Dies ist eine Liste der verschiedenen Sylvester- und Tweety-Zeichentrickfilme.

In Robert Clampetts Die Geschichte zweier Katzen erschien 1942 erstmals ein namenloser und nackter Vogel, der zwei Jahre später, in Vögelchen und Bestie, den Namen Tweety erhielt und 1947 in Sylvester zieht den Kürzeren seinen ersten regulären Auftritt mit gelben Gefieder hatte. Letzterer Film, der von Robert Clampett geplant und von Friz Freleng fertiggestellt wurde, zeigte Tweety erstmals im Gespann mit dem Kater Sylvester und gewann 1948 einen Oscar. Seitdem war der gelbe Vogel fast ausschließlich an der Seite des Katers zu sehen, oft auch zusammen mit Granny und der Bulldogge Hector.

Kater Sylvester hatte sein Leinwanddebüt 1945 in Friz Frelengs Ohne Liebe ist das Leben leer, der eine Oscar-Nominierung bekam. Seinen Namen erhielt er 1948 in Chuck Jones’ Schwein gehabt. Zu sehen ist er nicht nur an der Seite Tweetys, sondern oft auch zusammen mit anderen Cartoon-Charakteren, wie etwa mit seinem Sohn Sylvester Jr., dem jungen Känguru Hippety Hopper und der Maus Speedy Gonzales.

Von Friz Freleng wurden einige weitere Kurzfilme mit den beiden Figuren gewürdigt. So erhielten auch die Sylvester-und-Tweety-Cartoons Verkleidungskünstler (1950), Omis neuer Bikini (1955) und Die Anonymen Vogelfresser (1957) eine Oscar-Nominierung, wobei letzterer Film den Preis gewann. Ebenfalls für einen Oscar nominiert waren die Sylvester-Cartoons Die schnellste Maus von Mexiko (1955) mit Speedy Gonzales – auch dieser Film gewann die Auszeichnung – sowie Leo, Silvester und das arme Mäuschen (1960) mit Sam Cat und Der Rattenfänger von Guadeloupe (1961), wieder mit Speedy Gonzales.

Sylvester und Tweety traten in zahlreichen weiteren Produktionen auf, zu denen Fernsehserien sowie -Specials, Kompilationsfilme und Direct-to-Video-Veröffentlichungen zählen. Von 1995 bis 2002 wurde ihnen mit Sylvester und Tweety eine eigene Fernsehserie gewidmet. In der Serie Baby Looney Tunes, die erstmals von 2002 bis 2005 im Fernsehen lief, waren sie als Baby-Versionen ihrer selbst zu sehen. Auch erschienen sie Anfang der 2000er-Jahre in dem mit Tweety als Hauptfigur besetzten Direct-to-Video Tweety’s High-Flying Adventure und in mehreren Webtoons, die auf der Looney-Tunes-Website veröffentlicht wurden. Größere Auftritte in mit Animationen kombinierten Realfilmen hatten sie in Space Jam (1996), Looney Tunes: Back in Action (2003) und Space Jam: A New Legacy (2021).

Kurzfilme Insgesamt sind 116 Kurzfilme mit Sylvester und/oder Tweety gelistet. Davon zeigen 62 nur den Kater Sylvester (darunter ein Kurzauftritt), 6 nur den Kanarienvogel Tweety (darunter drei Kurzauftritte) und 48 einen gemeinsamen Auftritt des Duos (darunter ein Kurzauftritt und ein Kurzauftritt nur von Tweety). Von den 116 Kurzfilmen sind 105 reguläre Filme mit Sylvester und/oder Tweety, die von 1942 bis 1965 im goldenen Zeitalter des US-amerikanischen Zeichentrickfilms veröffentlicht wurden. In 3 weiteren Filmen dieser Ära hatte jeweils eine der beiden Figuren einen Kurzauftritt. Nach dem goldenen Zeitalter des US-amerikanischen Zeichentrickfilms wurden weitere 8 Kurzfilme mit den Figuren produziert, von denen zwei innerhalb verschiedener Fernsehspecials erschienen und zwei lediglich Kurzauftritte zeigen.