Dagmar Neubauer, geb. Rübsam, (* 3. Juni 1962 in Suhl) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin. Sie erzielte ihre größten Erfolge mit der 4-mal-400-Meter-Staffel der DDR, mit der sie 1983 und 1987 Weltmeisterin wurde.

Leben Sie wurde 1979 Junioreneuropameisterin in Bydgoszcz im 400-Meter-Einzelrennen und mit der Staffel. 1981 und 1982 wurde sie DDR-Meisterin in der Halle, 1982 auch im Freien. Bei den Halleneuropameisterschaften 1982 in Mailand gewann sie die Silbermedaille. Bei den Europameisterschaften in Athen im selben Jahr wurde Rübsam Europameisterin mit der Staffel und im Einzel erreichte sie Rang sechs. Im folgenden Jahr gewann sie auch bei den Weltmeisterschaften in Helsinki mit der Staffel Gold und wurde Siebte im Einzelfinale.

Bei den Halleneuropameisterschaften 1985 in Piräus wurde sie hinter ihrer Mannschaftskameradin Sabine Busch. In Rom konnte Rübsam 1987 mit der Staffel den Weltmeistertitel verteidigen. 1988 gewann sie bei den Halleneuropameisterschaften in Budapest Bronze und auch bei den Olympischen Spielen in Seoul wurde sie mit der Staffel Dritte.

Neubauer startete für den SC Turbine Erfurt und trainierte bei Eberhard König. In ihrer aktiven Zeit war sie 1,70 m groß und wog 58 kg. In den nach der Wende öffentlich gewordenen Unterlagen zum Staatsdoping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlerinnen auch der Name von Neubauer.Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 183

Erfolge im Einzelnen 1982: Europameisterschaften: Platz 1 in der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:19,05 min, zusammen mit Kirsten Siemon, Sabine Busch, Marita Koch); Platz 6 im 400-Meter-Lauf (50,76 s) 1983: Weltmeisterschaften: Platz 1 in der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:19,73 min, zusammen mit Kerstin Walther, Sabine Busch, Marita Koch); Platz 7 im 400-Meter-Lauf (50,48 s) 1987: Weltmeisterschaften: Platz 1 in der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:18,63 min, zusammen mit Cornelia Ullrich/Vorlauf, Kerstin Walther, Sabine Busch/Endlauf, Kirsten Emmelmann, Petra Müller); im 400-Meter-Halbfinale ausgeschieden 1988: Olympische Spiele: Platz 3 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:18,29 min, zusammen mit Grit Breuer/Vorlauf, Sabine Busch/Endlauf, Kirsten Emmelmann, Petra Müller); im 400-Meter-Halbfinale ausgeschieden

Auszeichnungen (Auswahl) 1984: Vaterländischer Verdienstorden in Gold 1986: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze 1988: Vaterländischer Verdienstorden in Silber

Literatur Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

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Einzelnachweise

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