Karl-Heinz Werner (* 17. September 1949 in Rodewisch) ist ein ehemaliger deutscher Judoka, der für die DDR antrat. Er gewann fünf Bronzemedaillen bei Europameisterschaften und nahm an den Olympischen Spielen 1972 teil.
Sportliche Karriere
Anfänge Der 1,69 m große Karl-Heinz Werner trat bis 1976 im Leichtgewicht an, der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm. Nach der Neuordnung der Gewichtsklassen startete er 1977 im Halbleichtgewicht, der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm. Er wurde von Trainer Willi Lorbeer in die Nachwuchsmannschaft des Deutschen Judo-Verbandes berufen und siegte 1967 bei den Kadetten-Europameisterschaften.
Karl-Heinz Werner gehörte dem ASK Vorwärts Berlin an, ab 1973 dem ASK Vorwärts Frankfurt, wo er von Hubert Sturm und Herbert Niemann trainiert wurde.
Europameisterschaften 1970 gewann er bei den Europameisterschaften in Ost-Berlin seine erste Bronzemedaille, 1971 in Göteborg folgte die zweite. Einen Monat nach seinem Sieg bei den offenen niederländischen Meisterschaften im April 1972 gewann er bei den Europameisterschaften in Voorburg erneut Bronze.
Bei den Europameisterschaften 1973 in Madrid bezwang Werner den Franzosen Jean-Jacques Mounier im Achtelfinale und den Ungarn József Tuncsik im Viertelfinale. Im Halbfinale unterlag er Schengeli Pizchelauri aus der Sowjetunion. Durch einen Sieg über den Jugoslawen Branko Vidmajer gewann er seine vierte Einzelbronzemedaille bei Europameisterschaften.Kampfbilanz bei judoinside.com Bei den Europameisterschaften 1974 in London gewann er eine fünfte Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb.Turnierergebnisse bei judoinside.com
Weltmeisterschaften Bei den Weltmeisterschaften 1971 in Ludwigshafen unterlag er in seinem ersten Kampf dem Schweizer Peter Wiler. Bei den Weltmeisterschaften 1973 in Lausanne schied Werner im Viertelfinale gegen den Franzosen Michel Algisi aus.
Olympische Spiele 1972 Im September 1972 trat Werner bei den Olympischen Spielen in München im Leichtgewicht an. In seinem ersten Kampf bezwang er den Marokkaner Moustafa Belhmira durch Kampfrichterentscheid (Yusei-gachi). In der zweiten Runde schlug er den Belgier Gustaaf Lauwereins nach 4:21 Minuten. In der dritten Runde schied Karl-Heinz Werner durch Yusei-gachi gegen Wolfram Koppen aus der Bundesrepublik Deutschland aus. Er belegte den elften Platz.Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik III. Mexiko-Stadt 1968 – Los Angeles 1984. Sportverlag Berlin, Berlin 2000, ISBN 3-328-00741-5. S. 279
Wettbewerb Vorrunden Endplatzierung Runde der 32 Runde der 16 Viertelfinale Platz 63 kg Moustafa Belhmira (MAR)S (Yusei-gachi) Gustaaf Lauwereins (BEL)S (4:21) Wolfram Koppen (FRG)N (Yusei-gachi) 11.
DDR-Meisterschaften Bei DDR-Meisterschaften im Leichtgewicht war Werner 1969 und 1970 Zweiter hinter Dieter Scholz vom SC Dynamo Hoppegarten. 1972 gewann er seinen ersten Meistertitel, 1973 unterlag er wieder Dieter Scholz. 1974 gewann er seinen zweiten Meistertitel, 1976 unterlag er Ingolf Lahr vom SC Dynamo Hoppegarten.DDR-Meisterschaften im Leichtgewicht bei sport-komplett.de Nach der Neuordnung der Gewichtsklassen siegte er 1977 bei den DDR-Meisterschaften im Halbleichtgewicht.DDR-Meisterschaften im Halbleichtgewicht bei sport-komplett.de
Weitere Ergebnisse Im April 1972 siegte Werner bei den offenen niederländischen Meisterschaften. 1977 gewann er im bulgarischen Plewen sein letztes internationales Turnier.
Weblinks Turnierergebnisse bei judoinside.com
Fußnoten
Kategorie:Judoka (DDR) Kategorie:Olympiateilnehmer (DDR) Kategorie:Sportler (Rodewisch) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1972 Kategorie:DDR-Meister (Judo) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann