Karl von Korff (* 6. Oktober 1867 in Hajen; † 1956) war ein deutscher Anatom in Kiel, Tübingen und Argentinien.
Leben Karl von Korff begann an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Medizin zu studieren. 1891 wurde er im Corps Hasso-Borussia recipiert.Kösener Corpslisten 1960, 31/117 Als Inaktiver wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1895 wurde er in Kiel zum Dr. med. promoviert.Dissertation: Beitrag zur Lehre vom Ulcus corneae serpens.Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, Bd. 33 Für eine Hamburger Reederei fuhr er 1896/97 als Schiffsarzt nach China und Japan. Danach ging er als Assistant zu Walther Flemming in der Kieler Anatomie. Bei ihm habilitierte er sich 1902 für Anatomie.Habilitationsschrift: Zur Histogenese der Spermien von Phalangista vulpina.
Am 26. Juni 1913 ersuchte er die Medizinische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen um Zulassung zur Habilitation.Unterlagen zur Habilitation von Prof. Korff (UAT 119/261 und UAT 125/82 [,4]) Da er in Kiel schon habilitiert war, erfolgte die Umhabilitation. Am 16. Juli 1913 erging die Genehmigung des Kgl. Württembergischen Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens, v. Korff gemäß den Normen für die Habilitation von Privatdozenten vom 13. Februar 1909 die Erlaubnis zur Abhaltung von Vorlesungen im Fach Anatomie zu erteilen. Gleichzeitig wurde die Verleihung des Titels und Rangs eines außerordentlichen Professor eingeleitet. Die Verleihung von Titel und Rang eines außerordentlichen Professors erfolgte am 22. Juli 1913. Klaus D. Mörike: Geschichte der Tübinger AnatomieProfessoren und Dozenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Im Ersten Weltkrieg war v. Korff spätestens ab 1917 in einem Lazarett in Leipzig tätig. Im November 1918 teilte er der Universität Tübingen mit, dass er seine Arbeit in Tübingen wieder aufnehmen wolle, wenn er in die 2. Prosektur aufrücken könne. Die Verhandlungen zwischen Universität und Karl von Korff verliefen ergebnislos. Nachdem er der 1919 durch die Universität angeordneten Wiederaufnahme des Dienstes nicht nachgekommen war, verfügte das Ministerium des Volksstaats Württemberg 1919 die Entlassung. Als die Universität 1926 einen Prozess gegen von Korff anstrengen wollte, kamen die Schreiben an die zuvor bekannte Anschrift Korffs in Leipzig als unzustellbar zurück.Personalakte (UAT 126/345)
mini|Gebäude der Medizinischen Fakultät in Rosario (Santa Fe) Die Medizinische Fakultät der Universidad Nacional de Rosario berief ihn auf ihren Lehrstuhl für Anatomie.Isidor Fischer (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre. München Berlin 1962. In der Histologie befasste sich v. Korff besonders mit der Ontogenetischen Entwicklung der Zähne.Stedman's Medical Eponyms
Werke Zur Histogenese der Spermien von Helix pomatia, 1899.Bulletin of the Museum of Comparative Zoology, Vol. 48 Die Entwicklung der Zahnbein- und Knochengrundsubstanz der Säugetiere, 1906.International Catalogue of Scientific Literature: Anatomy. O, Vol. 4–6 Zur Histologie und Histogenese des Bindegewebes, besonders der Knochen- und Dentingrundsubstanz, 1907.P. Lence, Günther Ortmann, Edmund Randerath, Frédéric C. Roulet: Ergebnisse der Allgemeinen Pathologie und Pathologischen Anatomie des ... mit Viktor von Ebner-Rofenstein: Zur Lösung der Dentinfrage: Bemerkungen zu den Arbeiten. 1909.A Bibliography of Fishes: L–Z. Anonymous titles no. 1-650. 1917 by Bashford Dean, Eugene Willis Gudger, Arthur Wilbur Henn
Weblinks Karl von Korff im Kieler Gelehrtenverzeichnis
Einzelnachweise
Kategorie:Anatom Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Kategorie:Schiffsarzt Karl Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1867 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Mann