George Eugéne Otto, signierte stets als G. Otto, (* 6. September 1868 in Paris; † 17. Mai 1939 in BerlinLebensdaten nach AKL online, abgerufen über degruyter.com am 5. August 2019StA Schöneberg von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 1698/1939) war ein deutscher Grafiker und Heraldiker.

Leben Georg Otto war ein Sohn des Hofgraveurs R. Otto, der sein Geschäft Unter den Linden 40 hatte. Er begann im väterlichen Geschäft als Graveur und später als Maler und Zeichner. In dieser Zeit schuf er zahlreiche Akt- und Landschaftsstudien. Er studierte in Dresden bei einem Freund seines Vaters, dem Bildhauer Nentsch. Zwischen 1884 und 1887 war er in Berlin Schüler des Malers Johannes Bochenek. Zwischen 1887 und 1889 nahm er Unterricht bei Max Koch, und zwischen 1889 und 1891 studierte er bei Emil Doepler.

Als Schüler von Doepler schuf Otto hauptsächlich Exlibris. Bis 1901 hatte er bereits 110 Exlibris gezeichnet.Leiningen-Westerburg (Lit.) Dabei bevorzugte er eine heraldische Formensprache, nutzte aber auch nichtheraldische Darstellungen wie Porträts und Landschaften oder eine Kombination von beiden. Er wirkte u. a. am Deutschen Geschlechterbuch mit und arbeitete hier mit weiteren bekannten Künstlern und Heraldikern, wie Ad. M. Hildebrandt.

Exlibris (Auswahl) Kaiserin Auguste Viktoria, 1893 Otto Haak, Kremsmünster, 1893Abbildungen bei Leiningen-Westerburg, S. 383 und 384 Otto Haak, Berlin 1898 Joachim von Levetzow-Sielbeck (1899) Otto Haak, 1903 Caroline Gräfin von Arnim, 1901Abb., Grolier Club, Maria Gerard Messenger Women’s Bookplate Collection Kronprinz Wilhelm von Preußen, 1903Abb., Staatsbibliothek Berlin Ernst Baron Campenhausen, Loddiger, 1905 Abb., University of Illinois Irmaos da verdade, Rio de Janeiro Oskar Lessing, Berlin H. von Eckardt, Konstantinopel Deutscher Graveur-Verein, Berlin Oberleutnant Kurd Warnecke, Berlin Harry de Forest-Smith, Gardiner Otto Boas, Berlin Erich Schmidt, Berlin von Transehe, Neuschwanenburg Max von Wedel, Berlin Freiherr von Korff, Preekuln Unteroffiziersschule der Kaiserlichen Marine, Kiel Albert Freiherr von Ohlendorff Adolf von Brüning von dem Borne, BerneuchenEuropeana Dr. G. HolsteEuropeana von Bülow, Goldenbow (1916)

Schriften Zwanzig Bücherzeichen. Mit einem Vorwort von Friedrich Warnecke, Berlin: Stargardt 1894 (Digitalisat)

Literatur Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg: Deutsche und Oesterreichische Bibliothekzeichen. Stuttgart 1901. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, bes. S. 382 Ernst Rump: Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Otto Bröcker & Co., Hamburg 1912 (Digitalisat), S. 100

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