mini|Verbreitungsgebiet der Leierschwanz-Nachtschwalbe Die Leierschwanz-Nachtschwalbe (Uropsalis lyra, Syn.: Hydropsalis lyra) ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).Avibase
Sie kommt in Argentinien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela vor.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst feuchten Nebel- oder tropischen Regenwald, Lichtungen, Schneisen.B. Van Doren: Lyre-tailed Nightjar (Uropsalis lyra), version 1.0. In: T. S. Schulenberg (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Uropsalis lyraM. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia. Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0.
mini|links|Leierschwanz-Nachtschwalbe Beschreibung Die Leierschwanz-Nachtschwalbe ist 25–28 cm groß, das Männchen wiegt etwa 68 g, das Weibchen zwischen 74 und 79 g. Beim Männchen kommen die äußeren Schwanzfedern hinzu, die bis zu 80 cm lang werden können. Die Art hat kein Weiß auf Schwanz oder Flügeln, jedoch ein rotbraunes Nackenband.
Stimme Der Ruf des Männchens wird als Reihe ansteigender wéeou-tee-Töne oder als wip-wip-wip beschrieben vom Boden aus gerufen.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Frogmouths, Oilbird, potoos, nightjars U. l. lyra ( 1850)Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte, S. 59., Nominatform – Anden in Westvenezuela (Mérida), Kolumbien und Ecuador U. l. peruana ( & , 1906)Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch u. a., S. 121. – Östliche Andenseite von Peru (Amazonasbecken) bis Bolivien (Santa Cruz) U. l. argentina , 1975Claës Christian Olrog, S. 148. – Anden im Norden Argentiniens (Jujuy) und möglicherweise Süden Boliviens
Lebensweise Die Nahrung besteht, soweit bekannt, aus Insekten und Nachtfaltern, die mit kurzen Sprüngen vom Boden oder von einem Ansitz erbeutet werden. Die Nachtschwalbe ist nachtaktiv und sitzt gern auf Wegen.
Die Brutzeit liegt in Kolumbien zwischen Juni und Dezember.
Gefährdungssituation Die Leierschwanz-Nachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern).
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Leierschwanz-Nachtschwalbe erfolgte 1850 durch Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte unter dem wissenschaftlichen Namen Hydropsalis lyra. Das Typusexemplar stammte aus Santa Fe de Bogotá. Es war Waldron DeWitt Miller, der 1915 die neue Gattung Uropsalis einführte.Waldron DeWitt Miller, S. 516DeWitt Miller ordnete der Gattung die Leierschwanz-Nachtschwalbe zu. Das Wort Uropsalis leitet sich aus den griechischen Wörtern für „Schwanz“ und für „Schere“ ab.James A. Jobling S. 397 Der Artname lyra ist das lateinische Wort für „Leier“.James A. Jobling S. 233 peruana bezieht sich auf Peru, argentina auf Argentinien.
Literatur
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Nachtschwalben