mini|Verena Stauffer beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2025

Verena Stauffer (* 1978 in Kirchdorf an der Krems) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Leben Stauffer wuchs im oberösterreichischen Molln auf. Ab 2011 studierte sie Philosophie an der Universität Wien.

2013 veröffentlichte sie erste literarische Texte, überwiegend im Literaturmagazin Manuskripte. Sie erhielt für ihre Lyrik und Prosa mehrere Auszeichnungen, unter anderem den manuskripte-Literaturförderungspreis der Stadt Graz, den Rotahorn-Literaturpreis sowie Stipendien des österreichischen Bundeskanzleramtes. 2018 erschien im Wiener Verlagshaus Kremayr & Scheriau ihr Debütroman Orchis über die Abgründe der menschlichen Psyche, der im gleichen Jahr für den Literaturpreis Alpha, die Hotlist und den Blogger-Debütpreis nominiert war.Verena Stauffer auf der Suche nach der Königin der Orchideen, auf oe1.orf.at

Ihr Gedichtband Ousia, erschienen bei Kookbooks, Berlin, war im Jahr 2020 für den österreichischen Buchpreis nominiert.Österreichischer Buchpreis und Debütpreis: Insgesamt 122 Titel von 57 Verlagen eingereicht, auf oesterreichischer-buchpreis.at Stauffers Arbeiten wurden ins Englische, Polnische, Serbische, Rumänische und Russische übersetzt.

Ihre autofiktional-surreale Tagebuchprosa Geschlossene Gesellschaft, entstanden aus einem Auftragswerk für das Literaturhaus Graz, erschien 2021 in der Frankfurter Verlagsanstalt.

2020 unterrichtete Stauffer an der Universität Tomsk literarisches Schreiben. Im Jahr 2021 hielt sie als Max Kade – Writer in Residence eine dreimonatige Gastprofessur, ebenfalls für literarisches Schreiben, am Allegheny College, in Pennsylvania, USA.

Stauffer ist Mitglied im Literaturverein Manuskripte, der Künstlervereinigung MAERZ und dem Netzwerk LYRIK, Deutschland. Sie ist als Gastkuratorin verschiedener Literaturzeitschriften, Lektorin junger Texte (zuletzt für die Finalistinnen des internationalen Nachwuchswettbewerbs Open Mike) und als Veranstalterin, bzw. Moderatorin unterschiedlicher Literaturveranstaltungen tätig. Zuletzt u. a. für die Alte Schmiede, Wien und die Literaturzeitschrift SALZ, Salzburg.

Als Jurorin war sie zuletzt für den Georg-Trakl-Förderpreis und das Startstipendium des BMUKK tätig.

2025 wurde Verena Stauffer von Klaus Kastberger zum Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ihr Gedichtband Kiki Beach (koobooks, 2025) erreichte Platz 1 der ORF-Bestenliste im Juni 2025.

Nach Auslandsaufenthalten in Deutschland, Russland und den USA lebt Stauffer in Wien. Sie ist Mutter von vier Kindern.

Publikationen (Auswahl)

Zitronen der Macht, Hochroth, Wien 2014, ISBN 978-3-902871-57-2. Orchis, Kremayr & Scheriau, Wien 2018, ISBN 978-3-218-01104-4. Ousia, Kookbooks, Berlin 2020, ISBN 978-3-948336-04-2. Geschlossene Gesellschaft, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2021, ISBN 978-3-627-00292-3. Kiki Beach, Kookbooks, Berlin 2025, ISBN 978-3-948336-27-1. Strahlen, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2026, ISBN 978-3-627-00345-6.

Preise und Auszeichnungen

Rotahorn Literaturpreis 2016 Projektstipendium des Bundeskanzleramtes 2016/2017 manuskripte-Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2017 Shortlist Hotlist 2018 Hotlist Preis der Frankfurter Buchmesse 2018 Shortlist des Blogger-Debutpreises 2018 Nominierung für den Alpha Literaturpreis 2018 Longlist Österreichischer Buchpreis 2020 Projektstipendium des Bundeskanzleramtes 2020/2021 Nominierung zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 Shortlist Österreichischer Buchpreis 2025 George-Saiko-Preis 2026

Anthologien

Plastiktännchen. In: all dies hier, Majestät, ist deins. Lyrik im Anthropozän. Hg. von Anja Bayer und Daniela Seel. Kookbooks, Berlin 2016 Pod jezyk wkladam ci slowo. Antologia nowej poezji austriackiej (= Anthologie neuer österreichischer Lyrik). Polen. Hg. von Ryszard Wojnakowski. Oficyna Wydawnicza Atut. 2017 Die Jünger im Schatten der Büsche. In: Lyrik von Jetzt. Hg. von Robert Prosser. Limbus, 2019 Leben. In: Mutter Werden, Mutter sein. Hg. von Barbara Rieger. Leykam, 2021 Kuss der Augen. In: Jahrbuch österreichischer Lyrik 2020/21. Hg. von Alexandra Bernhardt. Edition Melos, Wien 2021 Was mir fehlt, ist eigentlich nur das Klavier. In: Literarische Selbstgespräche. Hg. von Astrid Nischkauer. Klever, 2021 Himmelsfossil. In: Nebesnoe Iskopaemoe. Anthologie aktueller deutscher Poesie. Hg. von Anna Frolova und Hendrik Jackson. 2021 Sam mrmor sam. Deutsche Lyrik von 1999–2019. Hg. von Verica Trikovic. Übersetzung ins Serbische. 2021

Weblinks

Persönliche Internetpräsenz von Verena Stauffer Die Presse über „Kiki Beach“ SWR zum Roman Strahlen Strahlen im Ö1 Mittagsjournal

Einzelnachweise

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