Petzen ist ein negativ konnotiertes vor allem in der Kinder- und Schülersprache gebräuchliches Wort für „verraten“ oder „ausplaudern“, gelegentlich auch „zutragen“, „preisgeben“, umgangssprachlich auch „auspacken“.

In der Schülersprache wird damit das Melden unerwünschten Verhaltens an eine Autoritätsperson, etwa einen Lehrer oder die Eltern bezeichnet.Ulrich Ammon u. a.: Variantenwörterbuch des Deutschen. De Gruyter, 2004, S. 567, „Petze“ (seltener Petzer zu einer „männlichen Petze“) als Ausdruck für jemanden, der petzt,Petzer in Duden.de, abgerufen am 14. April 2010 ist ein gebräuchliches (meist situativ angewandtes) Schimpfwort.

Das Wort ist in dieser Bedeutung bereits vor dem 18. Jahrhundert nachweisbar. Die Wortherkunft ist umstritten und wird teilweise auf Niederdeutsch mit Ursprung im mittellateinischen zurückgeführt,Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, de Gruyter, Berlin 1999 andere sehen die Herkunft in der Studentensprache, auch ein Ursprung aus der Gaunersprache zu hebräisch wird nicht ausgeschlossen.Artikel petzen auf Duden.de, abgerufen am 13. April 2010

Das Verraten – vermeintlicher – „Verfehlungen“ wird auch als „Verpfeifen“ oder „Anschwärzen“ bezeichnet. Johann August Eberhard formulierte in seinem Synonymischen Handwörterbuch der deutschen Sprache 1910:

Siehe auch Denunziation

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Handlung und Verhalten