Terminator (Originaltitel: The Terminator; abgeleitet vom englischen Verb ‚beenden‘) ist ein Science-Fiction-Film des Regisseurs und Drehbuchautors James Cameron aus dem Jahr 1984. Darin verkörpert Arnold Schwarzenegger einen Androiden mit menschlichem Gewebe (im Film als Cyborg bezeichnet), den Terminator, aus der Zukunft, dessen Auftrag lautet, Sarah Connor in der Gegenwart zu töten (zu „terminieren“). Der unerwartet sehr erfolgreiche Autorenfilm ist der erste aus einer Reihe von bislang sechs Kinofilmen sowie einer Fernsehserie und einem Anime.
Der mit verhältnismäßig bescheidenem Budget gedrehte Film entwickelte sich zu einem der einflussreichsten Science-Fiction-Filme der 1980er JahreFrench: The Terminator. S. 76. und zu einem Kultfilm. Trotz eines sehr geringen Textanteils erhöhte der Film die Popularität des damals noch am Beginn seiner Schauspielerkarriere stehenden Schwarzenegger nachhaltig. Sein Satz „I’ll be back“ („Ich komme wieder“) wurde vom American Film Institute in einer Liste der 100 berühmtesten Filmzitate auf Platz 37 gewählt.AFI’s 100 Years…100 Movie Quotes American Film Institute, 2005, abgerufen am 5. August 2021.
In den Kinos der Vereinigten Staaten startete der Film am 26. Oktober 1984, in der Bundesrepublik Deutschland hatte er am 11. März 1985 seine Premiere.
Handlung Die Zukunft – Hintergrundgeschichte (2029) Im Jahr 2029 ist die Erde infolge eines Atomkrieges verwüstet und der Großteil der Menschheit ausgelöscht. Intelligente Maschinen begannen den Krieg gegen ihre menschlichen Schöpfer, als sie in diesen eine Bedrohung für ihre eigene Existenz vermuteten. Die Überlebenden standen kurz vor der endgültigen Vernichtung, als ein neuer Anführer namens John Connor begann, den bewaffneten Widerstand zu organisieren. Im Jahr 2029 steht dieser schließlich kurz vor dem Sieg über die zentrale Maschineninstanz Skynet, weshalb die Maschinen einen „Terminator“ in das Jahr 1984 zurückschicken. Dank einer Hülle aus lebendem menschlichen Gewebe kann sich diese Kampfmaschine unbemerkt unter Menschen mischen. Der Androide soll Sarah Connor, die Mutter von John Connor, finden und töten, bevor sie den zukünftigen Retter der Menschheit gebären kann. Der Widerstand kann durch die Eroberung der Zeitmaschine den Soldaten Kyle Reese in die Vergangenheit schicken, um Sarah zu beschützen.
Die Gegenwart – Los Angeles (1984) Der durch eine Zeitmaschine nackt ins Jahr 1984 gereiste Terminator verschafft sich Kleidung, ein Fahrzeug und Waffen, indem er drei Punks angreift und einen Waffenverkäufer tötet. Im Telefonbuch findet er drei Personen mit dem Namen „Sarah Connor“ und beginnt, diese der Reihe nach zu töten. Auch Reese erreicht das Jahr 1984 nackt, da nur organisches Gewebe durch die Zeit geschickt werden kann. Er stiehlt Kleidung aus einem Geschäft sowie eine Flinte aus einem Polizeiwagen und begibt sich nach der Flucht vor der Polizei auf die Suche nach Sarah. Im Gegensatz zum Terminator kennt Reese ihr Aussehen von einem Foto, das Connor ihm in der Zukunft gegeben hat.
Sarah lebt mit ihrer Freundin Ginger in einer Wohnung. Zunächst erfährt sie während einer Pause auf der Arbeit vom Mord an einer namensgleichen Frau. Am Abend erfährt sie in einer Bar aus dem Fernsehen von bereits zwei Morden an ihren Namensschwestern und erkennt, dass sie in Gefahr ist. Reese, der Sarah bereits gefunden hat, stellt ihr nach und wird von ihr für den Mörder gehalten. Sie flüchtet in die Diskothek „Tech-Noir“ am Pico Boulevard und versucht, Ginger anzurufen. Inzwischen erreicht der Terminator Sarahs Wohnung und tötet die dort anwesende Ginger sowie deren Freund Matt. Sarah hinterlässt auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht mit der Angabe ihres Aufenthaltsortes und der Bitte, sie dort abzuholen. Der Terminator hört dies mit und macht sich auf den Weg.
In der Diskothek kommt es zu einer Schießerei zwischen dem Terminator und Reese. Der Terminator kann durch die Waffen des Jahres 1984 aber nur kurzfristig außer Gefecht gesetzt werden. Sarah und Reese entkommen ihm nur knapp, und nach einer Verfolgungsjagd wird Reese von der Polizei festgenommen. Da auch Sarah sich zu ihrem Schutz auf der Polizeistation befindet, greift der Terminator diese nun an und richtet unter den Polizisten ein Massaker an. Sarah und Reese entkommen abermals um Haaresbreite und suchen Zuflucht in einem Motel. Reese kauft legale Zutaten, um Sprengstoff anzumischen und in selbstgebaute Rohrbomben abzufüllen, und die beiden können eine kurze Zeit ausruhen. Sarah ruft ihre Mutter an, jedoch hat der Terminator dies vorausgesehen und Sarahs Mutter ermordet. Am Telefon imitiert er ihre Stimme und erfährt so Sarahs Aufenthaltsort.
Sarah und Reese kommen sich in den nächsten Stunden im Motel näher und zeugen Sarahs Sohn John Connor. Dann trifft der Terminator ein. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd, bei der der Terminator die beiden zuerst mit einem Motorrad und dann mit einem Tanklastwagen verfolgt. Reese gelingt es, den LKW mit einer Rohrbombe zur Explosion zu bringen. Der Terminator scheint zerstört, doch sein Metallskelett erhebt sich nur leicht beschädigt aus den brennenden Trümmern und verfolgt Sarah und Reese weiter, die in eine Fabrik fliehen. Reese kann den Terminator durch eine weitere Rohrbombe aufhalten, findet dabei aber den Tod. Der Terminator wird durch die Explosion in mehrere Teile zerrissen; der noch intakte Oberkörper verfolgt Sarah weiter, bis es ihr schließlich gelingt, den Terminator in einer hydraulischen Presse endgültig zu zerstören.
Einige Monate später reist die inzwischen sichtbar schwangere Sarah nach Mexiko. Ein kleiner Junge macht ein Foto von ihr – eben jenes, welches Reese 45 Jahre später in seinen Händen halten wird. Daraufhin fährt Sarah mit ihrem Jeep die Straße entlang in ein aufziehendes Gewitter hinein.
Hauptfiguren Terminator mini|Terminator-Darsteller Schwarzenegger im Jahr 1984 Der als Terminator bezeichnete Androide wird von dem ehemaligen Bodybuilder Arnold Schwarzenegger dargestellt. Der Terminator materialisiert sich auf dem Parkplatz des Griffith Observatory in Los Angeles. Die nackte und ungewöhnlich muskulöse Gestalt strahlt Entschlossenheit und Härte aus. Sie begibt sich in die nächtlich-funkelnde Stadt hinab. Wortkarg und mit außergewöhnlicher Brutalität beschafft sie sich bei herumlungernden Punks Kleidung.
Der Terminator agiert im Gegensatz zu klassischen Film-Bösewichten stets kalt-rational und schnell. Er verschwendet keine Zeit mit unnötigen Drohungen oder Erklärungen und nutzt sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um sein Ziel zu erreichen. Mitleid, Reue oder gar Angst sind ihm fremd. Er spürt keinen Schmerz, hat übermenschliche Kräfte und sein Körper scheint unzerstörbar. Gewehrkugeln richten genauso wenig nennenswerten Schaden an wie massive Kollisionen mit Kraftfahrzeugen. Nur allmählich nimmt seine organische Hülle in den Gefechten Schaden. Als der Terminator durch ein brennendes Hindernis rennt, brennen seine Haarspitzen und die Augenbrauen ab. Dadurch tritt sein maskenhaftes Wesen deutlich hervor. Sein körperlicher Einsatz leidet darunter nicht. Er springt, als Kyle Reese mit Sarah Connor flüchtet, auf die Motorhaube des fahrenden Wagens, hält sich an der Karosserie fest und durchschlägt mit der Faust die Frontscheibe, um Sarah zu sich herauszuzerren.
Erst nach einer für ihn verheerenden Verfolgungsjagd, bei der er mit dem Auto gegen eine Mauer rast, nimmt er so schweren Schaden, dass Teile seiner Außenhaut zerstört werden. Er zieht sich in ein Hotelzimmer zurück, repariert sein beschädigtes mechanisches Handgelenk und entfernt sein beschädigtes organisches Auge, unter dem sein rot leuchtendes elektromechanisches Auge zum Vorschein kommt. Um in der Öffentlichkeit weiterhin tätig sein zu können, verbirgt er sein teilweise entmenschlichtes Gesicht hinter einer schwarzen Sonnenbrille. Selbst die Explosion eines Tanklastzuges kann den Terminator nicht aufhalten. In der Folge vollständig seiner menschlichen Haut entledigt, kämpft der nur noch aus einem Metallskelett bestehende Terminator weiter. Selbst die Abtrennung seiner Beine durch Sprengstoff hält ihn noch nicht auf. Er kann erst gestoppt werden, als es Sarah gelingt, mit einer Presse seine Haupteinheit im Kopf zu zerstören.
Sarah Connor Sarah Connor, dargestellt von Linda Hamilton, ist eine junge Frau, deren durchschnittlich gestresstes Leben kaum erahnen lässt, in welche Situation sie hineingeraten wird. Trotzdem offenbart die intelligente Frau rasch einen gewissen Scharfsinn, als sie von der merkwürdigen Mordserie an Personen gleichen Namens erfährt. Sie begibt sich in eine Diskothek und entschließt sich, die Polizei anzurufen. Diese beruhigt sie, da sie sich an einem öffentlichen Ort in Sicherheit befinde, und will einen Streifenwagen schicken. Sarah trifft den Terminator in der Diskothek zum ersten Mal und kann kaum glauben, dass er wenige Sekunden, nachdem er mit mehreren Schüssen niedergestreckt wurde, aufsteht und von Neuem die Verfolgung aufnimmt. Sie lässt sich anfangs nur sehr widerwillig von Kyle Reese die Situation erklären, folgt diesem aber anschließend. Sie findet Vertrauen zu Reese, von dem sie geschwängert wird. Sarah kämpft mit immer größer werdendem Einsatz gegen die maschinelle Bedrohung und kann den Terminator letztlich zerstören.
Sarah Connor gilt als Prototyp des weiblichen Filmhelden, der von diesem Film an zunehmend auch mit starkem körperlichem Einsatz dargestellt wird. Einige Jahre zuvor verkörperte zwar Sigourney Weaver als Ellen Ripley in Alien eine ähnlich kraftstrotzend-entschlossene weibliche Rolle, jedoch hat sich vor allem die Figur der Sarah Connor ikonenhaft ins Bewusstsein eingegraben.
Kyle Reese Kyle Reese ist ein Tech Sergeant der Resistance und ein erfahrener Kriegsveteran. Ihm fällt die wichtige Rolle zu, Sarah Connor, die er nur von einem alten Foto kennt, in der Vergangenheit vor dem Terminator zu beschützen. Als er im Jahr 1984 ankommt und sie beschattet, nimmt sie ihn zunächst als kriminellen Stalker wahr, erfährt aber im Laufe der Zeit seine Beweggründe, glaubt ihm schließlich und verliebt sich in ihn. Wie sich später zeigt, ist er aufgrund seiner Liebesnacht mit Sarah schließlich der Vater von John, dem Anführer der Resistance. Er stirbt in der Fabrik beim abschließenden Kampf gegen den Terminator.
Hintergrund Drehbuch Cameron hatte laut eigener Aussage während der Produktion von Fliegende Killer – Piranha II 1981 einen Traum von einem flammenumhüllten Roboter-Skelett. Gemeinsam mit seinen Freunden William Wisher Jr. und Randall Frakes entwickelte er daraus den ersten Drehbuchentwurf. Cameron verkaufte diesen später für 1 Dollar an die Produzentin Gale Anne Hurd unter der Bedingung, dass er die Regie übernehmen dürfe. Cameron und Hurd verfeinerten das Drehbuch weiter und erhielten alleinige Writing Credits.
Der Autor Harlan Ellison zog nach der Veröffentlichung von Terminator gegen Cameron vor Gericht, weil er in Ähnlichkeiten zu seinen Drehbüchern Soldier und Demon with a Glass Hand, die 1964 in der US-Fernsehserie The Outer Limits verfilmt worden waren, Urheberrechtsverletzungen sah. Spätere Veröffentlichungen von Terminator enthalten im Abspann einen Hinweis auf Ellisons Arbeiten. Die Handlung des Films ähnelt auch derjenigen des B-Movies Cyborg 2087 von Franklin Adreon aus dem Jahr 1966.