Arnold Eduard Heino Albrecht Hartwig Wulbrand Ido von Reden (* 19. April 1832 in Bönnigsen; † 14. August 1918 in Reden)Hans-Georg Aschoff: Organisation und Programmatik der Deutschhannoverschen Partei. a.): Das Pressewesen der Deutschhannoverschen Partei. in ders.: Welfische Bewegung und politischer Katholizismus. 1866–1918. Die Deutschhannoversche Partei und das Zentrum in der Provinz Hannover während des Kaiserreiches. ( = Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Bd. 83), zugleich Habilitationsschrift 1986 an der Universität Hannover, Droste, Düsseldorf 1987, ISBN 3-7700-5140-8, S. 112–118; hier: S. 118; 2. Haus (Reden). In: Genealogisches Handbuch des Adels. C. A. Starke, 1981, S. 430; Abweichend wird als Geburtsort die Franzburg genannt; vergleiche Hans-Georg Aschoff: Welfische Bewegung und politischer Katholizismus. 1866–1918. Die Deutschhannoversche Partei und das Zentrum in der Provinz Hannover während des Kaiserreiches. Droste, Düsseldorf 1987, ISBN 3-7700-5140-8, S. 118; war ein Parteifunktionär und Zeitungsverleger.

Leben Familie Arnold von Reden entstammte der II. Linie des Adelsgeschlechts von Reden. Er war ein Sohn und das jüngste von vier Kindern des Hannoverschen Oberforstmeisters und Landrats August von Reden (1788–1874) und dessen Ehefrau Henriette, geborene von Wurmb (1799–1873). Sein Vater war Herr auf Franzburg und Hermannsburg III.

Er heiratete am 9. Oktober 1873 in Himmelsthür Marie von Anderten (* 1851). Aus der Ehre gingen folgende Kinder hervor: Ida (* 1876) ⚭ 16. Februar 1904 in Pattensen Werner von Meding Georg (* 1877), preußischer Referendar in Hannover Thyra (1879–1973) ⚭ 23. April 1904 in Reden Bodo von Harling, Fürstlich Schaumburg-Lippischen Hofkammer- und Forstrat Eberhard (* 1881), Student der Forstwissenschaften.

Werdegang Nach dem Besuch der Ritterakademie in Lüneburg trat Reden in die Kavallerie der Hannoverschen Armee ein und avancierte bis zum 17. Mai 1858 zum Premierleutnant im Regiment Garde du Corps in Hannover. Nach der Schlacht bei Langensalza während des Deutschen Krieges und der durch die Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen im Jahr 1866 bedingten Auflösung der Armee schied Reden als Rittmeister aus den militärischen Diensten aus.Theodor Fontane: Der deutsche Krieg von 1866 und die Rang-Liste der Offiziere und Aerzte der Königl. Hannoverschen Armee im Juni 1866 nebst einer Nachweisung über deren Pensionierung, resp. Wiederanstellung in anderen Diensten im Jahre 1867, sowie über ihren Verbleib im Jahre 1901. zweite bis März 1901 ergänzte und berichtigte Auflage der Rangliste aus Viktor von Diebitsch: Die Königl. Hannoversche Armee auf ihrem letzten Waffengange. Berlin, Leipzig 1901, S. 51 (Reprint Rockstuhl, Bad Langensalza 2001, ISBN 3-934748-75-9 ).

Nach seiner Verabschiedung betätigte sich Reden vor allem bei dem Zusammenschluss der Oppositionsbewegung gegen die preußische Politik. Im Zuge der Bildung des „hannoverschen Wahlvereins“, der Deutsch-Hannoverschen Partei (DHP) spielte Reden eine wichtige Rolle bei der Einberufung von Volksversammlungen.Hans-Georg Aschoff: Welfische Bewegung …, S. 58 Nach seiner Wahl ins Direktorium des Hannoverschen Wahlvereins wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Partei gewählt. Zwar war es Graf Berthold von Bernstorff, der „als grand seigneur die Partei nach allen Richtungen repräsentierte“, während von Reden nach außen hin kaum wahrgenommen wurde. Von Reden aber leitete die eigentliche Geschäftsführung der DHP. Dabei entwickelte er ein besonderes Geschick sowohl bei der Suche als auch bei der Auswahl von Kandidaten und Vertrauensmännern innerhalb der einzelnen Wahlkreise. Wichtig war ihm dabei insbesondere das eindeutige Bekenntnis zum Rechtsstandpunkt der welfischen Bewegung. So bewegte er unzuverlässige Kandidaten zum Rücktritt und schaltete sie in einigen Wahlkreisen erfolgreich mit Hilfe der Wahlkreisorganisationen aus.Hans-Georg Aschoff: Welfische Bewegung…. S. 110

Aufgrund dieser Strenge sowie seines aristokratischen Gesinnung geriet von Reden vielfach in einen Gegensatz zu anderen Gruppierungen innerhalb der DHP. Insbesondere für Ludwig Windthorst war der Vertreter der „Rittmeister-Partei“ innerhalb der DHP regelmäßig Anlass zu innerparteilicher Opposition. Doch von Reden und seine Gesinnungsgenossen hielten dagegen; und schließlich gelang es mit Hilfe des nach Gmunden exilierten Hofes, Windthorsts Versuche einer gegenteiligen Einflussnahme zurückzudrängen.

Unterdessen hatten sich beim wichtigsten Presseorgan der DHP, der Deutschen Volkszeitung, die anfangs von Graf Bernstorff, dem ehemals hannoverschen Kultusminister Bodo von Hodenberg und „das Ausschussmitglied Cronenfeld“ geführt worden war, die finanziellen Verluste angehäuft. Schließlich übertrugen von Bernstorff und Cronenberg ihre Eigentumsrechte an den Konsistorialrat Ernst Cammann, den Bürgervorsteher Friedrich Behre und Arnold von Reden. Hodenberg behielt zwar seine Anteile, verzichtete doch auf jedes Recht der Einflussnahme.Hans-Georg Aschoff: Welfische Bewegung … S. 121f. Der erhebliche Einfluss von von Reden auf die Deutsche Volkszeitung steigerte sich noch durch die Übernahme der Anteile nach Cammans Tod 1875 und dem Ausscheiden von Behre.

Archivalien Archivalien von und über Arnold von Reden finden sich beispielsweise im Besitz des Niedersächsischen Landesarchivs (Standort Hannover) unter der Archivsignatur NLA HA MS O Nr. 04 je eine elektronische Kopie von von Redens Manuskript „Im Auftrage des König nach Paris“. Erinnerungen des Rittmeisters Arnold von Reden über seine Reise im Auftrage König Georgs V. von Hannover von Gmunden nach Paris im Jahre 1870 aus dem Besitz von Georg von Reden, Pattensen-RedenVergleiche die Angaben über das Archivinformationssystem Arcinsys Niedersachsen Bremen als Abschrift des Manuskripts aus dem Besitz von Herrn von Rössing, Stemmen ein Band mit dem Titel Pensionszuschuß des Rittmeisters Arnold von Reden aus der Laufzeit von 1878 bis 1918, Archivsignatur NLA HA Dep. 103 XX Nr. 532Vergleiche die Angaben bei arcinsys

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1905. Sechster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1904, S. 695. (Digitalisat)

Einzelnachweise

Arnold Kategorie:Militärperson (Hannover) Kategorie:Kavallerist (Hannover) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:DHP-Mitglied Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert) Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Hannover) Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Person (Pattensen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1832 Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Mann