mini|Zentraler Tempelkomplex mini|Plan des Tempels (s. Text) mini|Mandala, 13. Jh.

Der Tsubosaka-dera (), formal Minamihokke-ji (), mit dem Bergnamen Tsubosaka-san () ist ein Tempel eines Zweigs der Shingon-Richtung des Buddhismus. Der Tempel befindet sich in Takatori im Landkreis Takaichi (Präfektur Nara), Japan, unterhalb des Tsubosaka-Berges. Er ist in der traditionellen Zählung der 6. Tempel des Saigoku-Pilgerwegs.

Geschichte Der Überlieferung kam Priester Benki () im Jahr Daihō 3 (703) auf seiner Pilgerfahrt durch die Gegend, fand am Berg Tsubosaka Bergkristalle, die er liebte, und schnitzte aus Dankbarkeit eine Kannon-Figur. Damit begann die Entwicklung der Stätte zu diesem Tempel.

Die Anlage Man betritt die Tempelanlage am Fuße der Anhöhe durch das Tempeltor (; 1 im Plan) aus dem Jahr 1212, das hier als Niō-Tor (), also durch ein Tor mit den beiden Tempelwächtern rechts und links von Durchgang, ausgeführt ist. Dann steigt man eine lange Treppe hoch zur inneren Anlage, die auf einem felsigen Plateau errichtet wurde. Dort steht eine Dreistöckige Pagode (; 4) und die „Anbetungshalle“ (; 2), an der sich die Haupthalle (; 3), hier achteckig ausgeführt, anschließt. Die Anbetungshalle und die Pagode sind als Wichtiges Kulturgut Japans registriert.

Etwas unterhalb befindet sich eine im alten Stil errichtete Schatzpagode (; 5) aus dem Jahr 2003 und die „Halle des Blickes der Barmherzigkeit“ (; 8).

Weiter gibt es in der weiträumigen Anlage die „Amida-Halle“ (), den „Benten-Pavillon“ (), den „Gongen-Pavillon“ (), den Glockenturm (), eine Versammlungshalle () und weitere Gebäude.

In dem indisch gestalteten Schatzhaus (; 6) ist das alte Wort für Indien. sind u. a. folgende Figuren aus Stein zu sehen: eine große Kannon aus Indien () ein großer, im Sterben liegender Buddha aus Indien () ein großer Shaka Nyorai aus Indien () In der Nähe steht der Shaka Nyorai als vergrößerte Kopie (7) aus dem Jahr 2007. Er hat eine Höhe von 10 m und sitzt auf einem Sockel von 5 m Höhe.

Auf der durch die Präfekturstraße 119 getrennten Anhöhe steht eine große steinerne Kannon-Figur (A), die 1983 aufgestellt wurde. Sie ist mit einer Höhe von 20 m und einem Gewicht von 1200 Tonnen eine vergrößerte Kopie der Kannon im indischen Schatzhaus. Unten auf einem Platz sieht man in Stein ausgeführt den Sterbenden Buddha (9), 8 m lang, ebenfalls eine vergrößerte Kopie, diese aus dem Jahr 1999. Unterhalb dieses Tempelbereiches befindet sich ein neuangelegter Friedhof (F).

Tempelschätze Zu den Tempelschätzen gehören die als Wichtiges Kulturgut Japans ausgezeichneten Objekte, eine Ziegelplatte mit Phönix-Muster () aus der frühen Nara-Zeit und eine farbige Mandala auf Seide () mit den Maßen 107 × 83,8 cm aus der Kamakura-Zeit.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Nara-ken kotogakko-kyoka token kenkyu-kyokai rekishi bukai (Hrsg.): Tsubosaka-dera. In: Nara-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2010. ISBN 978-4-634-24829-8. S. 73, 74.

Weblinks

Website des Tempels

Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Nara Kategorie:Erbaut in den 700er Jahren Kategorie:Takatori (Nara)