Franziska Koch (* 13. Juli 2000 in Mettmann) ist eine deutsche Radrennfahrerin, die im Straßenradsport aktiv ist. Sie ist die erste Deutsche, die das prestigeträchtige Radrennen Paris–Roubaix gewonnen hat.
Sportliche Laufbahn Franziska Koch stammt aus einer Radsportfamilie. Schon ihr Großvater und dessen zwei Brüder waren in den 1960er Jahren als Radsportler aktiv. Ihr Bruder ist der ehemalige Radrennfahrer Michel Koch. Ihre Mutter ist Petra Stegherr, die in den 1980er Jahren deutsche Nationalfahrerin war.
Koch war im Nachwuchsbereich eine Allrounderin. 2016 wurde sie deutsche Vize-Meisterin der Juniorinnen im Omnium auf der Bahn. Bei den Bahnmeisterschaften 2017 stand sie drei Mal in verschiedenen Disziplinen auf dem Podium, im Omnium der Juniorinnen errang sie den Titel. Im selben Jahr wurde sie Junioren-Meisterin im Cross Country (XC) auf dem Mountainbike sowie Dritte der nationalen Straßenmeisterschaft der Juniorinnen. Bei den Straßenradsport-Weltmeisterschaften 2017 im norwegischen Bergen belegte sie im Rennen der Juniorinnen Platz 25.
2019 wurde Koch Siebte beim Omloop van Borsele, sie entschied die Nachwuchskategorie des Festival Elsy Jacobs für sich und wurde Zweite des Volta Limburg Classic. Bei den deutschen Meisterschaften belegte sie Platz vier im Straßenrennen der Frauen.
Zum 1. August 2019 erhielt Franziska Koch einen Vertrag beim Team Sunweb, ab 2021 Team DSM. Beim erstmals ausgetragenen Rennen Paris–Roubaix kam sie 2021 auf den siebten Platz. Als Helferin startete sie 2022 bei der Tour de Frances Femmes, konnte sie aber nicht beenden, da sie auf der 7. Etappe nicht innerhalb des Zeitlimits ins Ziel kam. 2022 und 2023 startete sie beim Giro d’Italia und unterstützte ihre Teamkollegin Juliette Labous, die 2023 den zweiten Platz im Gesamtklassement erreichte. 2023 errang sie bei den Straßen-Weltmeisterschaften und den Europameisterschaften mit der deutschen Mannschaft jeweils Bronze in der Mixed-Staffel. Im Juni 2024 wurde Koch erstmals deutsche Meisterin im Straßenrennen im Zweiersprint gegen Titelverteidigerin Liane Lippert, 2025 verteidigte sie ihren Titel als Solistin mit 14 Sekunden Vorsprung vor Antonia Niedermaier. 2024 wurde Koch für die Olympische Sommerspiele 2024 in Paris nominiert, wo sie im Straßenrennen den 40. Platz belegte.
Nach sieben Jahren beim Picnic PostNL wechselte Koch zur Saison 2026 zum französischen WorldTeam FDJ United-Suez. Als Fünfte beim Omloop Het Nieuwsblad und Dritte der Strade Bianche stellte sie bereits zu Beginn der Saison ihre gute Form unter Beweis. Am 12. April 2026 gewann sie das Rennen Paris–Roubaix. Sie war damit die erste Deutsche, die bei dem seit 2021 für Frauen ausgetragenen Eintagesrennen siegte. Dabei schlug sie ihre starken Konkurrentinnen, die ehemaligen Weltmeisterinnen Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot, zu diesem Zeitpunkt auch amtierende Siegerin der Tour de France, in der letzten Runde auf der Radrennbahn von Roubaix im Sprint. Im Juni gewann sie bei den Deutschen Meisterschaften neben dem dritten Titel im Straßenrennen erstmals auch den Titel im Einzelzeitfahren.
Ehrungen April 2026: Sportlerin des Monats (Deutsche Sporthilfe)
Erfolge 2017 20px Deutsche Junioren-Meisterin – Omnium 2018 20px Deutsche Junioren-Meisterin – Cross Country (XC) 2019 eine Etappe Boels Ladies Tour 2020 U23-Europameisterschaft – Einzelzeitfahren 2023 Weltmeisterschaft – Mixed-Staffel Europameisterschaft – Mixed-Staffel 2024 20px Deutsche Meisterin – Straßenrennen Weltmeisterschaften – Mixed-Staffel Europameisterschaft – Mixed-Staffel 2025 20px Deutsche Meisterin – Straßenrennen 2026 Paris–Roubaix Femmes 20px Deutsche Meisterin – Einzelzeitfahren, Straßenrennen Weltmeisterschaften – Einzelzeitfahren
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