mini|Verbreitungsgebiet (grün) der Amazonasseeschwalbe Die Amazonasseeschwalbe (Sternula superciliaris, Syn.: Sterna superciliaris) ist eine Vogelart aus der Familie der Seeschwalben (Sternidae).
Sie kommt an Flüssen und Seen in Südamerika östlich der Anden vor: in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, Uruguay und Venezuela.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Flüsse, Sümpfe und Süßwasserseen bis 500 m.M. Gochfeld, J. Burger, E. Garcia und P. F. D. Boesman: Australian Fairy Tern (Sternula superciliaris), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Sternula superciliarisCornellLab of Ornithology
Beschreibung Die Amazonasseeschwalbe ist etwa 23 cm groß, wiegt zwischen 40 und 57 g. Die Beine sind immer gelb, auch der breite und kräftige Schnabel ist gelb, beim Jungvogel hat der Schnabel eine schwarze Spitze. Die Oberseite ist silbergrau, die Unterseite hellgrau bis weiß. Auf den Handschwingen findet sich wenig Kontrastierung. Scheitel, Nacken und Zügel sind schwarz. Im Schlichtkleid ist die Stirn weiß und der Scheitel hellgrau. Sie ähnelt der Antillenseeschwalbe, ist aber größer, hat einen kräftigeren Schnabel und längere Beine. Sie ähnelt auch der Peruseeschwalbe.PeruAvesM. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.World Bird List 15.2 Noddies, skimmers, gulls, terns, skuas, auks
Stimme Der Ruf des Männchens wird als kurzes nasales „kuk“ und als etwas längeres raues „rreh“ beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Garnelen und Insekten, die oft aus der Luft ins Wasser tauchend gefangen werden.
Die Brutzeit liegt zwischen November in Surinam, Dezember in Uruguay und Juli in Peru, abhängig von trocken gefallenen Sandbänken. Sie ist ein Koloniebrüter und brütet zusammen mit Amerikascherenschnabeln und Großschnabel-Seeschwalben.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Amazonasseeschwalbe erfolgte 1819 durch Louis Pierre Vieillot unter dem Namen Sterna superciliaris. Als Verbreitungsgebiet gab er Paraguay an. Bei seiner Beschreibung bezog er sich auf Hatí del ceja blancaFélix de Azara (1805), S. 377–378. von Félix de Azara.Louis Pierre Vieillot (1819), S. 176. 1822 führte Friedrich Boie die für die Wissenschaft neue Gattung Sternula ein.Friedrich Boie (1822), S. 563. Der Begriff ist ein Diminutiv von .Sternula in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname superciliaris hat seinen Ursprung in .superciliaris in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay zwei Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Schrader am Río Jejuí Guazú, zur Verfügung. Für den Río Jejuí Guazú betrachtete er die Art als sehr häufigen Brutvogel.Alfred Laubmann (1939), S. 76.
Gefährdungssituation Die Amazonasseeschwalbe gilt als nicht gefährdet (least concern).
Literatur
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Seeschwalben