Die Gmina Nysa [] ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen. Sitz des Powiat und der Gemeinde ist die gleichnamige Stadt (deutsch Neisse, auch Neiße) mit etwa 44.500 Einwohnern.

Geographische Lage Die Gemeinde hat eine Fläche von 217,6 km² und liegt etwa 45 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln). Otmuchów (Ottmachau) liegt fünf Kilometer entfernt. Von ihrer Südwestspitze sind es nur vier Kilometer zur tschechischen Grenze. Zu den Gewässern gehören die Nysa Kłodzka. Ihr Stausee Jezioro Nyskie liegt größtenteils auf Gemeindegebiet.

Geschichte Die Region kam 1816 verwaltungsmäßig an Oberschlesien. Am Ende des Zweiten Weltkriegs fiel sie an Polen. Im Jahr 1950 kam das Gemeindegebiet zur Woiwodschaft Opole. Diese änderte wiederholt ihren Zuschnitt. Der Bevölkerungsanteil der anerkannten deutschen Minderheit lag bei der Volkszählung von 2002 bei 0,2 Prozent.Franz Christian Jarczyk: Neisse. Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn 1994.

Politik Bürgermeister An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Bürgermeister. Dies ist seit 2014 Kordian Kolbiarz, der mit seinem eigenen Wahlkomitee antritt. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Juni 2024. Kordian Kolbiarz (Wahlkomitee Kordian Kolbiarz) 53,5 % der Stimmen Arkadiusz Kuglarz (Koalicja Obywatelska) 28,9 % der Stimmen Celina Lichnowska (Wahlkomitee „Celina Lichnowska – Nysa verbindet uns“) 8,7 % der Stimmen Andrzej Stadnik (Wahlkomitee „Tradition – Entwicklung – Modernität“) 6,9 % der Stimmen Piotr Fitowski (Trzecia Droga) 2,0 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Kolbiarz erneut bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2020. Kordian Kolbiarz (Wahlkomitee Kordian Kolbiarz) 61,9 % der Stimmen Paweł Nakonieczny (Prawo i Sprawiedliwość) 12,9 % der Stimmen Piotr Smota (Wahlkomitee „Liga für Nysa“) 11,8 % der Stimmen Jolanta Trytko-Warczak (Koalicja Obywatelska) 8,5 % der Stimmen Tomasz Hakus (Wahlkomitee „Selbstverwaltung Hankus 2018“) 5,0 % der Stimmen

Damit wurde Kolbiarz bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Stadtrat Der Stadtrat besteht aus 23 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung gewählt. Die Stadtratswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Juni 2024. Koalicja Obywatelska (KO) 24,7 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee Kordian Kolbiarz 23,0 % der Stimmen, 6 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 21,1 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Forum Selbstverwaltung 2002“ 9,1 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Positiv – Klub für soziale Initiativen“ 7,9 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Celina Lichnowska – Nysa verbindet uns“ 6,5 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Tradition – Entwicklung – Modernität“ 4,0 % der Stimmen, kein Sitz Trzecia Droga (TD) 1,9 % der Stimmen, kein Sitz Übrige 1,9 % der Stimmen, kein Sitz

Die Stadtratswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. September 2020. Wahlkomitee Kordian Kolbiarz 30,9 % der Stimmen, 8 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 22,8 % der Stimmen, 7 Sitze Koalicja Obywatelska (KO) 20,2 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Forum Selbstverwaltung 2002“ 9,9 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Liga für Nysa“ 7,6 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Selbstverwaltung Hankus 2018“ 4,6 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee „Zusammen für die Gemeinde 2018“ 4,0 % der Stimmen, kein Sitz

Partnerstädte und -gemeinden Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen) seit 1993 Ingelheim am Rhein (Rheinland-Pfalz) Jeseník (Tschechien) Šumperk (Tschechien) Kolomyja (Ukraine) Baltijsk (Oblast Kaliningrad)

Gliederung Die Stadt-und-Land-Gemeinde Nysa zählt etwa 57.500 Einwohner und gliedert sich neben der gleichnamigen Stadt in weitere Dörfer: Biała Nyska (Bielau) Domaszkowice (Ritterswalde) Głębinów (Glumpenau) Goświnowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf; 1939–1945: Großgiesmannsdorf) Hajduki Nyskie (Heidau) Hanuszów (Hannsdorf) Iława (Eilau) Jędrzychów (Heidersdorf) Kępnica (Deutsch Kamitz; 1936–1945: Hermannstein) Konradowa (Konradsdorf) Koperniki (Köppernig) Kubice (Kaundorf) Lipowa (Lindewiese) Morów (Mohrau) Niwnica (Neunz) Nysa (Neisse, Neiße) Podkamień (Steinhübel) Przełęk (Preiland) Radzikowice (Stephansdorf) Regulice (Rieglitz) Rusocin (Riemertsheide) Sękowice (Sengwitz) Siestrzechowice (Grunau) Skorochów (Kohlsdorf) Wierzbięcice (Oppersdorf) Wyszków Śląski (Wischke; 1936–1945: Lindendorf) Złotogłowice (Groß Neundorf)

Sehenswürdigkeiten Das 1945 stark zerstörte Nysa ist noch reich an Baudenkmalen. Es wurde wegen seiner Barockarchitektur als „Schlesisches Rom“ bezeichnet.

Literatur Franz Christian Jarczyk: Neisse. Bergstadtverlag Korn 1994. ISBN 3-87057-196-9

Weblinks

Webpräsenz von Stadt und Gemeinde Nysa

Fußnoten