Friedrich Ruppel (* 2. Oktober 1854 in Hamburg; † 4. März 1937 ebenda; vollständiger Name: Friedrich Simon Ruppel) war ein deutscher Architekt und Baubeamter. Sein Schwerpunkt war Planung und Bau von Krankenhäusern; er war anfangs als Bauinspektor, dann als Baurat und zuletzt als Baudirektor bei der Hamburger Baubehörde tätig.

Ruppel wurde 1910 an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg zum Dr.-Ing. promoviert.Paul Trommsdorff (Hrsg.): Verzeichnis der bis Ende 1912 an den Technischen Hochschulen des Deutschen Reiches erschienenen Schriften. Julius Springer, Berlin 1914, S. 23.

Bauten (Auswahl) 1883–1887: Bauleitung des Ursprungsbaus der Oberpostdirektion in Hamburg-Neustadt, Stephansplatz (Entwurf von Ernst Hake)Ralf Lange: Architekturführer Hamburg. Edition Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 54. (Eintrag A 113.1: Ehem. Oberpostdirektion) 1884–1889: Städtisches Krankenhaus Eppendorf in Hamburg (Ursprungsbauten; eines der ersten Krankenhäuser in Pavillonbauweise mit mehr als 50 Gebäuden; zusammen mit Carl Johann Christian Zimmermann)Ralf Lange: Architekturführer Hamburg. Edition Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 145. (Eintrag D 81: Universitätskrankenhaus Eppendorf)Noor Mens: The Buiilding Type and its Emergence. In: Cor Wagenaar, Noor Mens: Hospitals. A Design Manual. Birkhäuser, Basel u. a. 2018, ISBN 978-3-0356-1125-0, S. 47. 1898–1915: Umbau des Krankenhauses St. Georg in HamburgAxel Hinrich Murken: Die bauliche Entwicklung des deutschen allgemeinen Krankenhauses im 19. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1979, ISBN 3-525-45355-8, S. 91. 1908–1910: Doppel-Volksschule an der Forsmannstraße in Hamburg-Winterhude (in Zusammenarbeit mit Albert Erbe und Carl Johann Christian Zimmermann) 1910–1915: Allgemeines Krankenhaus Barmbek (Ursprungsbauten, Parkkrankenhaus im Pavillonsystem mit mehr als 60 Gebäuden und 2400 Betten)Ralf Lange: Architekturführer Hamburg. Edition Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 168. (Eintrag E 62: Allgemeines Krankenhaus Barmbek) 1911–1912: Krankenhaus Gojenbergsweg in Hamburg-BergedorfDenkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg, Stand 1. September 2014, Denkmalnummer 25988, Gojenbergsweg 30. 1912–1914: Vereinigte Städtische und Thiemsche Heilanstalt in Cottbus 1927–1928: Städtisches Krankenhaus in Delmenhorst, Wildeshauser Straße (in Zusammenarbeit mit Fritz Höger; unter Denkmalschutz)

Schriften Das Allgemeine Krankenhaus Hamburg-Barmbeck mit Barackenkrankenhaus. Boysen & Maasch, Hamburg 1916. Der allgemeine Krankenhausbau der Neuzeit, seine Planung, Ausführung und Einrichtung nach hygienisch-technischen Grundsätzen. (= Weyl’s Handbuch der Hygiene, Band 5, Abteilung 2.) 2. Auflage, J. A. Barth, Leipzig 1918. Deutsche und ausländische Krankenanstalten der Neuzeit. Studien und kritische Betrachtungen über Anlage und Einrichtung größerer, neuzeitlicher Krankenhäuser in Deutschland, Österreich (Wien), Belgien (Antwerpen), Holland, England und Frankreich (Paris). F. Leineweber, Leipzig 1924. Das Allgemeine Krankenhaus Hamburg-Barmbeck. Boysen & Maasch, Hamburg 1928.

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