Albert Benz (* 10. September 1927 in Marbach im Kanton Luzern; † 22. März 1988 in Luzern) war ein Schweizer Komponist und Dirigent.

Biografie Albert Benz erhielt schon als Kind Unterricht im Spiel von Trompete, Klarinette und Klavier. Er musizierte in der Feldmusik Marbach. Nach dem Schulbesuch studierte er am Luzerner Lehrerseminar in Hitzkirch. Von 1948 bis 1954 war er Lehrer in Neudorf. In Kontakt mit der Blasorchestermusik kam Benz während seines Aufenthaltes in der Rekrutenschule und anschliessend in der Unteroffiziersschule.

Mit Studien der Instrumentationslehre bei Otto Zurmühle ergänzte er seine kompositorischen Fähigkeiten. Als er 1954 beruflich nach Luzern wechselte, nahm er gleichzeitig Studien am Konservatorium von Luzern in den Fächern Musiktheorie, Harmonielehre, Kontrapunkt und Partiturspiel bei Albert Jenny, Formenlehre, Musikgeschichte, Literaturkunde und Dirigieren bei Max Sturzenegger, Solfège bei Gustav Güldenstein und Klavier bei Helene Peter auf, die er 1958 mit dem Diplom als Theorielehrer abschloss.

Von 1953 bis 1974 war er Dirigent der Feldmusik Marbach. 1962 wurde er Dirigent der Stadtmusik Luzern. Im gleichen Jahr dozierte er am Konservatorium Tonsatz, Instrumentenkunde und Blasorchesterdirektion. Zum Inspektor der Militärspiele und zum Leiter des Schweizerischen Armeespiels wurde er 1977 bestellt.

Werke (für Blasorchester)

1958: Preludio alla Scherzo 1959: Larghetto pastorale 1960: Sinfonischer Satz 1961: Usem Eigetal, Ländler 1961: La Terrazza für zwei Trompeten und Blasorchester 1962: Fest im Dorfe, Suite 1962: Heitere Ouvertüre 1962: Fest-Fanfare 1962: Zitadelle, Ouvertüre 1963: Drei Clowns für zwei Trompeten, Posaune und Blasorchester 1964: Einzug der Urschweizer 1964: Simelibärg, Fantasie über das alte und das neue Guggisberger Lied 1964: Klingende Fahrt, Romantische Ouvertüre 1965: Burleske 1965: Morgenlied 1965: Parsenn Ouvertüre 1965: Intrada 1967: Berner Rhapsodie 1967: Intrada solenne 1967: Lob und Dank 1967: Schweizerlieder-Fantasie 1967: Sonata breve 1968: Red River, Vorspiel zu einem Wildwestfilm 1968: Konzert für Klarinette und Blasorchester 1969: Herbstimpressionen 1970: Little Blues 1970: Marionettenspiel, Ouvertüre 1971: Der Landvogt von Greifensee, Suite 1973: Bergfahrt, Suite 1973: Rondo für Brass-Band 1973: Trompeters Morgenritt, Variationen für Trompete und Blasorchester 1973: Vorspiel und Fuge im Barockstil 1974: Vier Miniaturen für Alphorn und Blasorchester 1975: Nostalgische Ouvertüre 1975: Fantasia Ticinese 1976: Aentlibuecher Polka für zwei Sopran- und zwei Tenorbläser und Blasorchester 1977: Meditationen für Euphonium und Brass-Band 1977: Transformationen 1978: Die schwarze Spinne für Brass Band (auch für Blasorchester instrumentiert von Tony Kurmann) 1978: Aentlibuecher Chuereihe 1978: Jubiläumsmusik 1978: Makkie Messer-Parade, Variationen über die Moritat aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill 1978: Wunderbarer König 1979: Finnlandreise 1979: Toccata 1983: Suite Vaudoise 1984: Fantasie serena (2005 auch für Blasorchester instrumentiert von Edy Kurmann) 1984: Romooser Sonntag, Suite 1985: Heimkehr, elegischer Marsch 1985: Ländler für Brass-Band (auch für Blasorchester instrumentiert von Thomas Dietziker) 1985: Symphonischer Samba 1986: Ballade für Posaune und Blasorchester 1986: Masken/Masques 1986: Schwarzenegg Ländler 1987: Meggen, Konzert-Ouvertüre 1987: Va(le)rianten für Euphonium und Blasorchester 1988: Nidwalden 1798 1984: Variationen über ein altes Schweizerlied für Brass-Band

Preise und Auszeichnungen 1971: Stephan-Jaeggi-Preis 1973: Kompositionspreis Crissier

Literatur Sales Kleeb (Hrsg.): Albert Benz, ein Leben für die Blasmusik. Atlantis, Zürich 1990, ISBN 3-254-00165-6.

Weblinks Publikationen von und über Albert Benz (1927–1988) im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek

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