mini|Gemeinde Rögling mini|Rögling nach der Dorferneuerung

Rögling ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie Lage Rögling liegt in der Planungsregion Augsburg im Norden des Landkreises Donau-Ries. Nördlich liegt das Röglinger Tal.

Gemeindegliederung Außer dem Pfarrdorf Rögling gibt es keine weiteren Gemeindeteile.

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Rögling. Sie hat eine Fläche von 10,736 km² und ist in 926 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11593,87 m² haben.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Rögling gehörte seit 1505 zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Graisbac. Im Jahre 1550 lebten im Ort 300 Personen, nach Abzug der Schweden 1638 blieben noch neun Menschen – dem Hungertod nahe – übrig. Seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Die Entwicklung des Ortes ist durch das Nadlerhandwerk geprägt, welches den Ort zur Blüte führte. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Röglinger Nadeln weltweit verkauft.Annett Haberlah-Pohl: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Nördlingen 2008 Noch im Jahr 1805 zählte man in Rögling über 100 Nadlermeister; in der Folgezeit aber starb dieses Handwerk infolge technischer Neuentwicklungen rasch aus. Neue Arbeitsplätze gab es in den nahe gelegenen Solnhofener Lithographiesteinbrüchen.

In den Jahren von 1964 bis 1972 wurden die Wasserversorgung und Kanalisation angelegt sowie eine Flurbereinigung durchgeführt.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 681 auf 653 um 28 Einwohner bzw. um 4,1 %. 1961: 682 Einwohner 1970: 714 Einwohner 1987: 676 Einwohner 1991: 682 Einwohner 1995: 694 Einwohner 2000: 696 Einwohner 2005: 657 Einwohner 2010: 643 Einwohner 2015: 637 Einwohner

Politik Bürgermeister und Gemeinderat Zum Ersten Bürgermeister wurde am 8. März 2026 Jürgen Böswald (Bürgergemeinschaft/Arbeitereinigkeit) mit 84,1 % der Stimmen gewählt. Er war einziger Bewerber, seine Amtszeit begann am 1. Mai 2026.

Vorgänger waren von Mai 2008 bis April 2020 Maria Mittl (Bürgergemeinschaft/Arbeitereinigkeit) und von Mai 2020 bis April 2026 Isidor Auernhammer (Arbeitereinigkeit).

Da nur die „Bürgergemeinschaft / Arbeitereinigkeit Rögling“ einen Wahlvorschlag einreichte, besetzt sie wie schon 2020 bis 2026 auch für Mai 2026 bis April 2032 gemäß Mehrheitswahl alle acht Gemeinderats-Sitze.

Wappen

Bau- und Bodendenkmäler

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2017 rund 484.000 €, davon waren 73.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen. Haupteinnahmequelle war der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 356.000 €.

2017 gab es nach der amtlichen Statistik im Ort 39 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 281, so dass die Zahl der Auspendler um 242 höher war als die der Einpendler. Arbeitslos waren 6 Einwohner.

2016 bestanden nur noch 6 landwirtschaftliche Betriebe (1999: 14). Im gleichen Jahr betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 322 ha, davon waren 209 ha Ackerfläche und 113 ha Dauergrünfläche.

Bildung Im Jahre 2018 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 30 Plätzen und 28 Kindern, davon 2 unter drei Jahren.

Persönlichkeiten Alfred Böswald (1931–2018), Historiker, Kommunalpolitiker und Oberbürgermeister Marco Schuster (* 1995), Fußballspieler

Literatur Annett Haberlah-Pohl, Wolfgang Wüst: Die Geschichte des Nadlerdorfes Rögling. Herausgeg. von der Gemeinde Rögling. Beck, Nördlingen 2008

Weblinks

Gde. Rögling

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ehemaliger Markt in Bayern Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries