Der Naturraum Baaralb und Oberes Donautal ist in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Schwäbische Alb eine Hauptgruppe, die aus der Baaralb und dem Oberen Donautal besteht.
Lage und Beschreibung Der Naturraum erstreckt sich entlang der Oberen Donau etwa von Geisingen bis Inzigkofen. Ebenfalls zum Naturraum zählen die Täler der Zuflüsse Aitrach, Elta und Schmeie. Der prägendste Landschaftsteil im Naturraum ist das canyonartige Durchbruchstal der Oberen Donau durch das Albmassiv im Nordosten. Der gesamte Naturraum ist stark bewaldet, in den Talsohlen herrscht Grünlandwirtschaft vor.
Ortschaften im Naturraum Die Siedlungsstruktur ist geprägt von kleinen Landstädten und ehemaligen Herrschaftssitzen, auf den Erhebungen sind zahlreiche Burgen und Burgruinen vorhanden. Größere Städte haben sich, abgesehen von Tuttlingen, durch die topographischen Gegebenheiten nicht entwickelt. Die Siedlungsstruktur spiegelt die frühere Bedeutung des oberen Donautals als Handelsweg wider.
Von Südwesten beginnend liegen folgende Ortschaften im Naturraum: Blumberg samt den Ortsteilen Riedböhringen, Hondingen und Riedöschingen Geisingen samt den Ortsteilen Gutmadingen, Aulfingen und Kirchen-Hausen Immendingen samt den Ortsteilen Hintschingen, Ippingen und Zimmern Tuttlingen samt den Ortsteilen Eßlingen, Möhringen und Nendingen Wurmlingen Rietheim-Weilheim Dürbheim Mühlheim an der Donau samt Stadtteil Stetten an der Donau Fridingen an der Donau Beuron samt Ortsteilen Hausen im Tal und Thiergarten Die Sigmaringer Ortsteile Gutenstein, Unterschmeien und Oberschmeien Storzingen Straßberg samt Ortsteil Kaiseringen Inzigkofen
Naturräumliche Gliederung
Die genaue Abgrenzung von Baaralb, Hegaualb und Donautal nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands differiert zwischen Blatt 178 Sigmaringen (1959) und Blatt 186 Konstanz (1964), die Aufstellung zeigt die Aufteilung nach dem Blatt Sigmaringen, da auch die LUBW in ihren Naturraumsteckbriefen diese Systematik verwendet.
Die dreistellig nummerierte Haupteinheit teilt sich in folgende Untereinheiten (Nachkommastellen) auf:
09 (=D60) Schwäbische Alb 092 Baaralb und Oberes Donautal 092.0/1 Baaralb (unterschiedliche Zahlenschlüssel, Feingliederung siehe dort) 092.3 Oberes Donautal (zwischen Tuttlingen und Inzigkofen) (=0912.1) 092.30 Tuttlinger Donautalweitung (=0912.10) 092.31 Oberes Donautal (= Donaudurchbruch bei Beuron) 092.32 Schmeiental
Schutzgebiete Das Obere Donautal hat eine besondere Bedeutung für den Naturschutz. Im Naturraum wurden bisher 24 Naturschutzgebiete mit insgesamt 12,72 km² Fläche ausgewiesen. Das entspricht etwa 3,3 % der Naturraumfläche. Die größten Naturschutzgebiete sind Albtrauf Baar, Stiegelesfels-Oberes Donautal und Buchhalde-Oberes Donautal.
Daneben haben insgesamt 9 FFH-Gebiete Teilflächen im Naturraum. Mit 103 km³ umfassen diese über 26 % des Naturraums. Zudem haben drei europäische Vogelschutzgebiete mit rund 118 km² Anteil am Naturraum, was rund 30 % der Fläche entspricht.
Der Naturpark Obere Donau umfasst bis auf wenige Randbereiche fast den gesamten Naturraum, wobei im Südwesten auch der Naturpark Südschwarzwald in den Naturraum hineinreicht.
Im landesweiten Vergleich ist die Schutzgebietsdichte damit sehr hoch.
Einzelnachweise
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