Mintowo () ist eine verwaiste Ortsstelle in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zum Gebiet der Gmina Srokowo (Landgemeinde Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
Geographische Lage Mintowo liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südöstlich der einstigen Kreisstadt Gerdauen (heute ) bzw. 22 Kilometer nördlich der jetzigen Kreismetropole Kętrzyn ().
Geschichte Das einstige Mintwiese wurde um 1437 gegründet und bestand in seinem Ursprung aus einem kleinen Gehöft.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Mintwiese Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Mintwiese in den neu errichteten Amtsbezirk Bajohren (1938 bis 1945: Amtsbezirk Großblankenfelde, heute ) im ostpreußischen Kreis Gerdauen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Bajohren/Großblankenfelde 1905 zählte der Gutsbezirk 78 Einwohner in sechs Wohnhäusern.Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1907, S. 56/57.
Am 30. September 1928 gab der Gutsbezirk Mintwiese seine Eigenständigkeit auf und wurde in die benachbarte Landgemeinde Löcknick (polnisch Łęknica) eingemeindet.
In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt. Das betraf auch Mintwiese, das nun die polnische Namensform „Mintowo“ erhielt. Bei dem Ort handelt es sich heute um eine „Opuszczona osada“ („verlassene Siedlung“). Sie liegt im Bereich der Landgemeinde Srokowo (Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Mintwiese in die evangelische Kirche AssaunenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 457 bzw. in die Kirche Molthainen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die katholische Kirche St. Bruno Insterburg (heute ) eingepfarrt.
Heute gehört Mintowo katholischerseits zur Pfarrei Asuny im Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirche Srokowo, einer Filialkirche der Johanneskirche Kętrzyn innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Die verlassene Ortsstelle von Mintowo ist nur auf einem unwegsamen Landweg von Skandławki (Skandlack) aus zu erreichen.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Srokowo