mini|Pernille Vermund Ann Pernille Vermund Tvede (geboren am 3. Dezember 1975 in Kopenhagen) ist eine dänische Architektin, Unternehmerin und Politikerin der Liberal Alliance. Seit 2019 sitzt sie im Folketing, dem dänischen Parlament. Sie war auch Gründerin der rechtspopulistischen Partei Nye Borgerlige (Neue Bürgerliche).

Leben, Bildung und Arbeit Ann Pernille Vermund schloss ihre Ausbildung als Architektin 2001 an der Kunstakademiets Arkitektskole ab. In ihrem Abschlussprojekt „Jugendwohnungen für Asylsuchende“ argumentierte sie für Asylheime in der Innenstadt, anstatt diese außerhalb der großen Städten zu platzieren, und erstellte die Architektur dahinter. Als Unternehmerin gründete sie ein Architekturbüro.

2011 ließ sie sich von ihrem ersten Mann scheiden, mit dem sie drei Kinder hat. Am 11. Mai 2019 heiratete sie den 19 Jahre älteren Millionär und Unternehmer Lars Tvede.

Politische Karriere Konservative Folkeparti Im Jahr 2009 wurde Pernille Vermund in den Stadtrat von Helsingør gewählt. Zwei Jahre später zog sie sich wegen der Scheidung von ihrem Ehemann aus der Politik zurück. 2014 stellte sie sich als Kandidatin für das Folketing für den Wahlkreis Helsingør auf. Im Jahr darauf wurde sie bei der Folketingswahl 2015 erste Stellvertreterin für Mette Abildgaard im Nordsjællands Storkreds. Jedoch trat Pernille Vermund im selben Jahr aus der Partei aus.

Nye Borgerlige Im Oktober 2015 gründete Pernille Vermund zusammen mit Peter Seier Christensen die rechtspopulistische Partei Nye Borgerlige, die anfangs noch Ny Konservative hieß. Die Partei ist marktliberal und gegen das Recht auf Asyl. Bei der Folketingswahl 2019 schaffte die Partei mit 2,4 % knapp den Einzug in das dänische Parlament mit insgesamt vier Abgeordneten. Vermund trat dabei im Sydjyllands Storkreds an. Bei der Folketingswahl 2022 erhielt die Partei sechs Sitze im Folketing, wurde aber mit der Zeit nur noch von Vermund und Kim Edberg Andersen im Folketing vertreten. Im Februar 2023 gab sie den Vorsitz der Partei an Lars Boje Mathiesen ab, der als Einziger um ihre Nachfolge kandidiert hatte. Nachdem dieser jedoch schon im März 2023 aus der Partei ausgeschlossen wurde, hatte die Partei zwischenzeitlich keinen offiziellen Vorsitzenden, wenngleich Vermund die Verantwortung wieder wahrnahm. Nach einem halben Jahr voller Turbulenzen wurde sie am 28. Oktober 2023 ohne Gegenkandidat erneut in das Amt der Parteivorsitzenden gewählt. Am 10. Januar 2024 wurde die Folketingsgruppe der Partei überraschend aufgelöst und der Vorstand der Partei hat die Auflösung der Partei empfohlen.

Liberal Alliance Am 17. Januar 2024 trat sie der Liberal Alliance bei. In der Folketingsgruppe der Liberalen wurde sie zur umweltpolitischen Sprecherin ernannt und war zudem Sprecherin für Handel und Industrie. Bei der Folketingswahl 2026 trat sie im Sjællands Storkreds an und schaffte den Wiedereinzug. Sie wurde anschließend Sprecherin für Arbeit, Migration und Kirchenangelegenheiten in ihrer Folketingsgruppe.

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Einzelnachweise

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