mini|Luna Jordan (2019) Luna Jordan (* November 2000 in Berlin; † 13. Mai 2026 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch ihre Rollen im Fernsehen wie dem Bergdoktor und dem Tatort. Daneben trat sie am Theater auf. 2022 wurde Jordan als beste Nebendarstellerin beim Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.
Leben Luna Jordan wurde 2000 in Berlin geboren. Sie war die Tochter der österreichischen Schauspielerin Bettina Ratschew.
Bereits in jungen Jahren spielte sie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, unter anderem 2013 im Kurzfilm Die Zwangsräumung an der Seite von Uwe Preuss. Mit 17 Jahren begann Jordan, regelmäßig in Fernseh- und Kinoproduktionen mitzuwirken: 2017 spielte sie die Sarah Pichler in der Folge Zwiespalt der Fernsehserie Der Bergdoktor im ZDF. Ihre erste Hauptrolle verkörperte sie 2018 als militante Umweltschützerin Marie Bacher im ZDF-Krimi Kommissarin Lucas – Tote Erde.
In der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs“ berichtet Jordan neben anderen Kinderstars über ihre frühen Erfahrungen im Filmgeschäft.
2019 trat Jordan dem Jugendensemble des Deutschen Theaters in Berlin bei, das Debütstück hieß Verirrten sich im Wald von Robert Lehniger. Im selben Jahr folgten Dreharbeiten für die Episodenhauptrolle der SOKO-Donau-Folge Graues Leben vom ZDF/ORF und die Hauptrolle der Samira Spahic in dem Kinofilm Fuchs im Bau von Arman T. Riahi an der Seite von Sibel Kekilli, Maria Hofstätter, Andreas Lust und Aleksandar Petrović. 2020 war sie in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in der Produktion Die Räuber zu sehen.
Unter anderem zählte Jordan 2020 als Steffi zum Hauptcast der Adventure-Serie Wild Republic von MagentaTV. In der achtteiligen Serie führten Markus Goller und Lennart Ruff Regie. Es folgten weitere Kino- und Fernsehproduktionen.
Der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm von Luna Jordan und Frida Lindenau, Furor, lief 2021 im Wettbewerb des Deutschen Jugendfilmpreises und auf der Diagonale. Jordan schrieb das Drehbuch, das im Magazin An.schläge als „Plädoyer für das Ausleben weiblicher Wut“ bezeichnet wurde.
Bei der Preisverleihung des Österreichischen Filmpreises 2022, bei der Jordan als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde, thematisierte sie in ihrer Dankesrede sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch im Theater- und Filmbetrieb. Sie erklärte: Ihre Rede richtete sich einerseits konkret an einen bei der Preisverleihung anwesenden Filmemacher, dem sie Machtmissbrauch vorwarf, andererseits appellierte sie an andere Betroffene, „das Schweigen zu brechen“.
Jordan lebte zuletzt in Berlin und Wien. Sie starb am 13. Mai 2026 im Alter von 25 Jahren plötzlich und unerwartet, wie ihre Familie am 18. Mai 2026 über ihre Agentur mitteilte. Zum Zeitpunkt ihres Todes hatte Jordan an der Serie Hamburg Days über die frühen Jahre der Beatles in Hamburg gedreht, in der sie die Fotografin Astrid Kirchherr darstellen sollte. Die Dreharbeiten wurden zeitweise unterbrochen und schließlich übernahm Lea Drinda die Rolle.
Filmografie Als Schauspielerin:
Als Filmemacherin/Drehbuchautorin: 2021: Furor
Auszeichnungen 2021: Nominierung Max Ophüls Preis, Kategorie: „Beste Nachwuchsschauspielerin“ 2021: Nominierung Romy, Kategorie: „Beliebtester Nachwuchs weiblich“ 2022: Österreichischer Filmpreis, Kategorie: „Beste weibliche Nebenrolle“ (für ihre Rolle in Fuchs im Bau) 2023: Nominierung Braunschweiger Filmpreis, Kategorie: „Beste:r deutschsprachige:r Nachwuchsschauspieler:in“ (für ihre Rolle in Dead Girls Dancing) 2023: Nominierung Förderpreis Neues Deutsches Kino, Kategorie: „Beste schauspielerische Leistung“ (für ihre Rolle in Dead Girls Dancing)Jochen Müller: Nominierungen für Förderpreis Neues Deutsches Kino stehen fest. In: Blickpunkt:Film, 7. Juni 2023.
Weblinks
Luna Jordan bei der Agentur Players
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 2000 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Frau