Die Liste von Zwischenfällen mit der Bristol 170 zeigt eine Übersicht über Zwischenfälle mit Todesfolge oder Totalschaden von Flugzeugen des Typs Bristol 170.

Zwischen 1946 und dem letzten Flug im Jahr 2004 kam es zu 70 Totalverlusten von Bristol 170; davon waren 63 Unfälle. Dabei kamen 416 Menschen ums Leben.Unfallstatistik Bristol 170, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 1. Juni 2023. Vollständige Liste:

1940er-Jahre Am 4. Juli 1946 musste eine fabrikneue Bristol 170 Mk.IIA Wayfarer der Bristol Aeroplane Company, vorgesehen für die brasilianische REAL Transportes Aéreos (Luftfahrzeugkennzeichen PP-YPF/G-AHJB), auf dem Überführungsflug zwischen Bathurst (heute Banjul) und Natal im Atlantik 200 Kilometer östlich von Aracaju (Brasilien) notgewassert werden. Man konnte ein Funkfeuer nicht orten und der Treibstoff war ausgegangen. Es war die erste Passagierversion der Bristol 170. Alle fünf Besatzungsmitglieder überlebten. Dies war der erste Totalschaden mit einer Bristol 170.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2, S. 146 und 194.

Am 16. Oktober 1947 meldete die Flugbesatzung einer Bristol 170 Freighter Mk. I der Transports Aériens Intercontinentaux (TAI) (F-BCJN) auf dem Flug von Marseille nach Oran, dass sie ein Triebwerk hatte abstellen müssen. Die Maschine verunglückte im Mittelmeer querab von Cartagena, Spanien. Von den 43 Insassen konnten nur der Navigator und ein Passagier gerettet werden, die anderen 41 kamen ums Leben.Air-Britain Archive: Casualty compendium part 46 (englisch), September 1992, S. 83.Unfallbericht Bristol 170 F-BCJN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2017.

Am 18. November 1947 wurde eine Bristol 170 Mk XI der schwedischen Charterfluggesellschaft Trafik-Turist-Transportflyg (SE-BNG) in den Berg Santa Maria del Monte geflogen (CFIT, Controlled flight into terrain). Auf dem Weg von Äthiopien nach Schweden flog die Maschine auf der Teilstrecke von Catania zum Flughafen Rom-Ciampino in die Berge. Von den 25 Insassen wurden 21 getötet.Vestkusten, 27 november 1947 (schwedisch), abgerufen am 29. März 2017.Svenskt Flyghistoriskt Forum (schwedisch), abgerufen am 29. März 2017.Unfallbericht Bristol 170 SE-BNG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. August 2019.

Am 23. November 1947 verunglückte eine Bristol 170 Freighter Mk. IA der britischen Herstellerfirma Bristol Aeroplane Company (G-AIMC) bei der Landung auf dem Flugplatz Wau (Niederländisch-Indien, heute Papua-Neuguinea). Die Maschine landete bergauf auf der schrägen Landebahn von Wau. Am Ende der Landebahn versagte das Bremsseil, wodurch das Flugzeug rückwärts lief und in einem Graben landete. Es wurde irreparabel beschädigt. Alle 5 Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Vorführflug, überlebten den Unfall.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 25. Januar 1948 verunglückte eine Bristol 170 Mk.21E der französischen Société Indochinoise de Transport Aériens (SITA) (F-BCJA) im Mittelmeer nahe Zypern auf einem Überführungsflug nach Indochina. Alle 5 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.Unfallbericht Bristol 170 F-BCJA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.

Am 11. April 1948 flog eine Bristol 170 Mk.21 der Compagnie Air Transport (F-BENG) nach dem Start vom Flughafen Gibraltar zu einem Frachtflug nach Casablanca bei Algeciras in die Berge. Die Piloten hatten die vorgeschriebene Linkskurve unmittelbar nach dem Start nicht ausgeführt, sondern waren immer weiter geradeaus geflogen, bis sie in rund 800 Metern Höhe mit dem Gelände kollidierten. Alle drei Besatzungsmitglieder wurden getötet.Unfallbericht Bristol 170 F-BENG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. September 2017.King 2011, S. 221.

Am 6. Mai 1949 brach an einer Bristol 170 Mk.31 des Herstellers Bristol Aeroplane Company (G-AIFF) während eines Testflugs offensichtlich ein Teil einer Tragfläche ab. Die Maschine stürzte 26 Kilometer von der Isle of Portland entfernt in den Ärmelkanal. Alle 7 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.Unfallbericht Bristol 170 G-AIFF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.

Am 6. August 1949 verunglückte eine Bristol 170 Freighter Mk. 21 der Shell Company of Ecuador (HC-SBU) in der Nähe des Salasaca Hill (Ecuador). Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Alle 34 Insassen, drei Besatzungsmitglieder und 31 Passagiere, kamen ums Leben.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 31. August 1949 fiel an einer Bristol 170 Freighter Mk. IA der Fuerza Aérea Argentina (T-39) ein Triebwerk aus. Bei der Notlandung auf der Ruta Nacional 7 nahe dem Militärflugplatz Buenos Aires-Moron (Argentinien) kollidierten beide Tragflächen mit Gebäuden. Das Flugzeug blieb auf dem Rücken liegen und wurde irreparabel beschädigt. Alle vier Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 25. Oktober 1949 musste mit einer Bristol 170 Freighter Mk. IA der Fuerza Aérea Argentina (T-28) aufgrund mechanischer Probleme bei Bolson de Burruyacú (Argentinien) eine Notlandung durchgeführt werden. Dabei prallte die Maschine gegen einen Baum und schlug auf abschüssigem Gelände auf. Von den neun Insassen kamen 6 ums Leben, je 3 Besatzungsmitglieder und Passagiere. Das Flugzeug wurde zerstört.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 24. November 1949 überrollte eine Bristol 170 Freighter Mk.21E der spanischen Fluggesellschaft Aviaco (EC-ADK) das Landebahnende auf dem Flughafen Mahon-Menorca (San Luis) und wurde irreparabel beschädigt. Alle 26 Insassen, 22 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder überlebten.Unfallbericht Bristol 170 EC-ADK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 11. Dezember 2018.

1950er-Jahre Am 10. März 1950 verunglückte eine Bristol 170 Mk.21 der französischen Société Indochinoise de Transport Aériens (SITA) (Luftfahrzeugkennzeichen F-BECR) in Südvietnam auf einem Frachtflug vom Flughafen Phu Bai in Huế zum Flughafen Da Nang. Alle 3 Besatzungsmitglieder und der einzige Passagier wurden getötet.Unfallbericht Bristol 170 F-BECR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.

Am 21. März 1950 geriet eine Bristol 170 Mk.21 des Herstellers Bristol Aeroplane Company (G-AHJJ) auf einem Testflug ins Trudeln und stürzte etwa 60 Kilometer westlich des Werksflugplatzes Bristol Filton in der Nähe von Cowbridge ab. Die Maschine befand sich auf dem zweiten Testflug nach ihrem Umbau von der Version Mk.IIA zur Mk.21. Alle 4 Insassen kamen um.Unfallbericht Bristol 170 G-AHJJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. August 2019.

Am 8. April 1950 wurde eine Bristol 170 Freighter Mk. 21 der Pakistan Air Force (Kennzeichen unbekannt) bei schlechten Wetterbedingungen nahe Suberi, Rajastan (Pakistan) gegen einen Berg geflogen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 16 Insassen getötet, drei Besatzungsmitglieder und 13 Passagiere.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 29. Juli 1950 stürzte eine Bristol 170 Mk.21 der Compagnie Air Transport (F-BENF) auf dem Flug vom Flughafen Algier nach Gao (Mali) bei Tanezrouft (Mali) ab. Als mögliche Ursachen werden eine Explosion im Treibstofftank der rechten Tragfläche oder deren Bruch durch Materialermüdung der dort verwendeten Nieten angenommen. Alle 4 Besatzungsmitglieder und 22 Passagiere wurden getötet.Unfallbericht Bristol 170 F-BENF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. September 2017.King 2011, S. 196.

Am 27. Juli 1951 wurde eine Bristol 170 Freighter 21E der West African Airways Corporation (VR-NAX) bei einem Unfall während des Anflugs auf den Flughafen Kaduna irreparabel beschädigt. Grund war Treibstoffmangel. Keiner der Insassen kam ums Leben.Unfallbericht Bristol 170 VR-NAX, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. August 2017.

Am 18. September 1951 stürzte eine Bristol 170 Freighter Mk. IA der Fuerza Aérea Argentina (T-37) auf einem nächtlichen Übungsflug 2 Kilometer von Rafael Castillo (La Matanza) (Argentinien) entfernt ab. Die Maschine war auf dem 5 Kilometer entfernten Militärflugplatz Buenos Aires-Moron gestartet. Alle 4 Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Trainingsflug, kamen ums Leben.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 24. November 1951 wurde eine Bristol 170 Freighter Mk. 21E der Pakistan Air Force (G780) etwa 25 Kilometer nördlich von Fethiye (Türkei) gegen einen Berg geflogen. Die Maschine befand sich auf einem Flug von Athen nach Zypern. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 7 Insassen getötet.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 26. August 1952 stürzte eine Bristol 170 Freighter Mk. 21P der Pakistan Air Force (G783) kurz nach dem Start vom Flugplatz Khewra (Pakistan) ab. Es war zu einem Strömungsabriss gekommen. Alle 18 Insassen, zwei Besatzungsmitglieder und 16 Passagiere, kamen ums Leben.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 25. September 1952 verunglückte eine Bristol 170 Freighter Mk. 21P der Pakistan Air Force (G799) nahe dem Flughafen Lahore-Walton (Pakistan). Beide Piloten, die einzigen Insassen, kamen ums Leben.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 19. Januar 1953 ging auf einer Bristol 170 Mk.21 der Silver City Airways (G-AICM) der Treibstoff aus. Da eine Landung auf dem Zielflughafen Berlin-Tempelhof wegen Nebels nicht möglich war, kam es zur Bruchlandung in der Nähe. Beide Piloten überlebten den Totalschaden, der auf Grund mangelnder Treibstoffreserven zustande kam.Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 377.Unfallbericht Bristol 170 G-AICM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. August 2019.

Am 27. Mai 1953 wurde eine Bristol 170 Freighter Mk. 31M der Royal New Zealand Air Force (RNZAF) (NZ5908) 11 Kilometer südsüdöstlich des Flughafens Blenheim-Woodbourne (Neuseeland) im Taylors Pass in den Boden geflogen. Der Passagier, Oberst R. Webb, flog die Maschine vom linken Sitz aus, obwohl er für diesen Flugzeugtyp überhaupt nicht qualifiziert war. Der Kommandant der Maschine saß rechts auf dem Sitz des Ersten Offiziers. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 5 Insassen getötet, vier Besatzungsmitglieder und der einzige Passagier.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Im August 1953 (genaues Datum unbekannt) verunglückte eine Bristol 170 Freighter Mk. IA der Fuerza Aérea Argentina (T-41) an einem unbekannten Ort in Argentinien. Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Über Personenschäden ist nichts bekannt.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.

Am 11. November 1953 verunglückte eine Bristol 170 Freighter Mk. 21P der Pakistan Air Force (G809) auf einem Trainingsflug nahe dem Flughafen Karachi (Pakistan). Beide Piloten, die einzigen Insassen auf dem Trainingsflug, kamen ums Leben.Derek A. King: The Bristol 170. Air-Britain (Historians), Staplefield, 2011, ISBN 978 0 85130 405 2.