alt=Vivian Suter in ihrem Atelier in Panajachel, Guatemala. Foto: Flavio Karrer|mini|Vivian Suter 2018 in ihrem Atelier in Panajachel, Guatemala. Foto: Flavio Karrer Vivian Suter (geboren als Vivian Wild am 26. August 1949 in Buenos Aires) ist eine argentinisch-schweizerische Malerin.
Leben Vivian Suter ist die Tochter von Elisabeth und August Wild. Sowohl ihre Mutter als auch ihre Grossmutter waren Künstlerinnen. Im Jahr 1962 zog sie mit ihrer Familie von Buenos Aires nach Basel. Sie besuchte später bis 1972 die Kunstgewerbeschule Basel. Ende der 1960er Jahre heiratete Vivian Suter den Werbefachmann und späteren Schriftsteller Martin Suter. Sie bereisten gemeinsam Afrika und Indien, trennten sich aber in den frühen 1980er Jahren. Nach einer Nord- und Zentralamerikareise liess Vivian Suter sich 1983 auf einer ehemaligen Kaffeeplantage in Panajachel, Guatemala, nieder. Ihre Mutter Elisabeth Wild folgte ihr 2007.
Werk Ihre Fotoarbeiten, Aquarelle und Ölmalereien auf Papier und Leinwand handeln vom Lago de Atitlán, vom Wind, vom Regen, von den Vulkanen, von der Weite und einer waldreichen Umgebung. Sie lebt inmitten von Palmen und üppiger Vegetation, wo sie ihre Arbeiten entwirft.
Bevor Suter zu einer freien Bildsprache fand, arbeitete sie konzeptuell. Beispielsweise fotografierte sie «158 Leute, die ich zwischen dem 26.6.73 und dem 14.4.74 auf meiner Reise kennen gelernt habe». Die Zufallsbekanntschaften bildete sie mit einer Schiefertafel ab, auf der Datum, Name der Porträtierten sowie Ort der Begegnung notiert waren.
In den frühen 1980er Jahren entstanden grossformatige Malereien, die Suter «Unförmige» nennt. Die Werke sind polygonal, aus mehreren Papierelementen zusammengesetzt und werden anschliessend zugeschnitten. Sie zeigen organisch-fliessende Motive. Um 1983 wandte sich die Künstlerin vom Papier ab und begann pastose Malschichten auf Leinwände aufzutragen.
Richtungsweisende Momente für Suters Arbeit waren die beiden Tropenstürme Stan im Jahr 2005 und Agatha 2010. Sie verunstalteten oder zerstörten zahlreiche Leinwände. Suter akzeptierte das Eingreifen der Natur in ihre Arbeit. Die Leinwände tragen fortan die Spuren der Umwelt wie Schlamm oder Laub.
Preise und Auszeichnungen 1981: Eidgenössisches Kunststipendium 1994: Kunstkredit Basel-Stadt 2016: Golden Pineapple, La Gran Bien Tropical 2, San Juan, Portugal 2021: Prix Meret Oppenheim
Werke in öffentlichen Sammlungen Art Institute of Chicago; Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxemburg; Guggenheim Museum, New York; Helvetia Kunstsammlung; Jewish Museum, New York; Kunstmuseum Luzern; MCA Chicago, Chicago; MFA Boston; Sammlung Ricola; Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur; Tate Collection, London; Kanton Basel-Stadt
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1971, 1980, 1989, 1993: Galerie Stampa, Basel 1975: Galerie Rolf Preisig, Basel 1976: Galerie Elisabeth Kaufmann, Olten 1977: Galerie Handschin, Basel 1978: Galerie ABF, Hamburg 1981: Galleria Diagramma, Mailand 1982: Galleria Dossi, Bergamo 1983: Vivian Suter. Bilder 1981–1983, Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth 1984: Galerie Regenbogen, Luzern 1985: Fundaciòn Humboldt y Consulado Suizo, Guatemala-Stadt 1990: Galerie Susan Wyss, Zürich 2004: Alrededor de mi cuarto, Kunstmuseum Olten 2008: La Terraza, „Panajachel“, Guatemala 2014: Vivian Suter. intrépida featuring Elisabeth Wild Fantasías 2, Kunsthalle Basel 2015: Vivian Suter. Panajachel, The Mistake Room, Los Angeles 2017: Using Walls, Floors, and Ceilings. Vivian Suter, Jewish Museum, New York City 2018: Vivian Suter. La Canícula, The Power Plant, Toronto 2019: Vivian Suter, Tate Liverpool 2021: Vivian Suter. Retrospektive, Kunstmuseum Luzern 2022: Vivian Suter, Palacio de Velázquez, Museo Reina Sofía Madrid
2023: Vivian Suter. A Stone in the Lake, Wiener Secession 2023: Vivian Suter. Home, Galleria d’Arte Moderna e Contemporanea (Bergamo)
Gruppenausstellungen 1978: Sechs Basler Künstler, Kunstmuseum Thun 1979: Europa 79. Kunst der 80er Jahre, Verein Kunstausstellungen (heute: Galerie Max Hetzler), Stuttgart 1980: 22 artistas suiços, Galeria Nacional de Arte Moderna Belém, Lissabon 1981: 6 Künstler aus Basel, Kunsthalle Basel 1983: Swiss Center Gallery, New York 2011: 6 Künstler aus Basel x 2, Kunsthalle Basel 2012: Onlinka, or Where Movement Is Created, Museo Tamayo Arte Contemporanéno, Mexiko-Stadt 2013: Concepción 41, Fundacion de arte contemporaneo, La Antigua 2014: 31. Biennale von São Paulo 2016: X Bienal de Nicaragua, Managua 2017: documenta 14, Kassel/Athen 2018: Taipei Biennial – Post Nature: A Museum as an Ecosystem, Taipeh 2019: En Plein Air, High Line Art, New York 2021: Earth Beats, Kunsthaus Zürich
Film Vivian’s Garden von Rosalind Nashashibi intépida/fearless, filmische Skizze von Gertrud Pinkus
Literatur (Auswahl)
Weblinks Website Vivian Suter
Vivian Suter In: Sammlung Kunstkredit Basel-Stadt Mousse Magazine: Time Exists Differently Here: Vivian Suter and Elisabeth Wild (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Schweiz) Kategorie:Maler (Argentinien) Kategorie:Maler der Moderne Kategorie:Teilnehmer einer Biennale von São Paulo Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Argentinier Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Frau