Suckow ist ein Ortsteil der Gemeinde Ruhner Berge im Süden des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Die zuvor selbständige Gemeinde Suckow wurde zum 1. Januar 2019 mit Marnitz und Tessenow zur neuen Gemeinde Ruhner Berge zusammengeschlossen.Gebietsänderung. Bekanntmachung des Ministeriums für Inneres und Europa vom 18. Oktober 2018 – II 300e -177-5.13Z-2011/025-020 –. In: Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern 2018 Nr. 45 vom 5. November 2018, S. 586 Sie wurde vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie mini|links|Weide bei Drenkow Suckow befindet sich zwischen den Anhöhen der Ruhner Berge und der Ebene der Mooster Wiese. Südlich von Mentin befinden sich mit einer Anhöhe von 138,2 Metern und dem Scharfenberg mit die höchsten Punkte des ehemaligen Gemeindegebietes. Vor allem der Süden der ehemaligen Gemeinde bei Griebow weist größere Waldflächen auf. Im Norden entspringt der Moosterbach.

Ortsteile der Gemeinde Suckow waren Drenkow, Griebow, Mentin und Suckow.§ 2 der Hauptsatzung (PDF; 21 kB) der Gemeinde

Verkehr Suckow liegt an der Bundesstraße 321. Durch das ehemalige Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 24, die über die Anschlussstelle Suckow erreichbar ist. Suckow liegt etwa 18 Kilometer südöstlich von Parchim. Die Eisenbahnstrecken Putlitz–Suckow und Parchim–Suckow wurden 1980 bzw. 1947 stillgelegt.

Geschichte Suckow wurde 1328 erstmals als Sucowe urkundlich erwähnt. Der Ortsname von Suckow stammt vom slawischen Lokator suka (Hund) ab, also Ort des Suk, der Suka, möglich ist auch ein Deutung als Hundeort.Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, , S. 3–168, hier S. 141. Suckow und der Nachbarort Drenkow waren seit dem Mittelalter zwischen Mecklenburg und Brandenburg geteilt, so dass es bis ins 20. Jahrhundert sowohl im mecklenburgischen Landkreis Parchim als auch im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz die Gemeinden Suckow und Drenkow gab.

Mit dem Gesetz über Änderung von Grenzen der Länder erfolgte zum 1. Juli 1950 in der DDR ein Gebietstausch zwischen den Ländern Brandenburg und Mecklenburg. Die Gemeinden Suckow (Ostprignitz) und Drenkow (Ostprignitz) wurden in den mecklenburgischen Landkreis Parchim umgegliedert. Zusammen mit dem mecklenburgischen Drenkow wurden sie in die mecklenburgische Gemeinde Suckow eingegliedert. Ab 1952 gehörte die Gemeinde Suckow zum Kreis Parchim im Bezirk Schwerin. Seit 1990 gehört Suckow zum Land Mecklenburg-Vorpommern und seit dem 1. Juli 2004 zum Amt Eldenburg Lübz.

Griebows slawischer Name bedeutet Pilzort.

Mentin, ein zum 1. Januar 1951 nach Suckow eingemeindeter Ort, wurde 1388 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom altslawischen mątŭ für Trübung ab und bedeutet so viel wie Ort am trüben Wasser oder auf den Lokator bezogen Ort des Męta.Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, S. 3–168, hier S. 93. Das große Gutshaus (Herrenhaus, Schloss) Mentin wurde 1912/13 nach Plänen von Paul Korff für den Industriellen und Rittmeister Arthur Poensgen gebaut. Das Gutshaus fungierte zu DDR-Zeiten als Kinderheim. Einblicke in das Heimleben gewährt der DEFA-Dokumentarfilm Heim von Angelika Andrees und Petra Tschörtner aus dem Jahr 1978.

Politik Wappen

Flagge links|mini|hochkant|20px Flagge des Ortsteils Suckow Die Flagge wurde am 27. März 2003 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge besteht zu zwei Dritteln der Länge des Flaggentuchs aus einem grünen Feld und zu einem Drittel, das gleichmäßig längs gestreift ist von Grün, Gelb, Grün, Gelb, Grün, Gelb und Grün. In der Mitte des grünen Feldes liegt das Ortsteilwappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche Suckow → Siehe auch Liste der Baudenkmale in Ruhner Berge Spätgotische Dorfkirche Suckow, die vermutlich im 14. Jahrhundert errichtet wurde. In seinem Innern ist ein neugotisches Altarretabel aus dem Jahr 1867. Mentiner Gutshaus von 1912/1913 Griebower Mühle an der Grenze zur Prignitz Gedenktafel von 1976 in der Dorfmitte an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen vom April 1945 und seine 6000 Opfer Betonstelen von 1996 an der Bundesstraße 321 nahe der Autobahnanschlussstelle Richtung Hamburg an der Todesmarsch-Route, geschaffen von dem Bildhauer Wieland Schmiedel

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Ludwigslust-Parchim Kategorie:Ersterwähnung 1328 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Kategorie:Gemeindeauflösung 2019 Kategorie:Ruhner Berge (Gemeinde)