James Henry Ladson (* 11. Juni 1795 in Charleston, South Carolina; † 3. April 1868 ebenda) war ein wohlhabender US-amerikanischer Plantagenbesitzer, Sklavenhalter und Geschäftsmann aus Charleston in South Carolina.

Familie mini|Seine Schwester Sarah Ladson; „sie bezog sich visuell auf den Geschmack der Sklavinnen, mit denen sie aufgewachsen ist“.Maurie D. McInnis, The Politics of Taste in Antebellum Charleston, S. 14, UNC Press Books, 2015, ISBN 978-1-4696-2599-7. Ladson gehörte zu einer der prominentesten Familien der Plantagenbesitzer- und Handelselite in Charleston. Diese hatte ab dem 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der britischen Kolonisierung Nordamerikas und im Sklavenhandel gespielt. Er war Sohn des Vizegouverneurs des Bundesstaates South Carolina James Ladson und Enkel des Bankiers und Sklavenhändlers Benjamin Smith; sein Urgroßvater Joseph Wragg war jahrzehntelang der größte Sklavenhändler in den heutigen Vereinigten Staaten. Zu seinen Vorfahren gehörten auch die Gouverneure Robert Gibbes, Thomas Smith und Joseph Blake sowie der erste europäische Siedler von Carolina, Henry Woodward. Das Gibbes Museum of Art ist nach der Familie seiner Großmutter benannt. Unter seinen Nachkommen ist Ursula von der Leyen,Register of the National Society of the Colonial Dames of America in the State of South Carolina, S. 35, The Society, 1945Deutsches Geschlechterbuch, Vol. 187, S. 43 die 1978 unter dem Pseudonym Rose Ladson lebte; sie ist auch Nachfahrin seiner beiden Schwestern, Elizabeth (biologisch) und Sarah (durch Adoption). Die Gemeinde Ladson ist nach seiner Familie benannt.

Wirken mini|Stadthaus James H. Ladsons in Charleston, heute Ladson House

James Ladson war Eigentümer von James H. Ladson & Co., eines großen Unternehmens, das im Reis- und Baumwollgeschäft tätig war; er besaß über 200 Sklaven.George C. Rogers: The history of Georgetown County, South Carolina. University of South Carolina Press, 1970, S. 297, 525. Er war auch Konsul des Königreiches Dänemark in South Carolina, Direktor der State Bank und hatte zahlreiche andere Geschäfts-, Kirchen- und Bürgerämter inne.

Er und andere Mitglieder der Plantagenbesitzer- und Handelselite von Charleston spielten eine Schlüsselrolle beim Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs. Er war 1851 Vizepräsident des Great Southern Rights and Southern Co-Operation Meeting in Charleston.

Er verbrachte „einen Teil des Jahres“ auf seiner Plantage in North Santee, wohnte aber ansonsten mit zwölf Haussklaven in einem Stadthaus in Charleston. Das Haus besteht bis heute und wurde nach ihm als Ladson House benannt.

Die Charleston Daily News bezeichnete ihn als „ein ausgezeichnetes Exemplar des alten Carolina-Gentleman, von reinem Charakter und von hohem Standard in seinen Geschäften. […] er stand an erster Stelle in christlichen Tugenden und aktiver Wohltätigkeit.“

Er war ein Verfechter der Sklaverei und schrieb 1845 über seine Ansichten zu diesem Thema. Ladson glaubte fest an religiösen Unterricht, um die Disziplin der Sklaven aufrechtzuerhalten:Proceedings of the Meeting in Charleston, S. C., May 13-15, 1845, on the Religious Instruction of the Negroes: Together with the Report of the Committee, and the Address to the Public. Pub. by Order of the Meeting. B. Jenkins, 1845, S. 52–55.Sigmund Dialmon: Some Early Uses of the Questionnaire: Views on Education and Immigration. In: The Public Opinion Quarterly. Band. 27, Nr. 4 (Winter 1963), S. 528–542.Dena J. Epstein: Sinful Tunes and Spirituals: Black Folk Music to the Civil War. University of Illinois Press, 2003, ISBN 978-0-252-07150-8, S. 204.

Einzelnachweise

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