Karl August Dölitzsch (auch: Carl August Dölitzsch, Karl Dölitzsch,Herbert Mundhenke (Bearb.): Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover ( = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 9, Abteilung 6), Bd. 3: Erläuterungen und Register, Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1992, ISBN 978-3-7752-5855-5 und ISBN 3-7752-5855-8, S. 99; Carl Dölitsch,Friedrich Eggers (Hrsg.): Die diesjährige Kunstausstellung in Hannover (Fortsetzung), in ders.: Deutsches Kunstblatt, 4. Jahrgang, Leipzig: Verlag von Rudolph und Theodor Oswald Weigel, 1853, S. 151f.; und Karl DölitschHelmut Damerau, Wolfgang Hausen: Deutsches Soldatenjahrbuch, Band 44, München: Schild-Verlag, S. 266; sowie Doelitsch;August Kestner: Das neue Museum und der Künstlerverein zu Hannover, in: Deutsches Kunstlblatt, 7. Jahrgang, Berlin: Verlag von Heinrich Schindler, 1856, S. 101ff.; hier: S. 102; * 1810; † 11. Mai 1859 in Hannover) war ein deutscher Zeichenlehrer sowie Porträt-Vergleiche des Vereins für Computergenealogie aus den Einträgen aus Adreßbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover 1849 und Historienmaler.

Leben und Werk Nach dem Sterberegister der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover wurde Karl Dölitzsch als außerehelicher Sohn des Unteroffiziers Carl Dölitzsch und seiner späteren Ehefrau Marie Bachmann geboren.

Karl Dölitzsch studierte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als einer der ersten Schüler an der Höheren Gewerbeschule von Hannover. In der Residenzstadt des Königreichs Hannover ist laut den Adressbüchern der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover erstmals für das Jahr 1846 ein Dölitzsch verzeichnet, als sich Karl Dölitzsch als „Portraitmaler“ zunächst im Haus Osterstraße 41 niederließ.Vergleiche das Adressbuch ... 1845, Abteilung I: Adreß- und Wohnungsanzeiger, 4: Alphabetisches Verzeichnis der Einwohner, S. 82; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek über die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie Adressbuch ... 1846 ..., S. 80 Ab 1848 war er als Maler in der Ernst-August-Straße 12 geführt,Adressbuch ... 1848 ..., S. 77 auf der sogenannten Leineinsel Klein-Venedig,Waldemar R. Röhrbein: Leineinsel „Klein Venedig“. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 396f. und dort ab 1849 als Porträtmaler und Zeichenlehrer.

Im Jahr 1850 schuf Dölitzsch zwei Ölgemälde mit den Porträts des Königlich Hannoverschen Hof-Rüstmeisters Carl Daniel Tanner und dessen Ehefrau Wilhelmine Tanner, geborene Reinhausen.Tradition. Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie, Band 6, Frankfurt am Main: Knapp, 1961, S. 283, 289;

1853 waren Arbeiten von „C. Dölitsch“ auf einer Gemeinschaftsausstellung des Kunstvereins Hannover vertreten. Das von Friedrich Eggers in Leipzig herausgegebene Deutsche Kunstblatt bezeichnete dessen dort gezeigten Werke als „im Ganzen gute, wiewohl etwas hausbackene Porträts.“

Zur Eröffnung des Kunstmuseums Hannover im Jahr 1856 hatten verschiedene Künstler für die Innenausstattung des Hauses 22 loorbeerumkränzte Medaillons geschaffen, die zwischen den holzgeschnitzten Konsolen des Gebälkes angebracht worden waren. Die grau in grau gemalten Köpfe zeigten „die Köpfe deutscher Kunstheroen“ und waren Schöpfungen der Maler Carl Oesterley senior, Edmund Koken, Georg Laves, Karl Bostelmann, Adolf Nieß, „Oeltzen, Doelitsch u. a.“.

1859 zählte der Maler zu den ordentlichen Mitgliedern des Historischen Vereins für Niedersachsen.Nachricht über den Historischen Verein für Niedersachsen, Band 22, Hannover: Ph. C. Göhmann, 1859, S. 46; Digitalisat über Google-Bücher Im Folgejahr 1860 war der Name Dölitzsch nicht mehr im Adressbuch Hannovers verzeichnet.Adressbuch ... 1860, S. 146

Nach dem Sterberegister der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis wurde Karl Dölitzsch am 11. Mai 1859 tot im Wasser gefunden. Sein Alter wird mit "48 Jahr, 10 Monate, 8 Tage" angegeben.Angeblich nahm sich Karl Dölitzsch im "schnellen Graben" bei Hannover das Leben, weil es ihm nicht gelang, "sein Hauptwerk an den König zu verkaufen" (Vermerk auf der Rückseite eines Fotos des Gemäldes "Schlacht bei Minden").

Bekannte Werke (Auswahl) 1850: Zwei Ölgemälde mit den Porträts des Ehepaars Carl Daniel Tanner und der Wilhelmine Tanner, geborene Reinhausen (1793–1876). Die vormals in Familienbesitz gehaltenen Werke verbrannten während des Zweiten Weltkriegs. Es haben sich jedoch Abbildungen erhalten. 1859: Schlacht bei Minden

Einzelnachweise

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