Winand Bock von Pommern (* 1329 in Pommern (Mosel); † 5. Februar 1415 in Trier) war ein deutscher Kanoniker und Domherr in Trier.

Leben Winand Bock von Pommern erhielt am 20. Juni 1330 durch den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg in Pommern an der Mosel ein erzbischöfliches Haus „curtis“ und einen Turm „turri“ zu Lehen, mit der Auflage der baulichen Unterhaltung, des Öffnungsrechts und des Verbots der Afterleihe. Hierzu hatte er einen halben Hof in Brieden, an dem Matthias Walpode Miterbe war und andere Allodialgüter im Kirchspiel von Pommern aufzutragen.1330 wurde Winand genannt Bock von Pommern mit dem "turris" zu Pommern belehnt (LHAKo 1 C 2, Nr. 616), bei: pommern-mosel.de Am 31. Juli 1372 wurde Winand B.v.P. unter Papst Gregor XI. zum Domherr von Trier ernannt, allerdings hatte er hierfür die Pfarrkirche in Alt-Bettingen in der Eifel aufzugeben.Domkapitel 1295–1378: Trier Domherrenliste Nr. 206 Winand Bock von Pommern bei: dhi-roma.it

Am 9. März 1382 wurde er nach Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel in ein Kanonikat investiert (veraltet für eingesetzt), ein Amt, das er bis 1409 innehielt. Vom 30. September 1412 bis zu seinem Tode im Jahre 1415 war er letztlich noch als Kustos in Trier tätig.

Ehemaliges Burghaus in Pommern Das ehemalige nahe am Moselufer gelegene Burghaus in Pommern bestand ursprünglich aus einem rechteckigen Wohnturm von 15 × 11 Meter Grundfläche sowie einem Wohnhaus mit einer Grundfläche von 21,5 × 10 Meter. Der Turm bestand aus 4 Etagen und besaß ein stumpfes Pyramidendach. Das Wohnhaus war ursprünglich zweigeschossig, hatte vier zweigeteilte Fenster und einen zur Moselfront zur Hälfte vorspringenden Treppenturm von 4,20 Meter Höhe mit einer Wendeltreppe aus rotem Sandstein. Das Burghaus, zuletzt von der „Leyensche Kellnerei“, auch „Bockturm“ genannt,Markus Sausen: Der "thorm zu Pumer" – Spurensuche zum Bockturm in Pommern an der Mosel. In: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege Nr. 2, 2025 S. 107–115. wurde wegen seiner Lage beim Neubau der Eisenbahnlinie Koblenz-Trier im Jahre 1878 abgerissen.Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz, Dritter Band, Teil 2, Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, Teil 1, Deutscher Kunstverlag München 1959, Pommern, Ehem. erzbischöfliches Burghaus, S. 674–678.

Literatur Alfons Friderichs (Hrsg.): v. Pommern, Winand Bock, In: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell, Kliomedia, Trier 2004, ISBN 3-89890-084-3, S. 278. Alfons Friderichs (Hrsg.): Urkunden & Regesten, Kliomedia, Trier 2010, ISBN 978-3-89890-125-3, Winand gen. Bock v. Pommern, S. 674–678.

Weblinks

Winand, Bock von Pommern In: deutsche.biographie, abgerufen am 15. Juli 2019 1330 wurde Winand genannt Bock von Pommern mit dem "turris" zu Pommern belehnt (LHAKo 1 C 2, Nr. 616), bei: pommern-mosel.de

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