Jonchery-sur-Suippe ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Marne in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Sie gehört zum Arrondissement Châlons-en-Champagne und zum Gemeindeverband Région de Suippes. Die Bewohner werden Macriots genannt.

Geografie Die Gemeinde Jonchery-sur-Suippe liegt am Fluss Suippe, etwa 35 Kilometer ostsüdöstlich von Reims im Herzen der Champagne sèche, der „trockenen Champagne“, auch „lausige Champagne“ (Champagne pouilleuse) oder „kreidehaltige Champagne“ (Champagne crayeuse) genannt. Im Gegensatz zur weitgehend baumlosen Trockenen Champagne haben sich entlang des Flusslaufes der Suippe Auwaldreste erhalten. Das für die Landwirtschaft seit jeher unattraktive Gebiet wurde schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorwiegend militärisch genutzt; so ist auch die südwestliche Hälfte des 24,78 km² umfassenden Gemeindegebietes von Jonchery-sur-Suippe Teil des Truppenübungsplatzes Camp de Mourmelon und somit militärisches Sperrgebiet. Östlich von Jonchery-sur-Suippe befindet sich mit dem Camp de Suippes ein noch größerer Truppenübungsplatz. Zur Gemeinde gehört der Weiler Chantereine. Umgeben wird Jonchery-sur-Suippe von den Nachbargemeinden Saint-Hilaire-le-Grand im Nordwesten und Norden, Souain-Perthes-lès-Hurlus im Nordosten, Suippes im Südosten, Cuperly im Süden sowie Vadenay und Mourmelon-le-Grand im Südwesten.

Geschichte mini|links|hochkant|Zeichnung des Aquädukt-Querschnittes In Jonchery-sur-Suippe begann der römische Aquädukt, der Wasser aus der Suippe nach Reims leitete – auf den ersten 44 Kilometern unterirdisch. Der Höhenunterschied betrug dabei 22 Meter. Der Aquädukt ist durch Ausgrabungen in den Jahren 1988 bis 1991 gut dokumentiert.

Während des Ersten Weltkrieges fanden im Gebiet um Jonchery heftige Kampfhandlungen statt. Aus diesem Grund liegt am Südrand des Dorfes mit 7200 Gräbern einer der zahlreichen Soldatenfriedhöfe der Champagne.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gab es Pläne, die Gemeinde zu zerstören und die Bewohner umzusiedeln, um die beiden großen Militärlager Camp de Suippes und Camp de Mourmelon zusammenzulegen. Erst 1952 wurden diese Pläne aufgegeben., auf cc-regiondesuippes.com (französisch)

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2021 Einwohner 177 167 185 186 173 159 167 211 234 Im Jahr 1851 wurde mit 507 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessJonchery-sur-Suippe, auf cassini.ehess.fr und INSEE.Jonchery-sur-Suippe, auf insee.fr

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Pierre-ès-Liens Gefallenendenkmal Wasserturm Soldatenfriedhof des Ersten Weltkrieges (Nécropole nationale) mit Beinhaus (Ossuaire)

Vom ehemaligen Fort de Jonchery ist auf Satellitenaufnahmen nur noch ein halbkreisförmiger bewaldeter Wall zu sehen. Es befand sich im Nordosten des Truppenübungsplatzes Camp de Mourmelon und diente als Ziel für Granaten.

Wirtschaft und Infrastruktur In Jonchery-sur-Suippe sind acht Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Anbau von Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten, Viehzucht). Darüber hinaus gibt es eine kleine Weinkellerei.Landwirtschaftsbetriebe, auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Jonchery-sur-Suippe liegt an der Fernstraße D 931 von Reims nach Valmy. 18 Kilometer südlich von Jonchery besteht ein Anschluss an die Autoroute A 4 (Paris-Straßburg). Der 13 Kilometer westlich gelegene Bahnhof in Mourmelon-le-Petit liegt an der Bahnstrecke Châlons-en-Champagne–Reims.

Belege

Weblinks

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)