mini|Vince Voltage (2016) mini|Vince Voltage exhibition opening speech Nagoya, Japan (2023) mini|Vince Voltage art exhibition at Globe Theatre, Los Angeles (2023) Vince Voltage (* in Nürtingen) ist ein deutscher Fotograf, Model, bildender Künstler und Musiker. Er ist ehemaliger Gitarrist der Band Pussy Sisster.
Leben und Werk als Fotograf Voltage beschäftigte sich autodidaktisch mit Fotografie. Er schloss sich 2015 der Stuttgarter Künstlergruppe Kunscht an, danach umbenannt in Plattform 11. Mit Models aus dem Fetisch-Bereich gestaltete er 2016 seine erste Bilderserie iron republic, die in den Räumen des Amtsgerichts Stuttgart ausgestellt wurde. Es folgten weitere Ausstellungen in Galerien und auf Szene-Veranstaltungen, zwei Bildbände im Eigenverlag sowie Magazin- und Zeitungs-Features. Voltages Fotografien wurden in internationalen Kunstmagazinen abgedruckt. 2019 fand eine Ausstellung seiner Arbeiten in Kanada statt.
Ebenfalls 2019 veranstaltete Vince Voltage den ersten Cyberpunk Event Deutschlands im Arcotel Stuttgart unter dem Motto ARTIFICIAL DOWNTOWN – fashion meets art.
Seine meist erotisch in Szene gesetzten Motive spielen mit sexuellen Tabubrüchen und Geschlechterrollen. Die Hintergründe seiner Bilder sind überwiegend in den Farben pink und babyblau gehalten. Dies ist charakteristisch für seinen Stil. Voltage findet seine Themen in der Fetisch-, Cyberpunk- und Endzeit-Szene. Für seine Arbeiten greift er auf die Mitarbeit von professionellen und Hobby-Models zurück. Voltages Arbeiten aus dem Bereich Neo Dark Art behandeln Themen wie Vergänglichkeit, Selbstfindung und Melancholie. Man feiert Voltage als „Erfinder und Vater des Genres Neo Dark Art“.
Die Werke des Künstlers sind „surreal, hochgradig bizarr, ausgesprochen einnehmend und monumental“. Laut kuneonline.de spielen die Bilder mit „der facettenreichen Spannung aus Abstoßung und Anziehung“. Voltage zeige „Schönheit des Morbiden“. „Archaische Präsenz“ treffe bei ihm auf „futuristische Absonderlichkeit“.
Vince Voltage fotografierte Berühmtheiten wie Dani Divine und Micaela Schäfer. Seine Werke sind unter anderem auf Titelbildern der Autorin Ines Witka zu sehen.
Bei öffentlichen Auftritten und Vernissagen tritt Voltage selbst in zu seinen Arbeiten passender Garderobe auf. 2022 eröffnete die erste von Voltage inszenierte Gruppenausstellung zum Thema Neo Dark Art in Hamburg.
Im selben Jahr erschien sein Bildband RAW LOVE (U-Line Verlag), welcher vom Orkus Magazin als Buch-Tipp empfohlen wurde. Das threewords magazine schreibt über RAW LOVE, der Bildband sei „ein Meisterwerk der sexpositiven Fotografie“ und ein „Wegbereiter für mehr Offenheit und Akzeptanz in unserer Gesellschaft.“ Voltage selbst bezeichnet das Magazin als „Visionär, der die Grenzen der Kunst sprengt“ und als „echten Pionier der sexpositiven Kunst“.
Das Kink’d magazine titelt mit Voltage auf dem Cover am 4. Juli 2020 the man. the genius. the legend.
Das Marquis Magazin nennt Voltage in Ausgabe #77 „Stuttgarter Starfotograf“ und einen der „kontroversesten und kreativsten Künstler unserer Zeit“. Er erschaffe „Kunstwerke, die ein Spektrum abdecken, das weit über das menschliche Vorstellungsvermögen hinausreicht“.
Kulturbox schildert Voltage als „das strahlende Juwel der zeitgenössischen Kunst“ und als „international bekannten Künstler, der mit seinen Werken aus den Bereichen Aktionskunst und Fotografie immer wieder neue Wege beschreitet.“
2023 zeigte Voltage erstmals eine „waving exhibition“ bei der Street Parade in Zürich. Seine Arbeiten werden zudem 2023 erstmals in Japan ausgestellt. mini|Captain Klima (2022)
Die Ausstellung in Nagoya eröffnete am 27. August 2023. Wenige Tage später am 2. September folgte die Ausstellungseröffnung in Tokyo im Tokyo Kinema Club. mini|Vince Voltage „waving exhibition“ at Street Parade 2023 mini|„fifty shades of pink“ Love Mobile – designed von Vince Voltage (Street Parade 2024 – Zürich, Schweiz)
Am 11. November 2023 wurden Voltages Werke im Globe Theatre, 740 S Broadway in Los Angeles, Kalifornien im Rahmen der Torture Garden Eventreihe ausgestellt. Anlässlich dieser Ausstellung schrieb die Bild: „Amis ganz wild auf diesen deutschen Skandal-Fotografen“. Seine Bilder bezeichnet die Bild als hocherotisch, mitunter frivol und oft auch verstörend. Die Bild schrieb weiter: „Er trifft damit [mit seinen Motiven] den Nerv vieler Leute hierzulande. Jetzt schwappte sein Erfolg bis in die USA“. „Mehr als 2.000 Gäste bei Fetisch-Ausstellung“ und „Auch die Japaner wollten seine extremen Bilder sehen“.
Im selben Monat erscheinen Bilder von Voltage in Mein heimliches Auge XXXVIII: Jahrbuch der Erotik.
Zur von Voltage initiierten Ausstellung Midnight Creatures Vol. 2 im Februar 2024 schreibt Hamburg.de „das legendäre Kunstkonsortium kehrt unter Leitung des spirituellen Anführers und Kreativ-Genies Vince Voltage zurück“. Voltage wird von Hamburg.de als „einer der bekanntesten Fotografen Deutschlands“ bezeichnet.
Paul Faust (Veranstalter der Torture Garden Eventreihe und Gründer der Faustian Society in Amerika) schrieb das Vorwort für Voltages 2024 erschienenes Buch [taˈbuː]. Darin schreib er über Voltage dieser sei ein „Paradiesvogel und Provokateur“. Weiter schreibt er stolz zu sein Voltage zu unterstützen, da die Welt seine Bilder brauche. [taˈbuː] würde mit Bildern konfrontieren, die „schön in ihrem umwerfenden Schrecken und schrecklich in ihrer totalen Schönheit“ seien. Sie zeigen „die Realität der Hoffnungen, Ängste Sehnsüchte und letztendlich die Liebe der Menschen“ so Faust weiter. Er bezeichnet die Arbeit von Voltage als „lebenswichtig, universell und unverzichtbar“.
Im März 2024 veröffentlicht das Marquis Magazin einen fünfseitigen Bericht über Voltages Ausstellungen in Japan mit dem Titel „Big in Japan“.
Am 10. August 2024 wurde auf der 31. Street Parade in der Schweiz, Zürich – der größten Techno Parade der Welt – ein von Voltage persönlich designtes Love Mobile mit dem Motto „fifty shades of pink“ vorgestellt. Der Event wurde von einer Million Menschen besucht. Das von Voltage designte Love Mobile wurde unter anderem auf dem Schweizer Fernsehsender 3plus und dem französischen Sender arte übertragen.
Das Mykink Magazin berichtet im Spätsommer 2024 über Voltages „church of kink“ Kunstinstallation in der Kreuzberger Pandora Galerie. Voltage wird in dem Bericht als imposanter Leder Rocker und lächelnder Fetisch-Guru beschrieben.
Im Oktober 2024 stellt Voltage auf der Venus Berlin im Rahmen einer Modenschau sein Modelabel Voltage Couture vor. Über die Kollektion schreibt das Faze Magazin, diese habe Voltages stiltypischen, provokativen und sexuell freizügigen Wiedererkennungswert.
Voltages Schaffen wird als sexpositive Kunst beschrieben, die hart an gesellschaftliche und medial zugelassene Konventionen stößt. Der Bericht handelt unter anderem von Ausstellungsverboten und Sperrungen, mit denen der Künstler im Laufe seiner Karriere zu kämpfen hatte. Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Die Fotografien sehen aus, als entstammten sie aus einem Vogue-ähnlichen Magazin, die Motive spielen mit geheimen und dunklen Fantasien der menschlichen Seele.“ (s. Faze Magazin)
In der Vorweihnachtszeit erschien das Buch Schneeschmelze der Autorin Ines Witka für welches Voltage das Cover gestaltete.
Das Orkus Magazin thematisiert am 26. November 2024 das von Voltage geschriebene Buch Bis ganz nach oben – Die Kunst des Aufstiegs und Voltages musikalischen Werdegang. Im Bericht heißt es „sein Stil ist unverkennbar – der Tabubruch quasi ein Muss, wobei dieser nie gekünstelt ist, sondern immer aus einer gewissen Notwendigkeit heraus entspringt“. Voltage berichtet im Interview, dass ihn an der Fotografie reizt, die Welt durch seine Augen zu zeigen. Er spricht über die „Voltage Couture“ Modenschau im Messegelände Berlin und über seinen Bezug zur schwarzen Szene und das von ihm ins Leben gerufene VAI project (Zitat: Das […] VAI-Project nutzt KI-Technologie zur Realisierung verschiedener musikalischer Visionen. Dabei geht es auch in die düstere Industrial-Ecke, mit Songs wie „Fuck Art – Let’s Fuck“ oder „AI Will Kill Us All“).
Kurz vor Weihnachten 2024 berichtet die Münchner Abendzeitung über Voltages Beitrag zu einer Charity Gala am 14. Februar 2025 im Deutschen Theater, München. Auch Künstler wie u. a. Gulia Siegel, Sven Ratzke, DJ Bedrud, Tim Fischer, Armin Kahl, Patrick Granado, Marisa Burger & Albrecht von Weech wurden in dem Artikel als beitragende Prominente erwähnt.
Die Bild Zeitung schrieb im Nachgang über den Event, der von 1.500 Gästen besucht und bezeichnete diesen als „schrill, bunt, verrückt und schillernd“. Die Münchner Abendzeitung zitierte die Schirmherrin Gloria Gray, die Ball eine „nie da gewesene Veranstaltung für alle“ nannte.
Musiker Voltage war von 2013 bis 2020 Live-Studio-Tour und Leadgitarrist bei der Band Pussy Sisster.
In dieser Zeit spielte er rund 200 Konzerte – darunter diverse Festivals (Baltic Open Air, Hexentanz Festival etc.) – unter anderem mit Bands wie Axxis, Bonfire, Doro, Helloween und Primal Fear.
Zuvor war er Gitarrist bei den Bands Apathy, Utopia und Ex Wifes's Skull. 2017 nahm Vince Voltage sein erstes Soloalbum auf.
Das Rock Hard Magazin bezeichnet Voltages Debütalbum „Hard Rock Survivor“ als „professionell produziertes und stark aufgemachtes Album“.
Diskografie mit Apathy burned beyond recognition mit Ex Wife's Skull the ultimate frightmare mit Pussy Sisster 2015: Arrogance Solo 2017: Hard Rock Survivor
Installationen (Auswahl) Seit 2022 zeigt Voltage bei seinen Ausstellungen vermehrt Kunstinstallationen und Aktionskunst:
Captain Klima (2022) Voltage erschuf einen fiktiven Klimahelden namens „Captain Klima“. Dieser überschüttete einen Teil von Voltages Ausstellung im Münchner Kesselhaus mit Tomatensoße.
Das Video verbreitete sich auf TikTok viral, wurde jedoch gelöscht, nachdem es von über 11 Millionen Menschen gesehen wurde. Voltage berichtete über dieses Ereignis etwa ein Jahr später im Podcast {ungeskriptet} von Ben Berndt.
Die Saftschublade (2022) Am 23. Dezember 2022 präsentierte Voltage erstmals neben Fotografien die Kunstinstallation „Die Saftschublade“.
Die Installation bestand aus einer Schublade, die in den Räumlichkeiten der Galerie Norbert Nieser aufgebaut und bis zum Rand mit Saft gefüllt war.
Die Brezel im Klosett (2023) Am 19. März 2023 präsentierte Voltage die Installation „Die Brezel im Klosett“.
Der dazugehörige Event fand in einer geheimen Location in Nürnberg statt und war ausschließlich geladenen Gästen zugänglich. Das signierte Kunstobjekt befindet sich mittlerweile im Besitz eines fränkischen Kunstsammlers.
Remote controlled Lola (2023) mini|[rise and fall] Selbstportrait von Voltage Am 19. März 2023 wurde „Die ferngesteuerte Lola“ uraufgeführt.
In dieser Installation sitzt Lola regungslos auf einem mit einer weißen Husse überzogenen Stuhl. Vor ihr befindet sich ein Knopf, der die Besucher einlädt, ihn zu drücken. Welche Wirkung der Knopf hat, bleibt von Voltage bewusst offen gelassen und sorgt für Spannung sowie spekulative Erwartungen beim Publikum.
Le tour de fuck (2023) „Le Tour de Fuck“ debütierte im April 2023 in der Schweiz.
Die Installation bestand aus einem auf einer Empore aufgebauten Fahrrad, das einen Mechanismus in Gang setzte. Direkt davor, in eindeutiger Position, befand sich Lola. Die Ausstellungsbesucher waren eingeladen, selbst in die Pedale zu treten und so die Interaktion auszulösen.
Nach zwei Stunden musste die Performance aufgrund eines Defekts an einem der Pedale abgebrochen werden.
Der doppelte Voltage (2023) Da Voltage am selben Tag zwei Ausstellungseröffnungen – in Zürich und Stuttgart – absolvieren musste, erschuf er einen nahezu perfekten Doppelgänger.
Unter dem Titel „Der doppelte Voltage“ besuchte der Doppelgänger die Vernissage in der Stuttgarter Galerie und gab sich für den gesamten Abend als Vince Voltage aus, den er überzeugend verkörperte.
Sackschweiß des Künstlers (2023)