Łęknica () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Srokowo (Landgemeinde Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Geographische Lage Łęknica liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer südöstlich der einstigen Kreisstadt Gerdauen (heute ) bzw. 23 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Kętrzyn ().

Geschichte Legnicken – um 1785 Löckeningken und um 1895 Löcknicken genannt – wurde vor 1492 gegründet und bestand aus dem Dorf und einem Gut sowie einem 1,5 Kilometer südwestlich gelegenen zum Gut gehörenden Waldhaus.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Löcknick

1818 kam das Dorf zum neugegründeten ostpreußischen Kreis Gerdauen. Im Jahre 1874 wurden die Landgemeinde und der Gutsbezirk Löcknick in den neu errichteten Amtsbezirk Bajohren (1938 bis 1945 Amtsbezirk Großblankenfelde) des Kreises Gerdauen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Bajohren/Großblankenfelde Vor 1892 wurde das Gut in die Landgemeinde integriert.Löcknick bei GenWiki 1935 erhielt Löcknitz den Gemeindestatus.

In Kriegsfolge wurde Löcknick 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen an Polen überstellt und erhielt die polnische Namensform „Łęknica“. Heute ist das Dorf Sitz eines Schulzenamtes () und gehört zum Verbund der Landgemeinde Srokowo (Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen Jahr Gemeinde Gut Gesamt 1820 134 62 196 1885 287 89 376 1905 284 1910 233 1933 367 1939 331 2011 39

Kirche Bis 1945 war Löcknick in die evangelische Kirche AssaunenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 457 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die katholische Kirche St. Bruno Insterburg (heute ) im damaligen Bistum Ermland eingegliedert, zwischen 1905 und 1932 aber zur katholischen Gemeinde Guter Hirt in Angerburg () umgepfarrt.

Heute gehört Łęknica zur katholischen Heiligkreuzkirche Srokowo im jetzigen Erzbistum Ermland sowie zur evangelischen Kirche Brzeźnica (Birkenfeld), einer Filialkirche der Johanneskirche Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Łęknica liegt an einer Nebenstraße, die Wilczyny (Wolfshagen) mit Asuny (Assaunen) verbindet. Aus den Nachbarorten Jegławki (Jäglack) sowie Brzeźnica (Birkenfeld) enden außerdem Nebenstraßen in Łęknica.

Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht mehr. Bis 1945 war Löcknick Bahnstation an der von den Rastenburger Kleinbahnen befahrenen Bahnstrecke Barten–Nordenburg, die in Kriegsfolge nicht reaktiviert worden ist.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Srokowo