Ațintiș [] (veraltet Ațintoș oder Ațintiși; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ațintiș im Kreis Mureș Die Gemeinde Ațintiș liegt im Siebenbürgischen Beckens im Westen des Kreises Mureș. An der Mündung des gleichnamigen Baches in den Mureș (Mieresch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 107G, befindet sich der Ort Ațintiș fünf Kilometer südlich der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 50 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Etwa fünf Kilometer nördlich von Ațintiș soll die geplante rumänische A3, auch Autostrada Transilvania genannt, verlaufen.
Geschichte Der Ort Ațintiș wurde 1357 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter ein rumänisches Hörigendorf eines Fronhofs des Nachbarortes Bogata.
Auf eine Besiedlung des Gemeindeareals deuten archäologische Funde aus der Kupfersteinzeit wie auch der Römerzeit auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Cecălaca (Böhmhaus) hin.Repertoriul Arheologic al României – Cecălaca, abgerufen am 28. Juni 2019 (rumänisch). Archäologische Funde wurden im Dorf Iștihaza (Stephanskirch) bei Movila lui Ludovic der Römerzeit zugeordnet; die bei Movilele cu Ulmi noch nicht.Repertoriul Arheologic al României – Iștihaza, abgerufen am 28. Juni 2019 (rumänisch). Ein Steinbeil der Frühbronzezeit wurde in Sâniacob (Jakobsdorf) gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Sâniacob, abgerufen am 28. Juni 2019 (rumänisch).
Im Königreich Ungarn gehörten die Orte der heutigen Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosújvár in der Gespanschaft Unterweißenburg, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Eine Holzkirche, welche im 18. Jahrhundert im eingemeindeten Dorf Cecălaca errichtet wurde,Angaben zur Holzkirche Kirche in Cecălaca bei biserici.org abgerufen am 30. Juni 2019 (rumänisch). musste wegen unsachgemäßen Renovierungsarbeiten im Jahr 1983, 1999 abgebaut werden.Angaben zur Holzkirche Kirche in Cecălaca bei basilica.ro am 25. Oktober 2013 abgerufen am 30. Juni 2019 (rumänisch).
Das eingemeindete Dorf Maldaoci (ungarisch Madavölgytanya) ist eines von den zurzeit 130 unbewohnten Dörfer Rumäniens, davon sechs im Kreis Mureș (Stand 2018) und wird in der Webdarstellung der Gemeinde auch nicht mehr vermerkt.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ațintiș entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2663 1734 745 - 184 1920 2592 1652 885 2 53 1966 2945 2408 879 2 16 2002 1631 1039 532 - 60 2011 1575 932 504 - 139 2021 1500 833 490 - 177 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl (3387) 1956 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (2186) wurde 1941, die der Magyaren (1145) und der Roma (112) 1930 und der Rumäniendeutschen (17) 1890 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Nach Angaben der Gemeinde (2019) sind in den 569 Haushalten 1.740 Menschen registriert. Des Weiteren haben 790 Gemeindefremde Eigentum auf dem Gemeindegebiet. abgerufen am 28. Juni 2019 (rumänisch).
Sehenswürdigkeiten Außer im Gemeindezentrum der reformierten Kirche, im 17. Jahrhundert errichtet,Angaben zur reformierten Kirche in Ațintiș bei biserici.org abgerufen am 30. Juni 2019 (rumänisch). der orthodoxen Kirche, 1926 errichtet und 1992 erneuert,Angaben zur orthodoxen Kirche in Ațintiș bei biserici.org abgerufen am 30. Juni 2019 (rumänisch). und der griechisch-katholischen Kirche, 1934 errichtet und 2003 erneuert,Angaben zur griechisch-katholischen Kirche in Ațintiș bei biserici.org abgerufen am 30. Juni 2019 (rumänisch). sind in der Gemeinde Ațintiș keine nennenswerte Sehenswürdigkeiten zu erwähnen.
Weblinks
Die Gemeinde Ațintiș bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1357