mini| mini| Der Rakuhō-ji (), auch Amabiki Kannon () genannt, mit dem Bergnamen Amabikisan () ist ein Tempel des Buzan-Zweigs () der Shingon-Richtung des Buddhismus in Sakuragawa (Präfektur Ibaraki), Japan. In der traditionellen Zählung ist er der 24. der 33 Tempel der Kantō-Region.
Geschichte Der Tempel hat sich der Überlieferung nach aus dem Wohnsitz des aus China zurückgekehrten buddhistischen Gelehrten Dokushu () um das Jahr 587 entwickelt und gehört daher zu den sehr alten Tempeln. Das Tempelgelände ist mit 30.000 m² ziemlich groß.
Die Anlage Man steigt hinauf zum Tempelgelände und passiert dabei das mächtige Tempeltor (; 1 im Plan), das hier in Form eines Turmtores als Niō-Tor (), also als Tor mit den beiden Tempelwächtern (Niō) rechts und links vom Durchgang ausgeführt ist. Das Tor soll auf Wunsch des 6. Shōgun der Kamakura-Zeit, Prinz Munetaka, errichtet worden sein. Man steigt eine Treppe hoch zur Ebene der Tempelanlage und hat dann die Haupthalle (; 2) vor sich, die ein Fußwalmdach besitzt. Sie stammt aus der Meireki-Ära (1655–1658). Links neben der Haupthalle steht ein kleines, schmales Gebäude und daneben die große Schatzpagode (; 3). Dies wurde in der Kaei-Ära (1848–1854) errichtet.
Zu den weiteren Gebäuden gehören die Ema-dō (; 4), der Glockenturm (; 5), die zweistöckige Opferküche (; 6) aus der Ansei-Ära (1855–1860) und die hexagonale Rokkaku-dō (; 7). Neben der Haupthalle steht ein roter Pavillon: es ist der dem Tōshō Sannō geweihte Schrein (; 8) gewidmet ist. Unter der Opferküche zieht sich ein 70 m langer und 13 m hohe, aus Steinblöcken errichtete Mauer (M) entlang.
Weiter hinten befindet sich das Abt- und Mönchsquartier (A) und das Gästehaus für Besucher (G).
Tempelschätze Die hölzerne, stehende Kannon (), die traditionell Emmei-Kannon (), das heißt „Lebensverlängernde Kannon“ genannt wird, stammt aus der frühen Heian-Zeit und ist achtarmig () ausgeführt. Die aus einem Stück Holz gefertigte Kannon ist als Wichtiges Kulturgut Japans registriert. Sie ist hier als Heilige des esoterischen Buddhismus () i. A. nicht öffentlich zugänglich, wird aber jährlich am 1. Sonntag im April gezeigt. Vor ihr sieht man eine Kannon als „Vorsteher Kannon“ ().
Als Kulturgut der Präfektur sind weiteren Tempelschätze registriert. Dazu gehören als Gebäude die Haupthalle, die Schatzpagode, das Niō-Tor, der Schrein zu Ehren Tōshō Sannō. Ebenfalls registriert sind Bilder des Aizen Myōō (), der Benzaiten (), eine elfköpfige Kannon (), eine Skulptur des Fudō Myōō (), 490 Sutren-Rollen und buddhistisches Gerät aus der Heian-Zeit.
Bilder
Literatur Ibaraki-ken shiiki-shi kenkyukai (Hrsg.): Amabiki Kannon. In: Ibaraki-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2006, ISBN 978-4-634-24608-9. S. 137.
Weblinks Website des Tempels Tempel in der Präfektur Ibaraki, Bando Reijokai
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Ibaraki Kategorie:Erbaut in den 580er Jahren Kategorie:Sakuragawa