Günther Schäfer (* 9. Juni 1962 in Waiblingen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.
Sportliche Laufbahn Vereinskarriere Schäfer bestritt 373 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld. Mit 331 Bundesligaspielen für den VfB Stuttgart rangiert Schäfer hinter Karl Allgöwer auf Platz zwei der Stuttgarter Profis mit den meisten Einsätzen.
Seine größten Erfolge sind der Finaleinzug im UEFA Cup 1988/89 und die Endspielteilnahme im DFB-Pokal 1986 sowie der zweimalige Titelgewinn der deutschen Meisterschaft 1984 und 1992. Diese Erfolge erlangte er mit dem VfB Stuttgart.
Auswahleinsätze Zwischen 1981 und 1984 bestritt der Abwehrspieler in der U-21 Deutschlands 15 Länderspiele. Im Frühjahr 1983 weilte er mit der Nachwuchsauswahl beim renommierten Turnier von Toulon, bei dem die Elf um Rüdiger Vollborn, Ralf Falkenmayer und Schäfer den 4. Platz belegte. Das Defensivtalent gehörte sowohl bei der 1982er-Ausgabe als auch beim 1984er-Wettbewerb der U-21-EM zu den eingesetzten Spielern der DFB-U-21. Im April 1982 half er im Halbfinale gegen den sowjetischen Nachwuchs beim Finaleinzug mit, wurde aber in den beiden Endspielen gegen England nicht eingesetzt.
Günther Schäfer durfte sich Hoffnungen auf den Sprung in den Kader der deutschen A-Nationalelf für die EM 1984 machen, gehörte aber nicht zum Aufgebot des DFB von Bundestrainer Jupp Derwall. in Frankreich. Franz Beckenbauer holte ihn bei seiner Premiere als Teamchef im September 1984 in den Spieltagskader, aber setzte ihn bei der 1:3-Niederlage gegen Argentinien und auch später nicht in einem A-Länderspiel ein.
1987 zählte die VfB-Defensivkraft zum Spielerstamm beim Neuaufbau der bundesdeutschen Olympiaauswahl für die Spiele 1988 in Seoul. In der Qualifikation setzten ihn die Trainer um Chefcoach Hannes Löhr in fünf Spielen ein und er zählte auch zum ursprünglichen Aufgebot der Bundesrepublik für das olympische Fußballturnier in Südkorea.Drei waren schon vor vier Jahren dabei. In: kicker Sportmagazin. 5. September 1988, Seite 39. Ein Muskelfaserriss kurz vor dem Abflug bremste ihn aus und verhinderten so schlussendlich die Turnierteilnahme.Karlheinz Wild: Fünf gucken in die Röhre. In: kicker Sportmagazin. 19. September 1988, Seite 21.
Berufliche Laufbahn Schäfer war in der Spielzeit 2004/05 Co-Trainer beim VfB Stuttgart. 2015 wurde Schäfer Teammanager bei den Schwaben. Zuvor hatte er die Fußballschule des Bundesligisten geleitet.
Trivia Spielweise Bei den Anhängern des VfB Stuttgart genoss er durch seine große Einsatzbereitschaft, die ihn als „harten“ Verteidiger auszeichnete, hohe Wertschätzung. Unvergessen ist bei den Fans bis heute seine Rettungsaktion, die den Gewinn der deutschen Meisterschaft 1992 ermöglichte: Mittels Fallrückzieher verhinderte er im entscheidenden Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen einen möglichen Gegentreffer, obwohl er durch diese Aktion eine schwere Verletzung riskierte.
Ehrungen Schäfer wurde für seine sportlichen Leistungen sowohl beim VfB Stuttgart als auch bei Arminia Bielefeld in die jeweilige Jahrhundertelf aufgenommen.stuttgarter-nachrichten.de: Die Jahrhundertelf des VfB (2. April 2012), abgerufen am 20. Januar 2021arminia-bielefeld.de: , abgerufen am 20. Januar 2021
Literatur Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963–1994. AGON Sportverlag, Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4, Seite 432.
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Einzelnachweise
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