Chețani [] (veraltet Murăș-Cheța oder Cheța; oder Kece) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Chețani im Kreis Mureș Die Gemeinde Chețani liegt im Siebenbürgischen Becken im Westen des Kreises Mureș. An der Mündung des Baches Chindeni in den Mureș (Mieresch), der Nationalstraße 15 und der Bahnstrecke Alba Iulia–Târgu Mureș, befindet sich der Ort Chețani sieben Kilometer westlich der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 50 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Etwa drei Kilometer nördlich von Chețani soll die geplante rumänische A3, auch Autostrada Transilvania genannt, verlaufen.
Geschichte Der Ort Chețani, im Mittelalter ein rumänisches Hörigendorf des heutigen Dorfes Luncani (Neusatz) der Gemeinde Luna (Lone), wurde nach unterschiedlichen Angaben 1424 oder 1444Angaben auf der Website der Gemeinde Chețani abgerufen am 13. Dezember 2024 (rumänisch). erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war ein Gutshof der ungarischen Adelsfamilie Apafi nachträglich der Familie Korda. Das Schloss der Adelsfamilie, in welchem im Mittelalter mehrere siebenbürgische Landtage abgehalten wurden, wurde abgetragen; ist unter der Bezeichnung Cordăteși bekannt.
Auf eine Besiedlung des Gemeindeareals deuten archäologische Funde auf dem Gebiet des Gemeindezentrums in die Römerzeit;Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 18. Oktober 2022 (rumänisch). im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) werden Funde der Kupfersteinzeit zugeordnet. (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Grindeni (ungarisch Gerendkeresztúr) wurden archäologische Funde der Frühgeschichte und der Jungsteinzeit zugeordnet und in Hădăreni (ungarisch Hadrév) wird eine Römerstraße vermerkt.
Im Königreich Ungarn gehörten die Orte der heutigen Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosludas in der Gespanschaft Torda-Aranyos, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Gemäß einer Planung von 2017 sollen bis 2020 auf dem Gebiet der Gemeinde das Trink- und Abwassernetz, eine Kläranlage, etwa sechs Kilometer Straße asphaltiert und ein Medizinisches Zentrum errichtet werden.Angaben auf der Website der Gemeinde Chețani abgerufen am 13. Dezember 2024 (rumänisch).
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Chețani entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2501 1770 580 - 151 1920 3209 2451 715 - 43 1941 4126 3295 784 1 46 2002 2889 2352 422 - 115 2011 2665 2163 347 - 155 2021 2468 2125 136 - 207 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren (885) wurde 1910, der Roma (151) 1850 und die der Rumäniendeutschen (13) 1890 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die Holzkirche Sf. Arhanghel și Gavril (Erzengel Michael und Gabriel) im 18. Jahrhundert errichtet, 1967 erneuert, ist eine griechisch-katholische KircheAngaben zur griechisch-katholischen Holzkirche in Chețani bei biserici.org abgerufen am 12. Juli 2019 (rumänisch). und steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Grindeni die griechisch-katholische Holzkirche Sfinții Arhangheli, Sfântul Ioan Botezătorul oder auch Sfântul Vasile cel Mare, nach unterschiedlichen Angaben im 18. Jahrhundert oder 1865Angaben zur griechisch-katholischen Holzkirche in Grindeni bei biserici.org abgerufen am 12. Juli 2019 (rumänisch). errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Hădăreni die orthodoxe Kirche Sf. Arhanghel și Gavril 1910 errichtetAngaben zur orthodoxen Kirche in Hădăreni bei biserici.org abgerufen am 12. Juli 2019 (rumänisch). und die reformierte Kirche im 16. Jahrhundert errichtet, war ursprünglich eine römisch-katholische Kirche.Angaben zur reformierte Kirche in Hădăreni bei biserici.org abgerufen am 12. Juli 2019 (rumänisch).
Weblinks
Die Gemeinde Chețani bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1444