Die Fleckschwanz-Nachtschwalbe (Antiurus maculicaudus, Syn.: Hydropsalis maculicaudus, Caprimulgus maculicaudus) ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).Avibase
Sie kommt verstreut in Bolivien, Brasilien, den Guyanas, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Peru und Suriname vor sowie im Nordosten Argentiniens.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst trockenes subtropisches oder tropisches und zeitweise feuchtes oder überflutetes Grasland bis 300 m Höhe.M. d. C. Arizmendi, C. I. Rodríguez-Flores, C. A. Soberanes-González und T. S. Schulenberg: Spot-tailed Nightjar (Antiurus maculicaudus), version 1.1. In: T. S. Schulenberg (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Antiurus maculicaudusM. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia. Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0.
Beschreibung Die Fleckschwanz-Nachtschwalbe ist 19–22 cm groß, das Männchen wiegt zwischen 28 und 35 g, das Weibchen zwischen 26 und 39 g. Die Oberseite ist braun oder graubraun, der Scheitel schwarzbraun mit gelbbraunen Flecken. Die Flügel sind dunkler, die Brust gesprenkelt, Bauch bis Bürzel gelbbraun. Der Schwanz ist ziemlich eckig mit weißer Flügelbinde und weißen Flecken.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.
Stimme Der Ruf des Männchens wird als wiederholtes, hohes t-seet beschrieben mit verschiedenen Tönen, meist von einem Ansitz aus gerufen.
Lebensweise mini|Verbreitung der Fleckschwanz-Nachtschwalbe: Die Nahrung besteht aus Käfern, Fliegen, Nachtfaltern, Heuschrecken und Libellen, die vom Erdboden auffliegend erbeutet werden.
Die Brutzeit liegt in Mexiko zwischen Ende März und Juli, in Suriname zwischen Oktober und Januar und in Kolumbien wohl zwischen Ende Februar und Mai.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Fleckschwanz-Nachtschwalbe erfolgte 1862 durch George Newbold Lawrence unter dem wissenschaftlichen Namen Stenopsis maculicaudus. Als Typusexemplar wurde von Dr. Adolph von Schulte Buckow in Pará Brasilien an.George Newbold Lawrence (1862), S. 459–460. Lange wurde sie unter den Gattungen Caprimulgus , 1758 und Hydropsalis , 1832 geführt. Erst 2023 wurde sie durch Thiago Vernaschi Vieira da Costa, Paul van Els, Michael James Braun, Bret Meyers Whitney, Nigel Cleere, Snorri Sigurðsson und Luís Fábio Silveira wieder der Gattung Antiurus zugeschlagen.Thiago Vernaschi Vieira da Costa u. a (2023), S. 80–81. 1912 führte Robert Ridgway die neue Gattung Antiurus für die Fleckschwanz-Nachtschwalbe ein. Der Begriff Antiurus ist in Wortgebilde aus und .Robert Ridgway (1912), S. 98. Der Artname maculicaudus hat seinen Ursprung in und .maculicaudus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Stenopsis platura , 1867August von Pelzeln (1867), S. 589–590. und Antiurus maculicaudatus romainei Melbourne Armstrong Carriker, Jr (1935), S. 320. werden heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Romainei ist Carrikers Sohn Melbourne Romaine Carriker (1915–2007) gewidmet. Platura ist von und .platura The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Hydropsalis ist ein Wortgebilde aus und .Hydropsalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Gefährdungssituation Die Fleckschwanz-Nachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern).
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Nachtschwalben