; 2).

Hinter der Haupthalle führt eine kleine Treppe zur „Fünfstöckigen Pagode“ (; 3) und zur Halle, die dem Tempelgründer gewidmet ist, zur Daishi-dō (; 4). Weiter links erhebt sich die große Schatzpagode, hier „Pagode der großen Bitte“ (; 6) genannt. Hinter ihr steht ein kleiner Schrein, der Chinju-sha (; 8), also ein Schrein, der dem Schutzgott der heiligen Stätte gewidmet ist. Unterhalb der Pagode befindet sich die „Amida-Halle“ (; 7).

Eine Besonderheit auf dem Tempelgelände zwischen dem „Pilgerhaus“ (; 9) und der Haupthalle ist der Hakuchōzuka-Kofun () der als Geschichtsgut der Präfektur registriert ist. Man gelangt durch einen Seiteneinstieg in die Grabkammer, die mit einer Länge von 15,2 überaus groß ist. Im Eingangsbereich befindet sich eine hausförmige „Steinerne Lade“ ().

Im Westen der Tempelanlage schließt sich ein großer Pflaumenbaum-Hain (; P) an den Tempel an. Weiter im Westen, zu Fuß etwa 50 Minuten entfernt, findet man das in Rot gehaltene Oku-no-in, also das „hintere Tempelgebäude“ in den Bergen. Im Südwesten schließt sich ein ausgedehnter Friedhof (F) an.

Tempelschätze Die Hauptkultfigur in der Haupthalle, eine elfgesichtige Kannon () aus der mittleren Heian-Zeit, ist als Wichtiges Kulturgut Japans registriert. Die flankierenden elfgesichtigen Kannon-Skulpturen werden der Unkei-Schule der Kamakura-Zeit zugeordnet und sind als Kulturgut der Präfektur registriert.

Im zweistöckigen Pilgerhaus sind in einem Ausstellungsraum weitere Skulpturen zu sehen, darunter ein sitzender Yakushi Nyorai () und ein sitzender Dainichi Nyorai () aus der späten Heian-Zeit und ein sitzender Prinz Shōtoku () aus der Momoyama-Zeit. Alle drei hölzernen Skulpturen sind Wichtiges Kulturgut Japans. Der Raum ist im Frühling und Herbst für Besucher zugänglich.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Hyōgo-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Nakayama-dera. In: Hyogo-ken no rekishi sampo (jo). Yamakawa Shuppan, 2012, ISBN 978-4-634-24628-7. S. 138, 139.

Weblinks

Website des Tempels

Kategorie:Takarazuka Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Erbaut in den 600er Jahren