Der Chaco-Sperlingskauz (Glaucidium tucumanum) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae).Chaco-Sperlingskauz, in Avibase - Die Weltvogel-Datenbank
Diese Art wird teilweise als Unterart des Brasilzwergkauzes angesehen und dann als Glaucidium brasilianum pallensF. Weick: Owls (Strigiformes): Annotated and Illustrated Checklist, Springer, 2006, S. 171–172, ISBN 978-3-540-35234-1 oder Glaucidium brasilianum tucumanum bezeichnet.Cornell Lab of Ornithology Update 2008, S. 171IOC World Bird List Owls
Als eigene Art wurde dieser Sperlingskauz vom Brasilzwergkauz aufgrund von Unterschieden in Genetik, Größe und Ruf abgetrennt durch P. Heidrich und Mitarbeiter.P. Heidrich, C. König und M. Wink: Bioakustik, Taxonomie und molekulare Systematik amerikanischer Sperlingskäuz (Strigidae: Glaucidium spp.). In: Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde, 1995, Ser. A, 534: 1-47.C. König, F. Weick, J,-H. Becking: Owls A Guide to the Owls of the World. 1999, Pica Press, S. 354–355. ISBN 1-873403-74-7C. König und F. Weick: Owls: A Guide to the Owls of the World (Second Edition). Yale University Press., 2008
Diese Abtrennung wurde vom South American Classification Committee (SACC), einem Ausschuss der American Ornithological Society nicht akzeptiert.SACCH. Mikkola: Owls of the World - A Photographic Guide. 2. Auflage, Bloomsbury, 2013. ISBN 978-1-4729-0593-2
Der entsprechende Vorschlag auf Anerkennung als abzutrennende Art wurde abgelehnt.Proposal (773) to South American Classification Committee Split Glaucidium tucumanum from G. brasilianum.
Von den meisten Taxonomien wird – Stand 2026 – die Art nicht als eigenständig, sondern als Unterart des Brasilzwergkauzes (Glaucidium brasilianum) angesehen und als Claucidum brasilianum tucumanum bezeichnet.AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025World Bird List 15.2 OwlsJ. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026
Die Art kommt in Südamerika in Argentinien südlich der Provinz Tucumán und in der nördlichen Hälfte der Provinz Córdoba, in Bolivien in der Gran Chaco Region und in Paraguay vor.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst trockene und halbtrockene (dornen)buschbestandene Lebensräume von 500 bis 1800 m Höhe.Aves PampaHandbook of the Birds of the World
Beschreibung Der Chaco-Sperlingskauz ist eine sehr kleine Eule, 14 bis 18 cm groß, das Männchen wiegt zwischen 52 und 56, das Weibchen etwa 60 g. Er ist dunkelgrau bis graubraun mit hellen „Augenbrauen“ ohne sichtbare Federohren, hellem Gesicht, breiter, gelber Iris und weißen breiten Streifen an Brust und Bauch.OwlpagesM. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0
Stimme Der Ruf des Männchens wird als Reihe von zahlreichen gleichmäßigen Tönen beschrieben.
Geografische Variation Avibase unterscheidet folgende Unterarten: Glaucidium tucumanum tucumanum , 1922Frank Michler Chapman (1922), S. 5–6., Nominatform, Salta und Tucumánregion bis Córdobaprovinz Glaucidium tucumanum pallens , 1938Pierce Brodkorb (1938), S. 3., Chacoregion, Westen Paraguays und Norden Argentiniens
Lebensweise Die Nahrung besteht aus kleinen Vögeln, Säugetieren und Reptilien.
Die Brutzeit ist nicht bekannt.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Chaco-Sperlingskauzes erfolgte 1922 durch Frank Michler Chapman unter dem wissenschaftlichen Namen Glaucidium brasilianum tucumanum. Das Typusexemplar wurde nahe von Rosario de Lermas gesammelt. Bereits 1832 führte Friedrich Boie die für die Wissenschaft neue Gattung Glaucidium ein.Friedrich Boie (1832), S. 970.Boie kategorisierte den Australzwergkauz (Glaucidium nana (, 1827)) und den Sperlingskauz (Glaucidium passerinum (, 1758)) in die neue Gattung. Dieser Name leitet sich von γλαυξ (glaux) für Eule ab. Der eigentliche Name ist die Diminutivform und bedeutet deshalb kleine Eule.Glaucidium The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname tucumanum bezieht sich auf die Provinz Tucumán. Pallens hat seinen Ursprung in .pallens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann führte die Unterart G. t. pallens in seinem Werk Die Vögel von Paraguay noch als Glaucidium brasilianum brasilianum, obwohl er in den Paraguay Bälgen Strix ferox , 1817Louis Pierre Vieillot (1817), S. 22. vermutete.
Gefährdungssituation Der Chaco-Sperlingskauz gilt als nicht gefährdet (least concern).
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
Weblinks
Kategorie:Sperlingskäuze