David Binder (* 18. Dezember 1893; † 25. November 1917shz.de: „Schüler, Studenten und ein Schornsteinfeger“, aufgesucht am 18. Juli 2019.) war ein deutscher Fußballspieler.
Karriere Binder schloss sich 1911 Holstein Kiel an. Für diesen Verein bestritt er in den Meisterschaften im Bezirk Kiel, der dem Norddeutschen Fußball-Verband angehörte, von 1911 bis 1913/14 Punktspiele und gewann die Bezirksmeisterschaft 1912 und 1913 mit Holstein.
Neben der Teilnahme an den Endrunden um die Norddeutsche Meisterschaft, die 1912 errungen werden konnte, war er mit seiner Mannschaft auch an den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft, 1913 als Titelverteidiger, vertreten. Sein Debüt auf dieser Ebene gab er am 5. Mai 1912 im Stadion Hoheluft beim 2:1-Sieg im Viertelfinale über den BFC Preußen, in dem er auch das Siegtor in der 87. Minute erzielte. Seine beiden Tore am 19. Mai 1912 beim 2:1-Sieg n. V. im Halbfinale beim Titelverteidiger, BTuFC Viktoria 89, ebneten den Weg nach Hamburg, wo das Finale am 26. Mai 1912 ausgetragen und durch den von Ernst Möller in der 52. Minute verwandelten Strafstoß zum 1:0 entschieden wurde. Sein letztes Endrundenspiel bestritt er am 27. April 1913 in Essen bei der 1:2-Niederlage gegen den Duisburger SpV.
Im September desselben Jahres, am 1. Spieltag der neu eingerichteten Norddeutschen Liga, soll Binder beim 10:0 seiner Mannschaft gegen Borussia Harburg allein neun Tore erzielt haben.z. B. Hamburger Anzeiger vom 17. September 1913, S. 18, und weitere Quellen Anschließend sei er nach Berlin gegangen. Tatsächlich debütierte der Kieler am 5. Oktober 1913, wie zuvor angekündigt,Der Rasensport vom 20. August 1913, S. 643 f.: „Der Sturm erhält durch Binder eine beachtenswerte Verstärkung“ (Preußen in der Berliner Fachpresse immer mit „ß“) im Team des BFC Preußen,3:0 gegen den Wiener AC, Arbeiter-Zeitung vom 6. Oktober 1913, S. 6; vgl. auch Foto im Illustrierten Österreichischen Sportblatt vom 11. Oktober 1913, S. 9. doch machte er auch noch weitere Spiele für Holstein, so Anfang November in Braunschweig. In den folgenden Jahren war Binder zunächst als „auswärtiger Spieler“Prager Tagblatt vom 1. November 1913, S. 6. weiterhin bei den Preußen, später vielleicht beim Berliner BC aktiv. Es gibt einen Spielbericht noch vom März 1918, in dem ein Spieler seines Namens als BBC-Stürmer genannt wird.Allgemeine Sport-Zeitung vom 24. März 1918, S. 113.
David Binder, „einer der wenigen Nicht-Akademiker im Kieler Trikot“ (er arbeitete im Maschinenbau), war jedoch im November 1917 mit 23 Jahren im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommen.50 Jahre „Holstein“ Kiel (hg. vom Verein), Rendsburg 1950, S. 21; das dort genannte Sterbedatum 25.11.17 zitiert shz.de: „Schüler, Studenten und ein Schornsteinfeger“, aufgesucht am 18. Juli 2019. In derselben Vereinschronik schreibt sein Mannschaftskapitän Willi Zincke auf Seite 139: „Von den Spielern (der Meisterelf 1912) sind Krogmann, Möller und Binder im ersten Weltkrieg gefallen.“ Auf Seite 204 bestätigt „Cally“ Schulz: „Immer schwerer wurden die Verluste. Ernst Möller gefallen. Binder gefallen...“ 1915 war ihm als Kriegsteilnehmer das Eiserne Kreuz verliehen worden;Fremden-Blatt vom 18. Januar 1915, S. 7. kurz darauf tauchte er als Verwundeter in einer Verlustliste auf.genealogy.net, aufgesucht am 3. August 2019.
Erfolge Deutscher Meister 1912 Norddeutscher Meister 1912 Bezirksmeister Kiel 1912, 1913
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Fußballspieler (Holstein Kiel) Kategorie:Deutscher Meister (Fußball) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1917 Kategorie:Mann