Der Google-Effekt, auch Digitale Amnesie genannt, ist die Tendenz, Informationen zu vergessen, die mit Hilfe von Internet-Suchmaschinen leicht online gefunden werden können. Stattdessen wird oft eher die Internetseite, auf der die Person fündig wurde, erinnert.

Eine erste Studie zum Google-Effekt wurde im Juli 2011 veröffentlicht. Die Autoren zeigten, dass es weniger wahrscheinlich ist, dass sich Menschen an bestimmte Details erinnern, von denen sie glauben, dass sie online zugänglich sein werden. Die Studie behauptet jedoch auch, dass die Fähigkeit der Menschen, Informationen offline zu lernen, gleich bleibt. Dieser Effekt kann auch als eine Änderung darüber angesehen werden, welche Informationen und welcher Detaillierungsgrad als wichtig erachtet wird.

Es ist umstritten, ob ein solcher Effekt existiert. Eine spätere Studie von 2018 konnte die ursprünglichen Ergebnisse nicht replizieren.

Ein Review aus dem Jahre 2024, welches 69 Studien subsumierte, kam zu dem Ergebnis, dass dieser Effekt wahrscheinlicher an einem Handy als an einem Computer eintritt. Außerdem fanden sie heraus, dass Menschen mit einer größeren Wissensgrundlage weniger anfällig für diesen Effekt seien. Weiterhin zeigten sich Personen aus Nordamerika anfälliger für diesen Effekt als Menschen aus anderen Gegenden.

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