Bénédict Remund (* 30. November 1904 in Basel; † 23. Februar 1993 in Théméricourt, Frankreich) war ein Schweizer Bildhauer und Bildender Künstler.

alternativtext=1953, Bodenmosaike (308 X 400 cm), Gellertschulhaus in Basel. Von Bénédict Remund (1904–1993) Bildhauer und Bildender Künstler|mini|1953, Mosaik, Gellertschulhaus, Basel.

Leben und Werk Bénédict Remund absolvierte eine Holzbildhauerlehre. Nebenbei belegte er Abendkurse in Modellieren und Zeichnen an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Bis 1930 verdiente er sich den Lebensunterhalt mit Möbelschnitzereien und arbeitete daneben künstlerisch für sich. 1930 übersiedelte er von Basel nach Paris und arbeitete in seinem Atelier. Nach Kriegsausbruch kehrte er 1939 nach Basel zurück. Ab 1952 lebte er bis zu seinem Tod zurückgezogen mit seiner Frau Lily und den gemeinsamen Kindern in Théméricourt.

Remund entwickelte seine Werke bis zu ihrer Vollendung über Jahre hinweg und zerstörte auch scheinbar abgeschlossene Arbeiten. Seine Plastiken und Reliefs für den öffentlichen Raum führten in politischen Kreisen und in der Bevölkerung von Basel oft zu heftigen Auseinandersetzungen. So verweigerte u. a. die Mehrheit der Basler Grossräte 1948 den Kredit für die Umsetzung in Stein seines Gips-Relief «La Forêt», ein langgestrecktes Tier, das durch sperriges Unterholz streicht, für den Innenhof des Basler Kunstmuseums.

Bénédict Remund schuf zudem u. a. Zeichnung, Gemälde, Gravuren, MosaikeMaria Netter: Tageszeiten-Mosaiken in der Alterssiedlung auf dem Gellertfeld in Basel von 1966, abgerufen am 7. August 2020. und Wandteppiche. Einige seiner Werke gingen aus Wettbewerben des Kunstkredit Basel-Stadt hervor und sind im öffentlichen Raum zu sehen. Remund war eng mit Otto Abt befreundet und ein langjähriges Mitglied der Gruppe 33.

Öffentliche Werke (Auswahl)

alternativtext=1958–1963: Sphingen, Bronzeplastiken für eine Brunnenanlage im Areal Wasgenringschulhaus in Basel. Von Bénédict Remund (1904–1993) Bildhauer und Bildender Künstler|mini|1958–1963, Sphingen, Wasgenringschulhaus, Basel1941: Zwei Steinkonsolen an der kantonalen Handelsschule 1942: Der rote Hahn. Steinrelief an der Fassade der Feuerwache in Basel 1952: Die Hand. Steinrelief (Signet) an der Fassade der ehemaligen Handwerkerbank an der Aeschenvorstadt 2 in Basel 1952: Chant d’ été. Steinrelief an der Fassade der PAX-Versicherung in Basel 1958–1963: Sphingen, Bronzeplastiken für eine Brunnenanlage im Areal Wasgenring-Schulhaus in Basel 1956–1965: Brunnenanlage mit Bronzeplastik und Bodenmosaik im Hof des Realgymnasiums in Basel 1963: Betonguss-Relief am Schulhaus Spiegelfeld in Binningen 1963: Journée d’ été. Bronzerelief im Vogelsang-Schulhaus in Basel

Ausstellungen (Auswahl)

1942: Lausanne, Museé Cantonal des Beaux Arts, Groupe 33 de Bâle 1943: Kunsthalle Basel, 10 Jahre Gruppe 33 1945: Kunstmuseum Basel, 15 Jahre Gruppe 33 1950: Paris, Galerie Klèber, Le Groupe 33 de Bâle 1953: Kunsthalle Basel, 20 Jahre Gruppe 33 1963: Kunsthalle Basel, 30 Jahre Gruppe 33 1983/1984: Wanderausstellung, 50 Jahre Gruppe 33

Literatur Dorothea Christ: Bénédict Remund 1904–1993: Bildhauer, Maler, Zeichner 1904–1993. Schwabe Verlag, Basel 2005, ISBN 3-7965-2192-4 Agathe Straumann: Erziehungsdepardement Basel-Stadt: Kunst für Basel. 75 Jahre Kunstkredit Basel. Schwabe Verlag, Basel 1994, ISBN 3-7965-0968-1 Maria Netter: Künstlerischer Schmuck in Basler Schulhäusern. In: Das Werk: Architektur und Kunst, Bd. 1, 1954, Heft 3, S. 110–114 (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich).

Weblinks

Remund, Bénédict. In: Sikart. Bénédict Remund In: Sammlung Kunstkredit Basel-Stadt Remund, Bénédict. In: Deutsche Biographie

Einzelnachweise

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