World Cup of Hockey 1996 zentriert|125px|Logo des World Cup of Hockey 1996 Anzahl Nationen 8 Gewinner Zweiter Halbfinalisten   Austragungsort(e) 9 (in 6 Ländern) Eröffnung 26. August 1996 Endspiel 14. September 1996 Zuschauer 288.500 (15.184 pro Spiel) Tore 140 (7,37 pro Spiel)  MVP Mike Richter Topscorer Brett Hull (11 Punkte)

Der World Cup of Hockey 1996 war die erste Austragung des gleichnamigen Wettbewerbs. Der Nachfolger des Canada Cups wurde vom 26. August bis zum 14. September 1996 von der nordamerikanischen Profiliga National Hockey League und der Spielergewerkschaft National Hockey League Players’ Association in Zusammenarbeit mit der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF ausgetragen.

An der Erstauflage des Wettbewerbs nahmen die acht besten Mannschaften der IIHF-internen Weltrangliste teil. Den Titel sicherten sich die Vereinigten Staaten, die sich in der Finalserie mit 2:1-Siegen gegen Kanada durchsetzte.

Teilnehmer Die sechs besten Mannschaften der IIHF-internen Weltrangliste sowie die Slowakei aus sportlichen und Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen waren in den North American Pool sowie den European Pool unterteilt.Stephan Müller: International Ice Hockey Encyclopaedia: 1904 – 2005, S. 197

6 aus Europa Deutschland Finnland Russland Schweden(Olympiasieger 1994) Slowakei Tschechien(Weltmeister 1996) 2 aus Nordamerika Kanada(Canada-Cup-Sieger 1991) USA

Pooleinteilung 20px|Europa European Pool(Garmisch-Partenkirchen, Helsinki, Prag, Stockholm) 20px|Nordamerika North American Pool(Montréal, New York City, Ottawa, Philadelphia, Vancouver) Tschechien Kanada Schweden Russland Finnland USA Deutschland Slowakei

Modus Die acht Teams wurden in zwei Gruppen à vier Mannschaften unterteilt. Nach den Gruppenspielen der Vorrunde qualifizieren sich die beiden Gruppenersten direkt für das Halbfinale. Die Gruppenzweiten und -dritten bestritten je ein Qualifikationsspiel zur Halbfinalteilnahme, der Vierte schied aus.

In der Finalrunde gab es keine Rückspiele. Der Sieger, der nach dem Regelwerk der National Hockey League ermittelt wurde, zog direkt in die nächste Runde ein. Das Finale wurde im Modus „Best-of-Three“ ausgespielt.

Austragungsorte Garmisch-Partenkirchen Helsinki Prag Stockholm Olympia-EisstadionKapazität: 6.926 Helsingin JäähalliKapazität: 8.200 Sportovní halaKapazität: 14.331 GlobenKapazität: 13.850 x150px|Helsingin Jäähalli x150px|Sportovní hala x150px|Globen

Montreal, Québec New York City, New York Ottawa, Ontario Philadelphia, Pennsylvania Vancouver, British Columbia Centre MolsonKapazität: 21.273 Madison Square GardenKapazität: 18.200 Corel CentreKapazität: 19.153 CoreStates CenterKapazität: 19.537 General Motors PlaceKapazität: 18.422 x150px|Centre Molson x150px|Corel Centre x150px|CoreStates Center x150px|General Motors Place

Vorrunde European Pool

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. Schweden 3 3 0 0 14:3 6 2. Finnland 3 2 0 1 17:11 4 3. Deutschland 3 1 0 2 11:15 2 4. Tschechien 3 0 0 3 4:17 0

North American Pool

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. USA 3 3 0 0 19:8 6 2. Kanada 3 2 0 1 11:10 4 3. Russland 3 1 0 2 12:14 2 4. Slowakei 3 0 0 3 9:19 0

Finalrunde

Viertelfinale

Halbfinale

Finale Das Finale wurde im Modus „Best-of-Three“ ausgespielt.

Nachdem die Kanadier die Auftaktpartie im CoreStates Center von Philadelphia mit 4:3 in der Overtime durch einen Treffer von Steve Yzerman für sich entschieden hatten, wurde die Serie im Centre Molson in Montréal fortgeführt. Dort glichen die US-Amerikaner die Serie durch einen 5:2-Sieg zunächst aus und gewannen auch die entscheidende dritte Partie mit diesem Resultat, um sich den ersten World Cup of Hockey zu sichern. In der dritten Partie lagen die Vereinigten Staaten sieben Minuten vor Beendigung des Schlussabschnitts mit 1:2 im Rückstand, drehten die Partie aber durch vier aufeinander folgende Treffer.

Abschlussplatzierungen Pl. Team 1 USA 2 Kanada 3 Schweden 4 Russland 5 Finnland 6 Deutschland 7 Slowakei 8 Tschechien

Finalteilnehmer World-Cup-of-Hockey-SiegerUSA Tony Amonte, Jim Carey, Shawn Chambers, Chris Chelios, Adam Deadmarsh, Bill Guerin, Derian Hatcher, Kevin Hatcher, Guy Hebert, Phil Housley, Brett Hull, Steve Konowalchuk, Pat LaFontaine, John LeClair, Brian Leetch, Shawn McEachern, Mike Modano, Joel Otto, Mike Richter, Brian Rolston, Mathieu Schneider, Bryan Smolinski, Gary Suter, Keith Tkachuk, Doug Weight, Scott YoungCheftrainer: Ron WilsonAssistenztrainer: John Cunniff, Paul Holmgren, Keith Allain

2. PlatzKanada Rob Blake, Rod Brind’Amour, Martin Brodeur, Paul Coffey, Sylvain Côté, Vincent Damphousse, Éric Desjardins, Theoren Fleury, Adam Foote, Adam Graves, Wayne Gretzky, Curtis Joseph, Ed Jovanovski, Claude Lemieux, Trevor Linden, Eric Lindros, Mark Messier, Scott Niedermayer, Lyle Odelein, Keith Primeau, Bill Ranford, Joe Sakic, Brendan Shanahan, Scott Stevens, Pat Verbeek, Steve YzermanCheftrainer: Glen SatherAssistenztrainer: Marc Crawford, Eddie Johnston, Andy Murray

Auszeichnungen Als Most Valuable Player des Turniers wurde der US-amerikanische Torhüter Mike Richter ausgezeichnet. Richter, der sich den Posten mit Guy Hebert teilte und sechs der sieben Partien absolvierte, hatte in den Finalspielen maßgeblichen Anteil an den Siegen der USA. Zudem wurde er auch ins All-Star-Team berufen.

All-Star-Team Angriff: John LeClair – Mats Sundin – Brett Hull Verteidigung: Chris Chelios – Calle Johansson Tor: Mike Richter

Statistik Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Brett Hull 7 7 4 11 +10 4 John LeClair 7 6 4 10 +9 6 Mats Sundin 4 4 3 7 +5 4 Doug Weight 7 3 4 7 +1 12 Wayne Gretzky 8 3 4 7 +3 2 Brian Leetch 7 0 7 7 +10 4 Paul Coffey 8 0 7 7 +4 12 Keith Tkachuk 7 5 1 6 +6 44 Theoren Fleury 8 4 2 6 +2 8 Sergei Fjodorow 5 3 3 6 +2 2

Beste Torhüter Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Turnierbestwert Spieler Team GP TOI GA SO Sv% GAA Tommy Söderström 2 120 2 1 95,2 1,00 Tommy Salo 2 160 4 0 93,8 1,50 Joseph Heiß 2 120 5 0 93,3 2,50 Mike Richter 6 370 15 0 92,3 2,43 Curtis Joseph 7 468 18 0 90,8 2,31

Literatur

Weblinks

World Cup of Hockey 1996 bei legendsofhockey.net

Einzelnachweise

#1996 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1996