11. Leichtathletik-Europameisterschaftenzentriert|100pxDisziplin 100-Meter-Lauf der MännerStadt Stadion OlympiastadionTeilnehmer 28 Athleten aus 14 LändernWettkampfphase 2. September (Vorläufe)3. September (Halbfinale/Finale)Medaillengewinner16px|Gold Gold Walerij Borsow ()16px|Silbermedaillen Silber Pietro Mennea ()16px|Bronzemedaillen Bronze Klaus-Dieter Bieler () mini|hochkant=2.2| Der 100-Meter-Lauf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1974 wurde am 2. und 3. September 1974 im Olympiastadion von Rom ausgetragen.

Europameister wurde der sowjetische Sprintdoppelolympiasieger von 1972 Walerij Borsow, der hier seinen dritten EM-Titel über 100 Meter und seinen vierten EM-Titel insgesamt errang. Den zweiten Platz belegte der italienische Olympiadritte über 200 Meter von 1972 Pietro Mennea. Bronze ging an Klaus-Dieter Bieler aus der Bundesrepublik Deutschland.

Rekorde Vorbemerkung: In diesen Jahren gab es bei den Bestleistungen und Rekorden eine Zweiteilung. Es wurden nebeneinander handgestoppte und elektronisch ermittelte Leistungen geführt. Die offizielle Angabe der Zeiten erfolgte in der Regel noch in Zehntelsekunden, die bei Vorhandensein elektronischer Messung gerundet wurden. Allerdings verlor der in Zehntelsekunden angegebene Rekord immer mehr an Bedeutung. Ab 1977 hatte das Nebeneinander der Bestzeiten ein Ende, von da an wurde nur noch der elektronische gemessene und in Hundertstelsekunden angegebene Wert als Rekord gelistet.

Offizielle Rekorde – Angabe in Zehntelsekunden Bestehende Rekorde Weltrekord9,9 sSacramento, USA20. Juni 1968OS Mexiko-Stadt, Mexiko14. Oktober 1968Eugene, USA1. Juli 1972 Steve WilliamsLos Angeles, USA21. Juni 1974Europarekord, sport-record.de (englisch)10,0 sZürich, Schweiz21. Juni 1960Sacramento, USA (Vorlauf)20. Juni 1968Sacramento, USA (Halbfinale) Wladislaw SapejaLeningrad (heute St. Petersburg), Sowjetunion (heute Russland)20. Juli 1968Leninakan (heute Gjumri), Sowjetunion (heute Armenien)15. August 1968Kiew, Sowjetunion (heute Ukraine)18. August 1969Burg Gretesch, BR Deutschland16. Juni 1970Erfurt, DDR (heute Deutschland)15. Mai 1971Kiew, Sowjetunion (heute Ukraine)21. Juni 1971Bratislava, Tschechoslowakei (heute Slowakei)3. Juni 1972Mailand, Italien16. Juni 1972Moskau, Sowjetunion (heute Russland)18. Juli 1972 Raimo VilénVuosaari, Finnland27. Juli 1972 Alexandr KorneljukMoskau, Sowjetunion (heute Russland)10. Juli 1973Dresden, DDR (heute Deutschland)11. Juli 1973Dresden, DDR (heute Deutschland)20. Juli 1973Ost-Berlin (heute Berlin), DDR (heute Deutschland)29. August 1973Leverkusen, BR Deutschland22. Juli 1974Meisterschaftsrekord10,3 sEM Belgrad, SFR Jugoslawien12. September 1962EM Helsinki, Finnland11. August 1971 Rekordegalisierungen Es gab bei diesen Europameisterschaften keine Verbesserung des bestehenden EM-Rekords von 10,3 s. Aber der Rekord wurde viermal eingestellt: Dominique Chauvelot (Frankreich) – zweites Halbfinale am 3. September, Rückenwind: 1,5 m/s Pietro Mennea (Italien) – zweites Halbfinale am 3. September, Rückenwind: 1,5 m/s Walerij Borsow (Sowjetunion) – Finale am 3. September, Gegenwind: 1,0 m/s Pietro Mennea (Italien) – Finale am 3. September, Gegenwind: 1,0 m/s

Elektronisch gemessene Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord9,95 sOS Mexiko-Stadt, Mexiko14. Oktober 1968Europarekord10,07 sOS München, BR Deutschland (heute Deutschland)31. August 1972Meisterschaftsrekord10,27 sEM Helsinki, Finnland11. August 1971 Rekordegalisierung Der sowjetische Europameister Walerij Borsow egalisierte seinen eigenen EM-Rekord von 10,27 s im Finale am 3. September bei einem Gegenwind von 1,0 m/s.

Vorbemerkung zu den Resultaten Die Zeiten sind in den folgenden Tabellen wie üblich aufgeführt.

Zusätzlich sind Besonderheiten mit verschiedenen Kürzeln benannt: CR: Championshiprekord el: elektronisch e: egalisiert

Vorrunde 2. September 1974

Die Vorrunde wurde in vier Läufen durchgeführt. Die ersten drei Athleten pro Lauf – hellblau unterlegt – und die darüber hinaus vier zeitschnellsten Sprinter – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.

Vorlauf 1 Wind: −1,2 m/s PlatzNameNationZeit (s) 1 Walerij Borsow 10,49 2 Dominique Chauvelot 10,56 3 Zenon Nowosz 10,64 4 Michael Droese 10,65 5 Lambert Micha 10,67 6 Juraj Demeč 10,80 7 Lasse Malin 10,85

Vorlauf 2 Wind: −2,5 m/s PlatzNameNationZeit (s) 1 Pietro Mennea 10,46 2 Klaus Ehl 10,54 3 Alexandr Korneljuk 10,63 4 Andrzej Świerczyński 10,73 5 Hans-Joachim Zenk 10,82 6 Endre Lepold 10,97

Vorlauf 3 Wind: −0,6 m/s PlatzNameNationZeit (s) 1 Christer Garpenborg 10,53 2 Klaus-Dieter Bieler 10,54 3 Raimo Vilén 10,57 4 Juris Silovs 10,62 5 Javier Martínez 10,82 6 Don Halliday 10,86 7 László Korona 10,95

Vorlauf 4 mini|hochkant=0.8|Marian Woronin schied als Sechster seines Rennens im Vorlauf aus Wind: −1,0 m/s PlatzNameNationZeit (s) 1 Antti Rajamäki 10,58 2 Vasilis Papageorgopoulos 10,59 3 Manfred Ommer 10,59 4 Siegfried Schenke 10,70 5 Lajos Gresa 10,74 6 Marian Woronin 10,77 7 Rolf Trulsson 10,78 8 Luděk Bohman 10,92

Halbfinale 3. September 1974, 16:00 Uhr

In den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten vier Athleten – hellblau unterlegt – für das Finale.

Lauf 1 mini|hochkant=0.7|Lambert Micha erreichte das Halbfinale und schied dort als Siebter seines Rennens aus Wind: +2,0 m/s PlatzNameNationZeit (s) 1 Walerij Borsow 10,39 2 Manfred Ommer 10,42 3 Christer Garpenborg 10,42 4 Alexandr Korneljuk 10,45 5 Klaus Ehl 10,50 6 Raimo Vilén 10,52 7 Lambert Micha 10,55 8 Michael Droese 10,59

Lauf 2 mini|hochkant=0.8|Vasilis Papageorgopoulos (hier im Jahr 2013), Mitinhaber des Europarekords, verpasste das Finale hauchdünn Wind: +1,5 m/s

Die beiden Läufer auf den Rängen eins und zwei stellten in diesem Rennen den handgestoppten bzw. den elektronisch genommenen und auf Zehntelsekunden gerundeten Europameisterschaftsrekord von 10,3 s ein. PlatzNameNationZeit (s) 1 Dominique Chauvelot 10,28 2 Pietro Mennea 10,29 3 Juris Silovs 10,36 4 Klaus-Dieter Bieler 10,44 5 Vasilis Papageorgopoulos 10,44 6 Antti Rajamäki 10,46 7 Zenon Nowosz 10,61 8 Siegfried Schenke 10,69

Finale mini|hochkant=1.1| 3. September 1974, 17:30 Uhr

Wind: −1,0 m/s

Die beiden Läufer auf den Rängen eins und zwei stellten in diesem Rennen den handgestoppten bzw. den elektronisch genommenen und auf Zehntelsekunden gerundeten Europameisterschaftsrekord von 10,3 s ein. PlatzNameNationZeit (s) 1 Walerij Borsow 10,27 CRel e 2 Pietro Mennea 10,34 3 Klaus-Dieter Bieler 10,35 4 Juris Silovs 10,35 5 Dominique Chauvelot 10,35 6 Manfred Ommer 10,36 7 Christer Garpenborg 10,39 8 Alexandr Korneljuk 10,43

Weblinks Roma European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 8. November 2022 European Championship 1974 Rom, Men 100m, todor66.com, abgerufen am 8. November 2022 Track and Field Statistics, EM 1974, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 8. November 2022 European Championships Munich 2022 – Statistics Handbook Athletics, 12th European Athletics Championships Roma ITA, 02–08 SEP 1974, Stadio Olimpico, Men 100 m, S. 574, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 8. November 2022

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 1974