Lipprandis, eine ehemalige Landgemeinde, ist heute ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Glauchau im sächsischen Landkreis Zwickau. Die ehemalige Gemeinde wurde am 19. Mai 1974 in die Stadt Glauchau eingemeindet. Heute gehört Lipprandis zur Glauchauer Ortschaft Jerisau/Lipprandis, welche zusammen 627 Einwohner (Stand: Dezember 2025) hat.Zahlen und Fakten. In: Webauftritt der Stadt Glauchau Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geografie Geografische Lage und Verkehr Lipprandis liegt im Norden der Stadt Glauchau direkt südlich der Bundesautobahn 4.
Nachbarorte
Geschichte Lipprandis wurde im Jahr 1308 als „Luprandis“ erwähnt. Der Ort gehörte ursprünglich zum Besitz des Klosters Remse, welches im Jahre 1533 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. Bezüglich der Grundherrschaft war der Ort zweigeteilt. Der eine Teil gehörte als Amtsdorf zur schönburgischen Rezess-Herrschaft Glauchau, Amt Forderglauchau.Handbuch der Geographie, S. 491Lipprandis im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 897Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 92f. Der andere Teil von Lipprandis gehörte als Amtsdorf zur schönburgischen Lehns-Herrschaft Remse, welche nach Auflösung des Klosters Remse im Jahr 1533 entstand und seit 1543 den Herren von Schönburg unter wettinischer Oberhoheit gehörte.Lipprandis im „Handbuch der Geographie“, S. 233Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, S. 82f.
Im Rahmen der administrativen Neugliederung des Königreichs Sachsens wurde der Remser Anteil von Lipprandis als Teil der schönburgischen Lehnsherrschaft Remse im Jahr 1835 der Kreisdirektion Zwickau unterstellt. Die Lehnsherrschaft Remse mit ihren Orten wurde seitdem administrativ durch das königlich-sächsische Amt Zwickau verwaltet.Beschreibung des Bezirks der Kreisdirektion Zwickau ab S. 192 Ab 1856 gehörte der Remser Anteil von Lipprandis zum Gerichtsamt Remse und ab 1875 zunächst zur Amtshauptmannschaft Zwickau. Nachdem auf dem Gebiet der Rezessherrschaften Schönburg im Jahr 1878 eine Verwaltungsreform durchgeführt wurde, kam der gesamte Ort Lipprandis im Jahr 1880 zur neu gegründeten sächsischen Amtshauptmannschaft Glauchau.
Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Lipprandis im Jahr 1952 zum Kreis Glauchau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt). Am 19. Mai 1974 erfolgte die Eingemeindung von Lipprandis nach Glauchau. Als Ortsteil der Stadt Glauchau kam Lipprandis im Jahr 1990 zum sächsischen Landkreis Glauchau, der 1994 im Landkreis Chemnitzer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging. Lipprandis gehört heute zur Ortschaft Jerisau/Lipprandis der Großen Kreisstadt Glauchau.
Weblinks
Ortschaft Jerisau/Lipprandis In: Webauftritt der Stadt Glauchau.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Zwickau Kategorie:Geographie (Glauchau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau)