Mikroabenteuer kommt aus dem englischen . Geprägt wurde der Begriff von dem britischen Abenteurer und Schriftsteller Alastair Humphreys. Humphreys definiert den Begriff als Abenteuer, die jeder im Alltag und in seiner Umgebung erleben kann, als Outdoor-Erlebnis vor der eigenen Haustür, wortwörtlich als „Adventures that are close to home“.
Ursprüngliche Idee Eine Nacht im Zelt zu verbringen, am Bach, am Waldrand, im eigenen Garten, am Balkon, auf der Terrasse, im Baumhaus ist eigentlich nichts Neues. Alastair Humphreys entwickelte daraus in seinem 2014 erschienenen Buch „Microadventures“ eine Lebensstilidee und propagierte diese Art von kleinem Outdoorabenteuer und erläuterte, auf welche Art und Weise sich dieses kurzzeitige Ausbrechen aus dem Alltag realisieren lässt. In einem Interview mit dem GEO-Magazin beschreibt er es so:
Die The New York Times beschreibt Microadventure als „“, was soviel heißt wie „kurze spontane Aufenthalte vor der eigenen Haustür, indem man zum Beispiel ein Zelt am nahgelegenen Waldrand aufschlägt, die Stadt bei Mondlicht erlebt oder die Nacht mit der eigenen Familie im eigenen Garten verbringt“. Humphreys hat hierzu die Regel 5-to-9-Microadventures erfunden, nach Feierabend um 17 Uhr Start ins Mikroabenteuer, am nächsten Morgen um 9 Uhr wieder zurück in den Alltag.
Weiterentwickelte Variante (Deutschland) In Deutschland hat sich eine etwas umfassendere Form und Philosophie von Mikroabenteuer entwickelt. Es entstanden etliche organisierte Gruppen, die die Mikroabenteueridee in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Gruppen propagieren, unter anderem speziell für Kinder. Selbst Radio, Fernsehen und Zeitungen haben das Thema aufgegriffen und berichten über die vielfältigen Möglichkeiten von Mikroabenteuern in Ballungsräumen.
Neben Tipps werden auch Hinweise zu Verboten thematisiert wie Wildzelten (ohne Zelt bzw. auf Trekkingplätzen erlaubt) und offenes Feuer in der Nähe von Wald (100 Meter Abstand).
Falls bei einem Mikroabenteuer ein Ausflug in die Natur unternommen wird und sich dabei bewegt, kann krankmachender Stress reduziert werden. Laut Krankenkasse nimmt die emotionale Stabilität zu und das Aggressionslevel sowie Wut oder Angst ab, so dass eine Empfehlung für solche Aktivitäten ausgesprochen wird.
Literatur
Christo Foerster: Mikroabenteuer: Das Praxisbuch. 2. Auflage. Harper Collins, Hamburg 2020, ISBN 978-3-95967-404-1. Ingrid Ickler: Fernweh Micro-Abenteuer für zu Hause, 50 inspirierende Impulse für den Alltag, Ideal für unterwegs. Moses Verlag, Kempen 2021, ISBN 978-3-96455-166-5. Neil Stevens: Mikroabenteuer Deutschland - 150 geniale Mikroabenteuer direkt vor der Haustür: Gönnen Sie sich eine Auszeit fernab vom Alltag und tauchen Sie in eine Welt voller Spaß und unvergesslicher Momente ein. Pegoa Global Media, Hamburg 2023, ISBN 978-3-98937-045-6.
Einzelnachweise
Kategorie:Freizeit