Johann Christoph Hüsemann (* 1702 in EutinFriederich Thöne: Geist und Glanz einer alten Residenz. F. Bruckmann, München 1963, S. 266.; † 20. Februar 1774 in Wolfenbüttel) war ein deutscher Orgelbauer des Hoch- und Spätbarock und um die Mitte des 18. Jahrhunderts Hof- und Landorgelbauer in Wolfenbüttel.

Leben und Werk Sein Vater war der Eutiner Tischler Hans Jakob Hüsemann. Am 21. Juni 1742 heiratete Johann Christoph Hüsemann Anna Margaretha Langeschwad, Tochter des Bürgers Johann Heinrich Langeschwad aus Wolfenbüttel. Am 27. Juli 1743 wurde der gemeinsame Sohn Johann Ferdinand Hüsemann (* 1743,Entwicklung bis 1850 auf nicolai-gifhorn.de, abgerufen am 29. März 2026. † 29. September 1812) geboren, der ebenfalls Orgelbauer wurde und vermutlich bis zum Tod des Vaters im Jahr 1774 in dessen Werkstatt tätig war.Wolfgang Billig: Die Stiftskirche zu Steterburg. S. 193. Später führte Johann Friedrich Ernst Hüsemann (* 14. September 1745, † nach 1823) das Handwerk fort.

Werkliste Die Liste umfasst neu gebaute oder umgebaute Orgeln. Hinzu kommen zahlreiche Orgelreparaturen.Uwe Pape: Die Orgeln der Stadt Celle. 2000, S. 221. Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1730 Braunschweig Bartholomäuskapelle I 10 Neubau vor 1749 Küblingen St. Marien I 10 Neubau vor 1750 Gittelde Johanniskirche I 6 Neubau eines Positivs 1747–1750 Helmstedt St.-Stephani-Kirche zentriert|160x160px III/P 35 Erweiterung um zwei Pedaltürme; Gehäuse erhalten um 1750 Schöppenstedt St. Stephanus II/P 23 Neubau 1753 Greene St. Martini I/P ca. 13 Einbau von Schleifladen statt der Springladen, Ergänzung um ein selbstständiges Pedal; in umgebauter Form erhalten 1763 Königslutter am Elm Kaiserdom Neubau 1765 Celle Stadtkirche I 4 NeubauUwe Pape: Die Orgeln der Stadt Celle. 2000, S. 147. Wolfenbüttel Marienkirche 160x160px III/P um 40 Umbau der Orgel von Gottfried Fritzsche (1619–1623); Umbau des Rückpositivs in ein Oberwerk, Erweiterung des Pedals, Prospekt vorgerückt, neue Windladen, Umdisponierungen; rekonstruierter Prospekt und 6 Fritzsche-Register erhalten 1766–1769 Denstorf St.-Johannes-Kirche Neubau 1767–1769 Steterburg Stiftskirche zentriert|160x160px Neubau, Gehäuse erhalten 1771 Eschershausen St. Martin II/P 19 Neubau vor 1774 Braunschweig St. Martini 160x160px III/P 30 Erweiterung um ein Brustwerk mit 6 Registern; Prospekt erhalten

Literatur Wolfgang Billig: Die Stiftskirche zu Steterburg. Selbstverlag des Braunschweigischen Geschichtsvereins, Braunschweig 1982. Uwe Pape: Die Orgeln der Stadt Celle. Pape, Berlin 2000, ISBN 3-921140-55-2. Uwe Pape, Jochen Weihmann (Abbildungen): Orgeln und Orgelbauer in Braunschweig. Pape, Berlin 2016, ISBN 978-3-921140-99-4.

Einzelnachweise

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