mini|Victoria Ocampo mit einer Ausgabe der Sur, 1931 Sur (dt. Süden) war eine argentinische Literaturzeitschrift, die zwischen 1931 und 1992 veröffentlicht wurde.

Geschichte Die Zeitschrift Sur wurde von der argentinischen Schriftstellerin und Verlegerin Victoria Ocampo gegründet und prägte insbesondere in der Hochphase bis Ende der 1960er Jahre die lateinamerikanische Geistesgeschichte.Catarina Juliane von Wedemeyer: Die Zeitschrift "Sur" und die lateinamerikanischen Literaturen in Moderne und Postmoderne. Freie Universität Berlin, abgerufen am 6. Mai 2026. Von Beginn an haben berühmte Autoren Beiträge in der Zeitschrift veröffentlicht, darunter Jorge Luis Borges, Adolfo Bioy Casares, Eduardo Mallea José Bianco, Walter Gropius und Silvina Ocampo.John King: Towards a Reading of the Argentine Literary Magazine Sur (JSTOR). In: Latin American Research Review, 16(2)/1981, abgerufen am 1. Juli 2019.

Sur hatte ein ambitioniertes Format und bot 1931 in einer Auflage von 4000 Exemplaren 199 Seiten auf Papier höchster Qualität mit 24 Abbildungsseiten. Ocampo selbst schrieb vor allem feministische Beiträge.

Neben literarischen Themen wurden auch zentrale politische Ereignisse des Zwanzigsten Jahrhunderts wie der Spanische Bürgerkrieg, der Zweite Weltkrieg, die Verwerfungen des Kalten Krieges und trotz Zensurversuchen in beeindruckender Konsequenz auch die Diktaturen Lateinamerikas behandelt. Nach Ocampos Tod im Jahr 1979 erschienen nur noch 67 Ausgaben, bevor die Zeitschrift 1992 mit der Nummer 371 eingestellt wurde.Nora Pasternac: Sur, una revista en la tormenta: los años de formación, 1931–1944. Paradiso, Buenos Aires 2002, ISBN 978-9-879409-21-3.

Weblinks Homepage der Fundación Sur (spanisch) Eintrag zu Sur im METROMOD Archiv von Laura Karp Lugo

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturzeitschrift Kategorie:Spanischsprachige Zeitschrift Kategorie:Zeitschrift (Argentinien) Kategorie:Argentinische Literatur Kategorie:Antiquarische Zeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1931 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1992