mini|Jaime Ribeiro empfängt 2018 den Ordem de Timor-Leste von Präsident Francisco Guterres mini|Premierminister Taur Matan Ruak beim Begräbnis von Jaime Ribeiro (2019)
Jaime Ribeiro (* 15. April 1959 in Liquiçá, Portugiesisch-Timor; † 30. Juni 2019 in Dili, Osttimor),Präsident Osttimors: JAIME RIBEIRO ‘SAMBA SEMBILAN’ SEI HAKOI IHA JARDIM DOS HEROIS DA PATRIA, 1. Juli 2019, abgerufen am 1. Juli 2019. Kampfnamen Samba 9, Samba Sembilan, Sambilan, war ein osttimoresischer Freiheitskämpfer.Fidelis Leite Magalhães: Plp Munisipiu Liquica, abgerufen am 1. Juli 2019.Diário de Notícias: Presidente timorense condecora 46 veteranos da luta contra a ocupação indonésia, 26. November 2018, abgerufen am 15. April 2019.
Werdegang Ribeiro kämpfte, als Mitglied der Forças Armadas de Libertação Nacional de Timor-Leste (FALINTIL), die gesamte indonesische Besatzungszeit (1975–1999) gegen die Invasoren. Ab 1981 war er Gruppenführer, von 1986 bis 1991 Zugführer und von 1992 bis 1999 zweiter Regionalkommandant in der Region III. Am 9. November 1998 griff er, entgegen der Anweisung von FALINTIL-Chef Xanana Gusmão, der in dieser Zeit der Verhandlungen Zurückhaltung bei militärischen Aktionen einforderte, das Hauptquartier des indonesischen Subdistrikt-Territorialkommandos (Koramil) in Alas an.Ernest Patrick Chamberlain: The Struggle in Iliomar: Resistance in rural East Timor, 2017, S. 140–141, abgerufen am 1. Juli 2019. Dabei wurden drei indonesische Soldaten getötet und 13 gefangen genommen worden. Elf Soldaten wurden später freigelassen. Auch neun FALINTIL-Kämpfer kamen ums Leben. Die indonesische Armee reagierte mit einer einwöchigen Strafaktion in der Region Alas.„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
1999 wurde die FALINTIL im Rahmen der Neugründung des Staates Osttimors in eine reguläre Armee überführt. Ribeiro zog es vor, ins Zivilleben zurückzukehren.Rahung Nasution: ‘Failed State’ dan Kebangkitan Borjuasi Timor-Leste, 15. Mai. 2006, abgerufen am 1. Juli 2019. Als Veteran des Befreiungskampfes erhielt er eine staatliche Pension. Ribeiro nutzte sie, um seinen Heimatort zu unterstützen.Belun: International Development Research Centre de recherches pour le développement International Development Research Centre de recherches pour le développement international‘FROM KINDERGARTEN TO HIGH SCHOOL’: PERCEPTIONS OF TIMOR-LESTE’S MILITARY AND POLICE TEN YEARS AFTER THE 2006 CRISIS, 2017, abgerufen am 1. Juli 2019.
2006 wurde Ribeiro mit dem Ordem da Guerrilha ausgezeichnet.Jornal da República: Ausgabe vom 20. Dezember 2006, abgerufen am 23. März 2018. Am 28. November 2018 erhielt er den Collar des Ordem de Timor-Leste von Staatspräsident Francisco Guterres. Zuletzt war Ribeiro Aktivist der Partidu Libertasaun Popular (PLP) in seiner Heimatgemeinde Liquiçá. Er verstarb am 30. Juni im Hospital Nacional Guido Valadares in der Landeshauptstadt Dili.
Ribeiro wurde im Heldenfriedhof in Metinaro beigesetzt. Er hinterließ drei Töchter und vier Söhne.Präsident Osttimors: LENSA FOTO ; PM-TAUR MATAN RUAK PRESTA OMENAJEN BA SAUDOZU SAMBA 9, 2. Juli 2019, abgerufen am 2. Juli 2019.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Unabhängigkeitskämpfer in Osttimor (1975–1999) Kategorie:Träger des Ordem da Guerrilha Kategorie:Träger des Ordem de Timor-Leste Kategorie:PLP-Mitglied Kategorie:Osttimorese Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Mann